Statistik der Ordensobernkonferenz

Zahl der Ordensleute in Deutschland weiter rückläufig

Veröffentlicht am 18.03.2026 um 12:27 Uhr – Lesedauer: 

Bonn ‐ Immer weniger Männer und Frauen in Deutschland leben in Orden: 2025 zählte die Ordensobernkonferenz nur noch 11.797 Ordensleute. Besonders stark ist der Rückgang bei den Frauen – der langfristige Trend setzt sich fort.

  • Teilen:

Die Zahl der Ordensleute in Deutschland ist weiter rückläufig. Am 31. Dezember vergangenen Jahres lebten in der Bundesrepublik noch 11.797 Ordensfrauen und -männer und damit 831 (6,6 Prozent) weniger als ein Jahr zuvor (12.628), wie aus jetzt veröffentlichten Zahlen der Deutschen Ordensobernkonferenz (DOK) hervorgeht. Die Zahl der Ordensfrauen sank von 2024 auf 2025 um 7,4 Prozent auf noch 8.770 (2024: 9.467), die Zahl der Ordensmänner verringerte sich um 4,2 Prozent auf noch 3.027 (2024: 3.161).

Zahl der Ordensfrauen seit 2002 um 70 Prozent gesunken

Damit setzte sich der Trend der vergangenen Jahre und Jahrzehnte unvermindert fort. Laut der DOK hatte die Zahl der Ordensfrauen Ende 2002 noch bei 28.973 und Ende 2013 noch bei 18.303 gelegen. Seit Ende 2002 sank die Zahl der Ordensfrauen in Deutschland damit um 20.203 (69,7 Prozent).

Gemäß den Zahlen der Ordensobernkonferenz verteilten sich die 3.027 Ordensmänner in Deutschland Ende 2025 auf 114 selbständige Ordensprovinzen, Abteien und Priorate von 67 verschiedenen Ordensgemeinschaften in 345 klösterlichen Niederlassungen. Unter den Ordensmännern hatten 2.313 die Priesterweihe, 21 die Diakonenweihe und 54 Mitglieder befanden sich im Theologiestudium. Die meisten Mitglieder unter den Ordensmännern in Deutschland hatten die Benediktiner (467) vor den franziskanischen Orden (Franziskaner, Minoriten und Kapuziner, 416) und den Jesuiten (183). 1.555 (51,4 Prozent) Ordensmänner waren jünger als 65 Jahre, 1.472 (48,6 Prozent) älter.

81 Prozent der Ordenfrauen älter als 65 Jahre

Die Ordensfrauen verteilten sich Ende 2025 laut den DOK-Zahlen auf 795 klösterliche Niederlassungen (2024: 883). Die größten Gruppen bildeten die benediktinisch, franziskanisch und vinzentinisch geprägten Ordensgemeinschaften. Unter den Ordensfrauen waren 7.096 (80,9 Prozent) über 65 Jahre alt, 1.674 (19,1 Prozent) jünger.

Die Deutsche Ordensobernkonferenz ist der Zusammenschluss der Höheren Oberen der Orden und Kongregationen in Deutschland. (stz)