Kalenderblatt

Pulcheria

Religion oder Politik? Das ließ sich am Kaiserhof der oströmischen Prinzessin Pulcheria (399-453) nicht trennen. Nach dem Tod ihres Vaters Kaiser Arcadius übernahm sie als älteste Schwester die Aufsicht über ihren minderjährigen Bruder Theodosius, der noch als Kind zum Kaiser gekrönt worden war. Um fremde Ansprüche auf den Thron auszuschließen, gelobte Pulcheria ewige Jungfräulichkeit. Mit dem Ehrentitel "Augusta" war sie die faktische Kaiserin des oströmischen Reiches. Doch mit dem zunehmenden Alter ihres Bruders schwand Pulcherias Einfluss, bis sie schließlich nach Jerusalem verbannt wurde und in klösterlicher Einsamkeit leb-te. Als Theodosius aber 450 unerwartet bei einem Unfall starb und keinen Thronfolger hinter-ließ, kam Pulcherias zweite Chance: Sie heiratete den neuen Kaiser Markian, mit dem sie auf-grund ihres Gelübdes eine demonstrativ enthaltsame Ehe führte. Als Herrscherin zeigte sich Pulcheria feindselig gegenüber Juden, Heiden und allen Christen, die sie für Häretiker hielt. Gleichzeitig rühmte das Volk sie für ihre Armenfürsorge und Kirchenstiftungen. Aus Sorge um den "rechten Glauben" lud Pulcheria 451 sogar ihren Verbündeten Papst Leo I. zum wegweisen-den Konzil von Chalcedon ein. Sowohl die lateinische als auch die orthodoxe Kirche verehrt Pulcheria als Heilige. 

Das Bild zeigt die Hagia Sophia im heutigen Istanbul.

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Die Kirche und die AfD

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Benedikt XVI. im Porträt

Benedikt XVI.

Von 2005 bis 2013 war Joseph Ratzinger als Benedikt XVI. das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Seit seinem historischen Rücktritt lebte der emeritierte Papst weitgehend zurückgezogen im Vatikan. An Silvester 2022 ist er mit 95 Jahren verstorben.
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Missbrauch

Missbrauch

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