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Weniger Kirchenaustritte in Österreich

Laut der aktuellen Kirchenstatistik haben 2015 nicht nur weniger Menschen die Kirche verlassen. Es gab auch mehr Priester. Sorgen bereitet dagegen die Entwicklung bei den Ordensfrauen.

Statistik | Wien - 11.01.2017

In Österreich ist die Zahl der Kirchenaustritte leicht gesunken. 2016 traten etwa 54.900 Menschen aus der Kirche aus, wie aus der am Dienstag von der Bischofskonferenz in Wien veröffentlichten Kirchenstatistik hervorgeht; im Vorjahr waren es 56.600. Das entspricht einem Rückgang von 3 Prozent.

Demnach zählte Österreich zum Stichtag 31. Dezember 5,16 Millionen Katholiken. Die Kirchenaustritte bewegen sich damit im Rahmen der vergangenen Jahre, abgesehen von 2010. Damals verließen im Zuge des österreichischen Missbrauchsskandals fast 86.000 Personen die Kirche.

Einnahmen steigen

Die sogenannten Kirchenbeitragseinnahmen, die in Österreich drei Viertel der kirchlichen Gesamteinnahmen ausmachen, steigerten sich 2015 auf gut 445 Millionen Euro (2014: 435 Millionen).

Die Anzahl der Priester stieg 2015 leicht auf 3.944 (2014: 3.898) – darin enthalten  sind auch die Ordenspriester. Die Zahl der Ordensbrüder ist wieder leicht auf 470 angewachsen. Ein Jahr zuvor waren es nur 455. Allerdings gibt es immer weniger Ordensfrauen. Laut amtlicher Statistik gab es 2015 3.882 Schwestern, 2014 waren es noch 4.073 und 2013 4.241 Frauen.

Zahl der Taufen bleibt stabil

5.265 Menschen wurden 2016 wieder oder neu in die Kirche aufgenommen; das sind 4 Prozent mehr als im Vorjahr (5.064). Für 2015 verzeichnet die Statistik rund 48.600 Taufen, ebenso viele wie 2014. Diese Zahl ist über den Zeitraum der vergangenen Jahre relativ stabil. (gho/KNA)

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