Erste orthodoxe Diakoninnenweihe in der Neuzeit

Diakoninnen haben in den östlichen Kirchen Tradition. Seit Hunderten von Jahren wurden jedoch keine Frauen geweiht. Das hat sich nun geändert: Im Kongo gibt es jetzt die erste "Missionsdiakonin".

Orthodoxie | Bonn - 23.02.2017

Erstmals in der Neuzeit wurde in der orthodoxen Kirche eine Diakonin geweiht. Der Patriarch von Alexandria, Theodoros II., hat in der Demokratischen Republik Kongo eine Frau zur "Missionsdiakonin" geweiht, wie das Patriarchat auf seiner Webseite mitteilt. Im Rahmen eines Gottesdienstes in Kolwezi habe der Patriarch am vergangenen Freitag eine Katechetin konsekriert. Außerdem seien drei Nonnen und zwei Katechetinnen beauftragt worden, bei Erwachsenentaufen und Eheschließungen zu assistieren.

Das Patriarchat weist darauf hin, dass dies Art von Weihen erstmals in der Geschichte gespendet worden seien. Welche Stellung und welche Vollmachten damit verbunden sind, ist zur Stunde noch nicht bekannt. Im November 2016 hatte die Synode des Patriarchats von Alexandria beschlossen, die Einführung einer Diakoninnenweihe zu prüfen. Auf der Frühjahrssynode 2017 sollte das Ergebnis einer Kommission aus drei Bischöfen geprüft werden.

Das Griechisch-Orthodoxe Patriarchat von Alexandrien und ganz Afrika steht in der Tradition des drittbedeutendsten Patriarchats der Alten Kirche. Der Evangelist Markus wird als Gründers des Patriarchates von Alexandrien angesehen. Es stellt mit etwa 250.000 Gläubigen in Ägypten und anderen Staaten Afrikas eine Minderheit dar und wird von Patriarch Theodoros II. geleitet. In Alexandrien sind auch das Patriarchat der koptisch-orthodoxen Kirche und das Patriarchat der mit Rom in Gemeinschaft stehenden koptisch-katholischen Kirche ansässig. (fxn/rom)

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