Kalenderblatt

Kornelius

Während heute viele Menschen austreten, weil sie die Kirche zu streng finden, war es in der Antike genau umgekehrt: Regelmäßig wurde der Großkirche vorgeworfen, sie sei zu lasch. Dieses Urteil ereilte auch Kornelius (gest. 253), der 251 zum Bischof von Rom gewählt worden war. In der Zeit der Christenverfolgung existierten praktisch drei Gruppen von Gläubigen: Zunächst die Glücklichen, welche einfach nicht entdeckt wurden. Zweitens die standhaften Märtyrer. Und drittens die Abgefallenen, welche den heidnischen Göttern geopfert hatten, um ihr Leben zu retten. Durften Gemeinden reuevolle Abgefallene wieder aufnehmen? "Ja!", glaubte Kornelius und nahm dafür sogar eine Kirchenspaltung in Kauf. Die römische Synode im Herbst 251 bestätigte seine milde Haltung. Kurz darauf ging Kornelius wegen einer erneuten Christenverfolgung ins Exil, wo er 253 starb. Sein Gedenktag am 14. September erinnerte an die Niederlegung seiner Gebeine und wurde später wegen des Fests der Kreuzerhöhung auf den 16. September verschoben. 

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Weltweiter synodaler Prozess

Weltweiter synodaler Prozess

Papst Franziskus hat 2021 die gesamte katholische Kirche auf einen weltweiten synodalen Prozess geschickt. In mehreren Stufen von den Pfarreien über die Diözesen und die Bischofskonferenzen bis zum Vatikan sollten die Gläubigen und ihre Bischöfe beraten, welche Reformen die Kirche braucht. Bei der Bischofssynode "Für eine synodale Kirche – Gemeinschaft, Teilhabe und Mission" beraten in zwei Sitzungen im Herbst 2023 und im Herbst 2024 die Bischöfe, Kleriker, Ordensleute und Laien über die Eingaben des Prozesses. Bei dieser Synode dürfen zum ersten Mal auch Frauen abstimmen.
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Ein AfD-Plakat vor einer Kirche

Die Kirche und die AfD

Seit der Gründung der AfD im Jahr 2013 war das Verhältnis zwischen der Partei und der katholischen Kirche distanziert. Im Zuge der zunehmenden Radikalisierung der AfD ist die Kirche seither immer stärker auf Distanz gegangen. Im Februar 2024 hat sie die Partei schließlich als für Christen "nicht wählbar" bezeichnet.
Thema
Missbrauch

Missbrauch

2010 wurde erstmals eine größere Zahl von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche in Deutschland bekannt. Seitdem bemüht sich die Kirche um eine Aufarbeitung der Geschehnisse. Bei ihrer Vollversammlung veröffentlichten die deutschen Bischöfe am 25. September 2018 eine Studie, die die Missbrauchsfälle im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz zwischen 1946 und 2014 dokumentiert.