Weltweit für die Jugend

"Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen." Dieses berühmte Zitat von Don Bosco spiegelt seinen Erziehungsstil wider. Er hat eine der größten katholischen Männerordensgemeinschaften der Welt etabliert.

Salesianer Don Boscos | Bonn - 06.01.2015

Er gilt als Lehrer der Jugend und hat eine der größten katholischen Männerordensgemeinschaften der Welt etabliert. Mit 17 Mitarbeitern gründete der heilige Johannes Bosco (1815-1888) einst die Salesianer Don Boscos (SDB), heute gehören der Ordensgemeinschaft 16.000 Mitglieder an. In 132 Ländern setzen sie sich für Kinder und Jugendliche ein. In Deutschland sind es heute rund 30 Niederlassungen mit 280 Salesianern Don Boscos und 2.000 angestellten Mitarbeitern.

"Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen." Dieses berühmte Zitat von Don Bosco spiegelt seine erzieherische Grundhaltung. Sein Erziehungsstil gründete auf Liebenswürdigkeit, Vernunft und dem gelebten Glauben.

Johannes Bosco wird 1815 in einem armen Dorf nahe Turin geboren. Mit neun Jahren lernt er bei einem Kaplan Lesen und Schreiben. In dieser Zeit hat er einen einschneidenden Traum: Johannes sieht raufende Jungen und hört eine Stimme: "Nicht mit Schlägen, sondern mit Güte wirst du sie zu Freunden gewinnen." Dieser Grundgedanke wird seine spätere Pädagogik bestimmen. Schon als Junge gibt er im Dorf kunstfertige Zaubervorstellungen und wiederholt zwischendurch die Predigt aus dem Gottesdienst.

Straßenjungen lernen Lesen und Schreiben

Mit 20 Jahren tritt Johannes Bosco ins Priesterseminar ein, ein paar Jahre später wird er geweiht und geht als Priester nach Turin. Dort kümmert er sich um Straßenjungen, bringt ihnen Lesen, Schreiben und den Katechismus bei. Im März 1846 sind es schon 400 Jugendliche. Bosco gründet ein Heim für junge Menschen und Arme unter dem Schutz des heiligen Franz von Sales. Später gründet er zudem Lehrwerkstätten, 1859 ruft er die "Gesellschaft des heiligen Franz von Sales" ins Leben, die späteren Salesianer Don Boscos.

Mit Maria Dominika Mazzarello eröffnet er das Institut der Töchter Mariens (die heutigen Don-Bosco-Schwestern), und er gründet die Vereinigung der Salesianischen Mitarbeiter zur Unterstützung des Erziehungswerkes für die Jugendlichen. Als Johannes Bosco 1888 in Turin stirbt, gibt es bereits 773 Salesianer und 276 Novizen in 58 Niederlassungen.

Heute ist der Orden weltweit tätig, in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Afrika. Zu den Aufgaben gehören die Jugendsozialarbeit in Tageseinrichtungen, Hausaufgabenbetreuung sowie Hilfen für lernschwache Schüler und Menschen mit Behinderung. Die Salesianer engagieren sich zudem in der Schul- und Hochschulbildung, geben Hilfen zur Erziehung und beraten Jugendliche. Und auch in der Pfarrseelsorge gilt die Jugendarbeit als Schwerpunkt.

Vermittlung interkultureller Kompetenzen

Getragen vom Geiste Don Boscos leisten die Ordensleute in 132 Ländern Jugendarbeit mit dem Ziel, die weltweite Solidarität zu fördern. Durch die Organisation von interkulturellen Jugendbegegnungen versucht der Orden, Vorurteile in den Köpfen junger Menschen abzubauen. In Freiwilligendiensten können sich junge Männer und Frauen für Jugendliche einsetzen.

Die zentrale Missionsprokur der Salesianer in Bonn koordiniert weltweit die Hilfsprojekte und entscheidet über die Förderung von Programmen. Schwerpunkt sind Hilfen für Straßenkinder, soziale Maßnahmen in Elendsvierteln, die Ausbildung arbeitsloser Jugendlicher, der Bau von Waisenhäusern sowie die Förderung geistlicher Berufe. Don Boscos Saat geht auch heute noch auf.

Salesianer Don Boscos

Von Sascha Stienen

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