Kalenderblatt

Matthäus

Dass Jesus sich nicht gerade mit den gesellschaftlich Angesehensten umgab, ist bekannt. Besonders verhasst waren seinen Zeitgenossen Zöllner, denn diese Kollaborateure trieben für Rom Steuern ein und pressten dafür ihre eigenen Landsleute aus. Ausgerechnet so jemand zählte auch zum Schülerkreis Jesu: Im Markus- und Lukasevangelium heißt er Levi (vgl. Mk 2,13–17, Lk 5,27–32), im Matthäusevangelium hingegen Matthäus (vgl. Mt 9,9–13). Auf Jesu Ruf hin habe sich dieser Zöllner bekehrt und sei ihm nachgefolgt. Über seinen Verbleib nach Ostern existieren nur außerbiblische Legenden. War er also der Verfasser des gleichnamigen Evangeliums? Diese Meinung vertrat bereits Bischof Papias von Hierapolis (gest. um 135). Die vermeintlich "apostolische" Herkunft verlieh dem Text besonderen Einfluss und machte es zu dem Evangelium der Alten Kirche. Bis in die frühe Neuzeit galt es als das älteste Evangelium und steht darum bis heute an der ersten Stelle des neutestamentlichen Kanons. Weil in der Tradition nicht zwischen dem Zöllner und dem Evangelisten unterschieden wurde, haben sich verschiedene Attribute zu Matthäus etabliert: Mensch oder Engel symbolisieren den Evangelisten, während Gegenstände wie Beutel oder Zahlbrett auf den Steuereintreiber verweisen. Ganz hinter sich gelassen hat Matthäus sein Zollhaus bis heute nicht: Er gilt als Patron der Finanzbeamten. 

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Papst Leo XIV steigt aus dem Flugzeug

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Als Oberhaupt der katholischen Kirche besucht Papst Leo IXV. wie schon sein Vorgänger regelmäßig andere Länder. Diese Themenseite bündelt die Berichterstattung von katholisch.de zu den Reisen des Heiligen Vaters.
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Papst Leo XIV. winkt lächelnd im September 2025 auf dem Petersplatz im Vatikan.

Papst Leo XIV.

Seit dem 8. Mai 2025 ist Robert Francis Prevost der 267. Bischof von Rom. Der US-Amerikaner gab sich den Namen Leo XIV. Auf dieser Themenseite bündelt katholisch.de die Berichterstattung über das amtierende Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche.
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Missbrauch

Missbrauch

2010 wurde erstmals eine größere Zahl von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche in Deutschland bekannt. Seitdem bemüht sich die Kirche um eine Aufarbeitung der Geschehnisse. Bei ihrer Vollversammlung veröffentlichten die deutschen Bischöfe am 25. September 2018 eine Studie, die die Missbrauchsfälle im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz zwischen 1946 und 2014 dokumentiert.