Benedikt XVI.: Großer Theologe – aber tragischer Papst?
Aufgekreuzt - 09.03.2026 (00:32:25)

Benedikt XVI.: Großer Theologe – aber tragischer Papst?

Nach dem Tod des emeritierten Papstes Benedikt XVI. tönten Rufe nach einer schnellen Heiligsprechung. Warum es aber auch tragische Seiten am Wirken von Benedikt XVI. gibt, bespricht Host Gabriele Höfling mit dem Wiener Dogmatiker Jan-Heiner Tück.
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John Ogilvie

John Ogilvie

Kein Ort ist wie die Heimat – auch John Ogilvie (um 1580-1615) zog es trotz aller Gefahren zurück nach Schottland. Der Sohn einer reformierten Adelsfamilie verließ bereits als Jugendlicher für seine Ausbildung die britische Insel. John studierte an verschiedenen europäischen Hochschulen, darunter auch an der deutschen Universität Helmstedt. In dieser Zeit lernte er die Jesuiten kennen – und ihren Glauben lieben. Nach Aufenthalten in verschiedenen Jesuitenkollegs trat John zum Katholizismus über und bat um Aufnahme in den Orden. Ende 1610 wollte der gerade zum Priester Geweihte unbedingt in seine Heimat zurückkehren, um den dort verfolgten Katholiken beizustehen. Seine Ordensoberen aber lehnten ab: Die Mission sei viel zu gefährlich. Erst drei Jahre später erteilte der Generalobere Pater Aquaviva John die Erlaubnis, nach Schottland zu reisen. Verkleidet als Pferdehändler überlistete John die strengen Einreisekontrollen und zog ein Jahr durch das Land. Im Untergrund feierte er die Messe, spendete die Sakramente und besuchte gefangene Katholiken. Schließlich aber wurde John verraten und selbst gefangen genommen: Trotz monatelanger Folter weigerte er sich, die Namen anderer Katholiken zu verraten. Weil er auch seinem katholischen Glauben nicht abschwören wollte, wurde John am 10. März 1615 in Glasgow öffentlich gehängt. Papst Paul VI. sprach ihn 1976 heilig.


Auf dem Foto sieht man die Flagge Schottlands. 

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