Franziskus "überglücklich" über Treffen mit Kyrill I.
"Ich habe lediglich gesagt, ich möchte meine orthodoxen Brüder treffen und umarmen. Das war alles", so der Papst dem Bericht zufolge. Das übrige sei "von tüchtigen Bischöfen" vorbereitet worden, auf orthodoxer Seite von Metropolit Hilarion. Der Durchbruch sei innerhalb von zwei Wochen erfolgt. Wer die Gesprächspartner des Papstes bei der Begegnung in dem Gästehaus Santa Marta waren, schreibt die Mailänder Tageszeitung nicht.
Franziskus: Mauern sind vergänglich
Es sei nötig, Brücken zu bauen, nicht Mauern, betonte der Papst laut Bericht. Der Bau der Brücke zur Orthodoxie sei das Ergebnis einer geduldigen Dialog-Stategie. Man müsse Schritte für Schritt aufeinanderzugehen, bis man der anderen Seite die Hand geben könne. "Brücken sind beständig, Mauern nicht; sie scheinen uns zu verteidigen, aber trennen uns stattdessen nur. Sie sind dazu bestimmt, zu fallen, nicht errichtet zu werden." Ausdrücklich verwies Franziskus auf die Mauer von Berlin. "Sie schien ewig, und stattdessen ging sie an einem Tag unter".
Zuversichtlich äußerte sich Franziskus dem Corriere-Bericht zufolge über den Umgang der Europäer mit der Flüchtlingskrise. Zunächst seien sie ängstlich und skeptisch gewesen, letztlich würden sie sich jedoch darüber freuen. (KNA)