Der Erzbischof Stefan Heße hat die geplante Live-Übertragung einer Hinrichtung in den USA scharf kritisiert. "Da kann man sich ja nur an den Kopf fassen", sagte Heße am Samstag in Hamburg. Die Diskussion habe mit dem Frieden, den die Welt brauche, überhaupt nichts zu tun, so der Erzbischof am Internationalen Tag gegen die Todesstrafe.
Hintergrund sind Pläne in den USA, die Hinrichtung des früheren Militärpsychiaters Nidal Hasan per Livestream zu übertragen. Hasan war wegen des Angriffs auf den Militärstützpunkt Fort Hood im Jahr 2009 zum Tod verurteilt worden. Bei dem Angriff wurden 13 Menschen getötet.
Heße äußerte sich in einer Predigt im Sankt-Marien-Dom anlässlich der Bischofsweihe des neuen Weihbischofs Johannes Zehe. Der Erzbischof rief Zehe dazu auf, als Bischof ein Bote des Friedens zu sein. Dieser Dienst gelte nicht nur innerkirchlich, sondern auch in der Gesellschaft. Ein Bischof sei zu allen Menschen gesandt, so Heße. (KNA)