Papst Leo XIV. hat die Todesstrafe als "unzulässig" bezeichnet. Auf der Plattform X postete er am Samstag folgende Sätze: "Die Todesstrafe ist unzulässig, da sie die Unverletzlichkeit und Würde des Menschen verletzt. Das Gemeinwohl kann geschützt und den Anforderungen der Gerechtigkeit kann Rechnung getragen werden, ohne auf die Todesstrafe zurückzugreifen: Es wurden wirksame Haftsysteme entwickelt, die die Bürger schützen, den Schuldigen aber gleichzeitig die Möglichkeit zur Resozialisierung nicht vollständig nehmen."
Auf aktuelle Fälle aus den USA nahm der Papst nicht explizit Bezug. Zuvor hatte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin am Rand einer Veranstaltung in Rom vor Journalisten gesagt: "Es ist wirklich unverständlich, dass man dieses System heutzutage noch anwenden will, ich weiß nicht, zu welchem Zweck", so Parolin.
Mit Blick auf die Ankündigung der US-Regierung, die Hinrichtung eines mehrfachen Mörders öffentlich zu zeigen, fügte er hinzu: "Sicherlich ist es nicht akzeptabel, dass der Tod zur Show gemacht wird; auch wenn die Person natürlich schuldig ist, gibt es doch andere Möglichkeiten." Zuvor hatte auch der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz, Erzbischof Paul S. Coakley, die geplante Live-Übertragung der Hinrichtung als "barbarisch" verurteilt. (KNA)