Papst: Ehe gründlicher vorbereiten

Brautleute sollten sich gründlicher auf ihre Hochzeit vorbereiten, fordert Papst Franziskus. Damit die Zahl nichtiger oder unbeständiger Ehen reduziert werden könne, müsse etwas wiederentdeckt werden.

Familie | Vatikanstadt - 21.01.2017

Papst Franziskus fordert von Brautleuten eine gründlichere Vorbereitung auf die Ehe. Sie müssten wiederentdecken, was Ehe und Familie nach dem Plan Gottes bedeuten, sagte er am Samstag im Vatikan. Der Bedeutungsverlust religiöser Werte und ewiger Wahrheiten wirke sich auch auf die Ehe aus.

Es brauche ein "neues Katechumenat", das zu diesem Sakrament hinführe, so der Papst. So könne die Zahl nichtiger oder unbeständiger Eheschließungen reduziert werden. Franziskus äußerte sich vor Richtern der Römischen Rota. Das zweithöchste Gericht der katholischen Kirche befasst sich hauptsächlich mit Ehenichtigkeitsverfahren.

Viele glaubensferne Leute durch Trauung wieder ansprechbar

Die kirchliche Bindung von Brautpaaren sei heute sehr unterschiedlich ausgeprägt, erklärte Franziskus weiter. Einige engagierten sich in ihrer Kirchengemeinde; andere hingegen seien nur in einem allgemeinen Sinn religiös oder hätten sich vom Glauben entfernt. Wenn sich aber der Termin der Trauung nähere, seien auch viele glaubensferne junge Leute wieder ansprechbar für die christliche Botschaft. Sie seien bereit, die bisherige Ausrichtung ihres Lebens zu überdenken und zu ändern.

Diese Chance müsse die Kirche nutzen, um ihnen die Person Christi, die Botschaft des Evangeliums und die Lehre der Kirche zu verkünden, so Franziskus. Dazu müssten auch spezielle Seelsorger ausgebildet werden. - Die Forderung nach einer besseren Ehevorbereitung hatten auch die beiden Weltbischofssynoden zu Ehe und Familie 2015 und 2014 formuliert. (KNA)

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