Mitten in unserer Welt

Für die Brüder der "Gesellschaft des Göttlichen Wortes" und die "Dienerinnen des Heiligen Geistes" sind ihre Namen Programm. Bekannt sind sie jedoch unter dem Namen des Ursprungsortes des Missionsordens.

Steyler MissionarInnen | Bonn - 06.01.2015

Die Steyler Missionare und Missionarinnen setzen sich weltweit für benachteiligte Menschen ein. Die Brüder und Priester der "Gesellschaft des Göttlichen Wortes" und die Schwestern der "Dienerinnen des Heiligen Geistes" betrachten ihren Namen als Programm: "Wir folgen dem Beispiel Jesu und setzen uns für das Leben ein; besonders dort, wo es bedroht und unterdrückt ist."

Mehr als 130 Jahre nach der Gründung gehören rund 6.100 Steyler Missionare und 3.500 Missionsschwestern zu den beiden Orden. Zusammen mit den Steyler Anbetungsschwestern, die deutlich weniger Mitglieder haben, bilden die beiden Kongregationen die Steyler Ordensfamilie.

1875 zog der Priester Arnold Janssen in den niederländischen Grenzort Steyl bei Venlo, um ein Ausbildungshaus und einen Orden für deutsche Missionare zu gründen. Wegen des Kulturkampfes zwischen Kirche und Staat war das auf deutschem Boden zur damaligen Zeit nicht möglich.

Mission direkt vor der Haustür

Noch im selben Jahr wurde das erste Missionshaus in Steyl eingeweiht und der Männerorden mit der lateinischen Bezeichnung die "Societas Verbi Divini" (Ordenskürzel: SVD) gegründet. Am 8. Dezember 1889 folgte die Gemeinschaft der Dienerinnen des Heiligen Geistes, "Servarum Spiritus Sancti" (Ordenskürzel: SSpS), die Arnold Janssen mit Schwester Maria (Helena Stollenwerk) und Schwester Josefa (Hendrina Stenmans), ins Leben rief. Von Steyl breitete sich die Gemeinschaft rasch aus. Bald gab es Niederlassungen in Argentinien, Togo und Papua Neuguinea.

Mission heißt für die Steyler Missionare und Missionarinnen nicht nur zu geben, sondern auch zu empfangen. "Missionsräume" finden sie nicht nur in Übersee, sondern auch direkt vor der Haustür. Ihre Ziele sind es, Orientierung im Glauben zu geben, sich für eine gerechte Welt und ein friedliches Zusammenleben der Kulturen einzusetzen und dabei die Verlierer der globalen Gesellschaft zu unterstützen. Das spiegelt sich in ihrem Engagement wider. Die sogenannte Missionsprokur dient als Servicestelle für die Missionare im Ausland, unterstützt die Mission finanziell und informiert über Projekte und Entwicklungen in Missionsländern. Das Missionssekretariat dient als Sprachrohr der Missionare, indem es aktuelle globale Themen publik macht.

Missionarin auf Zeit

Die Steyler Missionare und Missionarinnen setzen sich ein für Migranten, für wohnungs- und arbeitslose Menschen, für Alte und für Häftlinge. Auch die Gemeinden unterstützen sie mit Glaubensgesprächen, Exerzitien im Alltag und Meditationsgottesdiensten. Genauso sind sie in der Schule präsent: als Lehrerinnen, bei Schulend- und Besinnungstagen sowie bei Exerzitien und Bibelwochenenden. Spannend für junge Gläubige ist das Projekt "MissionarInnen auf Zeit": 18- bis 35-Jährige mit guten Sprachkenntnissen gehen in die Mission, um Leben und Glauben mit Menschen anderer Kulturen zu teilen.

Die Steyler Missionare und Missionarinnen glauben daran, dass Gott lebendig ist mitten in unserer Welt. Das versucht jede(r) Einzelne mit den ganz eigenen Fähigkeiten und Begabungen zu beweisen.

Steyler Missionare

Steyler Missionsschwestern

Von Sascha Stienen und Gabriele Höfling

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