Ältester Kardinal der Weltkirche feiert Geburtstag

Seit über 60 Jahren ist er bereits Bischof, aber erst seit 2015 Kardinal. Am Samstag feiert der Kolumbianer Jose de Jesus Pimiento Rodriguez seinen Geburtstag.

Weltkirche | Bogota - 17.02.2017

Der älteste Kardinal der Weltkirche, der Kolumbianer Jose de Jesus Pimiento Rodriguez, wird an diesem Samstag 98 Jahre alt. Pimiento leitete das Erzbistum Manizales in der sogenannten Kaffeezone Kolumbiens in schwieriger Zeit (1975-1996). Seit 1983 tobte in dem südamerikanischen Land der jahrzehntelange Bürgerkrieg mit neuer Härte: als Drogenkrieg und mit der Gründung paramilitärischer Einheiten zur Beseitigung oppositioneller Gruppen. Diese Phase ist auch als "Schmutziger Krieg" bekannt.

In Anerkennung seiner Leistungen für Kirche und Gesellschaft ernannte Papst Franziskus den Kolumbianer Anfang 2015 zum Kardinal. Aufgrund seines Alters reiste Pimiento nicht selbst zum Konsistorium nach Rom; er erhielt die Kardinalsinsignien zu Hause von einem Vertreter des Vatikan.

Das sind die fünf ältesten Kardinäle

Pimiento wurde am 18. Februar 1919 in Zapatoca geboren. Als 36-Jähriger wurde er von Papst Pius XII. zum Weihbischof in Pasto ernannt. Ab 1960 war er Bischof von Monteria und ab 1964 Bischof von Garzon-Neiva. 1975 machte ihn Papst Paul VI. zum Erzbischof im zentralkolumbianischen Manizales. Sechs Jahre lang war er zudem Präsident der kolumbianischen Bischofskonferenz.

Rodriguez steht im Kardinalskollegium mit Blick auf sein nahezu biblisches Alter nicht alleine da. Nur zwei Jahre jünger ist der emeritierte maronitische Patriarch von Antiochien mit Sitz im Libanon. Nasrallah Pierre Sfeir wird am 15. Mai 97 Jahre alt. Danach folgen der emeritierter baskische Kurienkardinal Roger Etchegaray (94), der französische Theologe und Jesuit Albert Vanhoye (93) und der ebenfalls 93-jährige Henryk Roman Gulbinowicz. Er ist emeritierter Erzbischof von Breslau in Polen. (bod/KNA)

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