Die zehn schönsten Trausprüche

Die Hochzeit steht an. Doch welcher Trauspruch ist der passende? In der Heiligen Schrift geht es an vielen Stellen um die Liebe. Wir haben unsere zehn Favoriten zusammengestellt.

Ehe | Bonn - 14.02.2017

Die Suche nach dem perfekten Trauspruch kann lange dauern. Doch dieser Artikel bietet Unterstützung, bei der sonst so stressigen Hochzeitsvorbereitung.

1. Ich werde für immer bei dir bleiben!

Rut 1, 16-18: Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, sterbe auch ich, da will ich begraben sein. Der Herr soll mir dies und das antun – nur der Tod wird mich von dir scheiden.

In keiner Liebeserklärung darf diese Stelle fehlen. Im jüdischen Kanon des Alten Testaments steht das Buch Rut unter den "Fünf Festrollen". Im ersten Kapitel kehrt Rut, die spätere Urgroßmutter des Königs David, trotz Widerstand mit ihrer Schwiegermutter nach Bethlehem zurück. Anders als der Vers vermuten lässt, bezieht er sich nicht auf die Liebe einer Frau zu ihrem Mann, sondern zu dessen Familie in Persona seiner Mutter Noomi. Für Liebesbriefe oder Trausprüche sind diese Zeilen dennoch immer empfehlenswert.

2. Es passiert etwas Großes!

Psalm 85,11: Es begegnen einander Huld und Treue; Gerechtigkeit und Friede küssen sich.

Als Bitte um Frieden und Gerechtigkeit steht dieser Vers im Buch der Psalmen. Gottes Hilfe ist nah und dann wird es für alle gut werden. Die Sammlung aus Liedern und Gebeten des Gottesvolkes Israel ist menschlicher Ausdruck einer Gotteserfahrung. Das Buch der Psalmen wird am häufigsten aus sämtlichen alttestamentlichen Texten im Neuen Testament zitiert.

3. Die Liebe ist stärker als alles!

Hoheslied 8, 7-8: Mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen, auch Ströme schwemmen sie nicht hinweg. Böte einer für die Liebe den ganzen Reichtum seines Hauses, nur verachten würde man ihn.

Das Hohelied  in der Bibel liest sich in den ersten Versen nicht unbedingt wie ein religiöses Schriftstück. Es geht auf die erotisch-sexuelle Liebe zwischen Mann und Frau ein. Im oben genannten Vers überwindet die Liebe scheinbar den Tod. Und jeder Verliebte wird sich wohl in diesen Worten wiedererkennen.

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Die "zehn guten Gründe für die Ehe" wollen einen Eindruck davon vermitteln, welche Tragweite dieser Bund fürs Leben hat. Als kurze Thesen erläutern sie das katholische Verständnis der Ehe als Sakrament.

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4. Wir bleiben für immer zusammen!

Matthäus 19,6: Sie sind aber nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was aber Gott verbunden hat, darf der Mensch nicht trennen.

Dieser Vers des Matthäusevangeliums nimmt Bezug auf der Erschaffung von Mann und Frau im Buch Genesis: "Darum verlässt der Mann Vater und Mutter und hängt seiner Frau an und sie werden ein Fleisch." Die Worte des Evangelisten Matthäus "Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen" werden außerdem bei der Bestätigung der Vermählung einer katholischen Trauung nach dem Vermählungsspruch und vor dem Trausegen durch den Priester wiedergegeben.

5. Die Liebe steht an erster Stelle!

Römer 13,8: Niemandem bleibt etwas schuldig, außer der gegenseitigen Liebe! Wer den andern liebt, hat das Gesetz erfüllt.

Der Römerbrief des Apostels Paulus ist wohl der früheste Beweis für eine wachsende christliche Gemeinde in Rom. Diese ersten Christen lebten zu dieser Zeit in eigenen Hausgemeinschaften. Die Worte des Apostels beinhalten Weisungen für das Leben in diesen Urgemeinden in Bezug auf das Evangelium. Die Liebe ist laut Paulus die Erfüllung des Gesetzes im Rahmen der zehn Gebote. Denn im Satz Jesu "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" sind alle Gebote zu einem zusammengefasst. Und wer sich täglich an diesen Vers erinnert, kann in seiner Beziehung auch schlechte Tage überstehen.

6. Meine Liebe ist bedingungslos!

1 Kor 16,14: Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe.

Der Korintherbrief beinhaltet eine ganze Sammlung an Weisungen für die und Weisheiten in der Liebe. Dort finden die meisten Paare auch den Trauspruch für ihren schönsten Tag, der sie ein Leben lang begleiten wird. Wir lassen die folgenden Verse für sich sprechen:

1 Kor 13,2: Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts.

1 Kor 13,4: Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig, Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf.

1 Kor 13,7: Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.

1 Kor 13,8: Die Liebe hört niemals auf. Prophetisches Reden hat ein Ende, Zungenrede verstummt, Erkenntnis vergeht.

1 Kor 13,13: Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.

Bibelclouds aus dem Hohelied im Alten Testament.
Die "Bibelclouds" von Martin Wolters sind Wolken aus den Wörtern, die am häufigsten in einem bestimmten Text vorkommen, hier aus dem Hohelied im Alten Testament.
 KNA

7. Liebe heißt verzeihen!

Kolosser 3,13: Ertragt einander und vergebt einander, wenn einer dem anderen etwas vorzuwerfen hat! Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Vor allem bekleidet euch mit der Liebe, die das Band der Vollkommenheit ist!

Und wenn es in der Beziehung doch einmal kriselt, empfiehlt sich dieser Vers aus dem Kolosserbrief. Der Apostel Paulus gibt hier Ratschläge an die Gemeinde Kolossä im westlichen Kleinasien. Er betont in seinem gesamten Brief die Einzigartigkeit Christi und in diesem Absatz das Leben mit den Lehren des Gottessohns.

8. Wir bleiben zusammen – auch in schlechten Zeiten!

1 Petr 4,8: Vor allem haltet beharrlich fest an der Liebe zueinander, denn die Liebe deckt viele Sünden zu.

Auch hier gibt es einen Ratschlag des Apostels Petrus für schwierige Zeiten. Denn die Liebe "erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand" (1 Kor 13,7).

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Der Valentinstag am 14. Februar wird oft mit dem Verschenken von Blumen, Schokolade und Schmuck verbunden. Dabei gibt es am "Tag der Verliebten" im Bistum Würzburg auch viele pastorale Angebote.
 Internetredaktion der Diözese Würzburg

9. Liebe mit Gott …

1 Joh 4, 16b: Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt mit ihm.

Im Johannesbrief wird der Halt an das Liebesgebot und an die Lehren Jesu deutlich. Die Liebe zwischen zwei Menschen schließt immer einen Dritten, nämlich Gott, mit ein. Die Orientierung an der Liebe und damit an Gott vollendet somit den Glauben eines jeden Menschen.

10. Wer liebt, kennt keine Furcht.

1 Joh 4, 18: Furcht gibt es in der Liebe nicht, sondern die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht. Denn die Furcht rechnet mit Strafe, wer sich aber fürchtet, ist nicht vollendet in der Liebe.

Und wer liebt, der muss auch nichts fürchten. Die Liebe überwindet alles. Immer.

Von Julia Martin

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