Bekannte Klöster: Von Andechs bis Weltenburg
Dossier

Bekannte Klöster: Von Andechs bis Weltenburg

Deutschlands Klosterlandschaft ist vielfältig: Ob im Norden, Süden, Westen oder Osten - überall in der Bundesrepublik sind Ordensgemeinschaften beheimatet. Katholisch.de stellt die bekanntesten und beliebtesten deutschen Klöster, ihre Geschichte und ihre Besonderheiten vor.

Das Öko-Kloster

Benediktinerabtei Plankstetten - Im Jahr 1129 beginnt die spannende Geschichte der Benediktinerabtei Plankstetten. Heute ist das Kloster mit seinen Öko-Produkten ein Vorzeigemodell für nachhaltiges Wirtschaften.

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Wechselvolle Geschichte

Abtei Himmerod - Die Zisterziensermönche der Abtei in der Eifel sind mit dem Gründer ihres Ordens aus einem bestimmten Grund sehr eng verbunden. Auch einen Romanautor zieht es immer wieder an diesen Ort.

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Vor imposanter Kulisse

Kloster Benediktbeuern - Als das Kloster Benediktbeuern vor knapp 1.300 Jahren gegründet wurde, hatte eine prominente Persönlichkeit die Finger im Spiel. Spektakulär auch der 1.800 Meter hohe Bergrücken im Hintergrund.

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Wellness für Körper und Seele

Kloster Arenberg - Massage und Yoga, Schwimmbad und Sauna – was man eher in einem Luxushotel vermutet, gehört im Kloster Arenberg zum Wellness-Konzept. Ein Besuch bei den Dominikanerinnen.

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Viel mehr als Bier

Kloster Andechs - "Unsere Tradition ist es, fortschrittlich zu sein; unseren Fortschritt verdanken wir einer großen Tradition": Leitsatz und Erfolgsrezept des bekannten Klosters, das mehr bietet, als nur bayerisches Bier.

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Besuchermagnet in der Vulkaneifel

Abtei Maria Laach - Das Benediktinerkloster liegt in der geologisch jüngsten Landschaft Deutschlands, der Vulkaneifel. Kunsthandwerk und Kräuterwissen werden hier ebenso gepflegt wie die Literatur.

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Im Zeichen der vier Türme

Abtei Münsterschwarzach - Die idyllische Lage zwischen kleinen Weinorten täuscht fast darüber hinweg, dass hier ein großer Orden mit vielen Betrieben angesiedelt ist. Bekanntestes Mitglied: Pater Anselm Grün.

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Donauidylle und Bierbrauerkunst

Abtei Weltenburg - Viele Klöster sind idyllisch gelegen, aber Donaudruchbruch bei Weltenburg ist wirklich atemberaubend. Es gibt aber noch mehr Gründe für einen Besuch der Abtei.

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"Tradition & Moderne"

Erzabtei Beuron - Die schöne Lage muss schon die Mönche vor 950 Jahren inspiriert haben. Seit dieser Zeit hat die Abtei kirchliche und weltliche Hausherren erlebt. Hier entstand übrigens ein berühmtes Messbuch.

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130 Jahre junges Kloster

Erzabtei Sankt Ottilien - Schon mal etwas von einem Feuerwehrmönch gehört? Wer wissen will, was dahinter steckt, sollte St. Ottilien besuchen. Auch Jugendgruppen fühlen sich in diesem Kloster besonders wohl.

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Ritter, Prunk und Klosterkäse

Kloster Ettal - Die Kirche des oberbayerischen Klosters Ettal beeindruckt mit goldenem Prunk. Hier befindet sich auch das Ziel tausender Pilger. Früher hatten in Ettal aber die alten Rittersleut das Sagen.

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Mystische Frauenpower

Kloster Helfta - 1229 gegründet und nahe der Lutherstadt Eisleben im heutigen Bistum Magdeburg gelegen, war das Kloster von jeher ein Ort starker Frauen. Im Mittelalter residierten hier bekannte Mystikerinnen.

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Kloster im Norden

Kloster Nütschau - Nütschau ist das nördlichste Benediktinerkloster Deutschlands. Die eher ungewöhnliche Lage geht mit einer besonderen Atmosphäre einher. Ein Ort der Einkehr und der Ökumene.

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Feuer, Wasser und die Reformation

Kloster St. Marienthal - Das Kloster ganz im äußersten Osten der Republik hat schon viel erlebt: Die Reformation, Brände und zuletzt das verheerende Neiße-Hochwasser. Gastfreundschaft wird hier großgeschrieben.

