Medien: Kärntner Bischof soll nach Sankt Pölten

Vor über zwei Jahren hat Bischof Klaus Küng seinen altersbedingten Rücktritt angeboten. Doch der Papst will den St. Pöltener im Amt sehen, bis ein Nachfolger gefunden ist. Laut dem "Kurier" wird dieser morgen ernannt.

Österreich | Wien - 16.05.2018

Der Kärntner Bischof Alois Schwarz (65, links im Bild) soll neuer Diözesanbischof von Sankt Pölten werden. Wie die Tageszeitung "Kurier" Mittwochfrüh auf ihrem Internetportal unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, soll Schwarz, der seit 2001 Bischof der Diözese Gurk-Klagenfurt ist, von Papst Franziskus zum Nachfolger von Bischof Klaus Küng (77, rechts im Bild) ernannt werden.

Der seit 2004 in St. Pölten amtierende Küng hatte bereits an seinem 75. Geburtstag im September 2015 gemäß dem Kirchenrecht dem Papst seinen altersbedingten Rücktritt angeboten. Dieser wurde damals "nunc pro tunc" ("jetzt für später") bis zur Regelung der Nachfolge durch den Vatikan angenommen. Küng war Nachfolger des umstrittenen Bischofs Kurt Krenn (1936-2014), der nach einem Skandal im Bistum vom Vatikan zum Rücktritt gedrängt wurde.

Schwarz gilt als Förderer einer pfarreiübergreifenden Zusammenarbeit

Nach "derzeitigem Informationsstand" werde der Heilige Stuhl am Donnerstag um 12 Uhr die Ernennung des neuen Bischofs bekannt geben, teilte die Diözese St. Pölten am Mittwoch auf ihrer Website in einer Reaktion auf den Medienbericht mit, allerdings ohne den Namen des künftigen Bischofs zu nennen.

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Schon vor über zwei Jahren hat Klaus Küng das Ruhestandsalter erreicht. Doch Papst Franziskus lässt den St. Pöltener Bischof noch nicht aus dem Amt. Nun ruft das Bistum die Gläubigen zum Gebet auf. (Artikel vom April 2018)

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Schwarz gilt als Förderer einer pfarreiübergreifenden Zusammenarbeit, etwa in Form von Pfarrverbänden, aber Gegner von Pfarrauflösungen. Immer wieder betonte er in den vergangenen Jahren, dass er Pfarren als "zentralen Erfahrungsort von Kirche" und Ort der "Gemeinschaft der Gläubigen" schätze.

Große Anliegen sind Schwarz unter anderem die seit 2004 bestehende Diözesanpartnerschaft von Gurk-Klagenfurt mit der Erzdiözese Sarajewo, die Ökumene sowie der Dialog mit dem Islam. Auch das Thema "Ethik und Wirtschaft" gehört zu den Schwerpunkten des Bischofs.

In der Österreichischen Bischofskonferenz ist Bischof Schwarz für Fragen von Pastoral und Evangelisierung, sowie für Sozial-, Wirtschafts- und Umweltfragen verantwortlich. Außerdem fungiert er als "Sportbischof" und gehört der Finanzkommission der Bischofskonferenz an. (KNA)

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