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Info

Als Kloster wird ein in sich abgeschlossenes Gebäude bezeichnet, das einer Gemeinschaft von Mönchen oder Nonnen Wohn- und Lebensraum bietet. Im weiteren Sinne gelten christliche Klöster als Niederlassungen von Ordensgemeinschaften. Je nach Ausrichtung der unterschiedlichen Ordensgemeinschaften wird ein Kloster als Abtei, Priorat, Propstei oder Kanonie, aber auch als Kartause, Konvent oder Kolleg bezeichnet. Allen gemeinsam ist eine einheitliche Lebensordnung. Die Abgeschiedenheit des Klosters von der Außenwelt ermöglicht der Ordensgemeinschaft die Konzentration auf ein geistliches Leben, das durch Ordensregeln bestimmt und von einem Ordensoberen bzw. einer Ordensoberin angeleitet wird. Der Begriff Kloster stammt von lateinisch claustrum und bedeutet „abgeschlossen“.

Das Klostergebäude ist im Idealfall ein geschlossenes Viereck mit einer Klosterkirche und daran anschließend drei Flügel mit Arbeits- und Wohnräumen. Der Kloster Mittelpunkt ist der Klosterhof, der von einem Kreuzgang umgeben ist. Die verschiedenen Gebäudeteile werden durch den Kreuzgang miteinander verbunden. Darüber hinaus ist der Klosterhof wichtiger Aufenthaltsort der Mönche bzw. Nonnen zum Beten und Lesen. Oft befindet sich im Kreuzgang ein Klostergarten oder ein Friedhof. Die Anordnung der Kloster Räume richtet sich nach den Aufgaben der Ordensgemeinschaft, die durch die Ordensregeln vorgegeben sind – insofern kann ein Kloster als „gebaute Ordnung“ bezeichnet werden. Weitere Bauten sind die Klosterkirche und je nach Größe der Klosteranlage Neben- und Wirtschaftsgebäude. Kontakte zur Außenwelt erfolgen für gewöhnlich über die Klosterpforte.

Das Klosterleben ist geprägt durch die monastische bzw. mönchische Lebensform. Der im Kloster vorgegebene Tagesrhythmus geht auf die ersten christlichen Klöster zurück, die im 4. Jahrhundert in Ägypten neben den schon vorhandenen Einsiedeleien entstanden sind. Ausschlaggebend für die Gründung von Klostergemeinschaften waren wirtschaftliche und pastorale Beweggründe. Ende des 4. Jahrhunderts gab es neben den Klöstern der östlichen Kirchengebiete auch zahlreiche Neugründungen in den Gebieten des Abendlandes. Das Zusammenleben der Mönche erforderte eigene Regeln: Die älteste abendländische Mönchsregel geht auf den Heiligen Augustinus zurück. Die bekannteste, für das gesamte Mönchstum maßgebende Mönchsregel ist die des Heiligen Benedikt: „Ora et labora“, das heißt: „Bete und arbeite“. Benedikt ergänzte seine Regel durch drei Klostergelübde: Armut, Keuschheit und Gehorsam. In der Praxis des Klosterlebens bedeutet dies Gebet, Stille und Einkehr in Abgeschiedenheit von der Welt, außerdem körperliche Arbeit, wissenschaftliches und geistliches Studium und die Gewährung von Gastfreundschaft. Zur Aufnahme in ein Kloster gehört eine entsprechende Prüfungszeit. Organisiert wird das Leben der klösterlichen Gemeinschaft durch einen Oberen, die einzelnen Mitglieder der Gemeinschaft sollen durch gegenseitige Achtung und Liebe das „eine Herz und die eine Seele“ in Gott werden (Apostelgeschichte 4,32). Die lebenslange Bindung der Mönche bzw. Nonnen an ihr Kloster war und ist Voraussetzung für den Fortbestand der Klöster.

Im Mittelalter waren Klöster für Kirche und Gesellschaft unverzichtbar. Vor allem ihre Wirtschaftskraft und kulturelle Leistungsfähigkeit wurde von den weltlichen Herrschern, wie z.B. den Landesherren in deren eigenem Interesse gefördert. Die Aufgaben eines Klosters waren vielfältig: sie umfassten die Fürsorge für Kranke und die Einrichtung von Klosterapotheken, die Betreibung von Landwirtschaft, Handel und Handwerk sowie die Unterhaltung klostereigener Schulen und die Beschäftigung mit den Wissenschaften. Ohne die Klöster in ihrer Funktion als Kultur- und Bildungszentren und Wirtschaftsunternehmen ist die Geschichte des Abendlandes nicht denkbar. Mit der Veränderung der Gesellschaft konzentrierten sich die Klöster wieder auf Gebet und Liturgie, Mission und Seelsorge, Schule, Kunst und Wissenschaft.

Gegenwärtig ist das Klosterleben im klassischen Sinne wenig attraktiv, vielen Ordensgemeinschaften fehlt der Nachwuchs. Dennoch üben Klöster nach wie vor eine besondere Faszination auf viele Menschen aus: „Tage im Kloster“ und vielfältige spirituelle Angebote versuchen klösterlichem Leben eine neue Aufmerksamkeit zu ermöglichen.

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