Gebet des Tages
Gott.
Du kennst uns besser, als wir uns selber kennen.
Du weißt, wie sehr wir
der Änderung und Umkehr bedürfen.
Aber du trittst nicht mit Gewalt an uns heran
oder mit List.
Du kommst zu uns mit deinem Wort –
deinem offenen und guten,
deinem fordernden und heilenden Wort.
Gib, dass wir dir heute nicht ausweichen,
dass wir uns öffnen
und dein Wort annehmen:
Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
LESEHORE
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Hymnus
Erwartet den Herrn,
steht als Knechte bereit an der Tür.
Schon jauchzt jeder Stern.
Seht, er kommt, seht, er kommt, wir sind hier.
Komm, Herr Jesus, Maranatha.
Entzündet die Lampen, ihr Mägde,
erglühet im Geist
im Kommen des EwigGeliebten,
der Kyrios heißt.
Komm, Herr Jesus, Maranatha.
Du wirfst dein Feuer zur Erde
und willst, dass es brennt,
und wir sind der Mund,
der anbetend dein Kommen bekennt.
Komm, Herr Jesus, Maranatha.
Hymnus
1. Antiphon
Von deiner Huld, o Herr, will ich ewig singen, bis zum fernsten Geschlecht will ich laut deine Treue verkünden.
Psalm 89.1, 2–19
Von den Taten deiner Huld, Herr, will ich ewig singen, ∗
bis zum fernsten Geschlecht laut deine Treue verkünden.
Denn ich bekenne: Deine Huld besteht für immer und ewig; ∗
deine Treue steht fest im Himmel.
„Ich habe einen Bund geschlossen mit meinem Erwählten ∗
und David, meinem Knecht, geschworen:
Deinem Haus gebe ich auf ewig Bestand ∗
und von Geschlecht zu Geschlecht richte ich deinen Thron auf.“
Die Himmel preisen, Herr, deine Wunder ∗
und die Gemeinde der Heiligen deine Treue.
Denn wer über den Wolken ist wie der Herr, ∗
wer von den Göttern ist dem Herrn gleich?
Gewaltig ist Gott im Rat der Heiligen, ∗
für alle rings um ihn her ist er groß und furchtbar.
Herr, Gott der Heerscharen, wer ist wie du? ∗
Mächtig bist du, Herr, und von Treue umgeben.
Du beherrschst die Empörung des Meeres; ∗
wenn seine Wogen toben – du glättest sie.
Rahab hast du durchbohrt und zertreten, ∗
deine Feinde zerstreut mit starkem Arm.
Dein ist der Himmel, dein auch die Erde; ∗
den Erdkreis und was ihn erfüllt hast du gegründet.
Nord und Süd hast du geschaffen, ∗
Tabor und Hermon jauchzen bei deinem Namen.
Dein Arm ist voll Kraft, ∗
deine Hand ist stark, deine Rechte hoch erhoben.
Recht und Gerechtigkeit sind die Stützen deines Thrones, ∗
Huld und Treue schreiten vor deinem Antlitz her.
Wohl dem Volk, das dich als König zu feiern weiß! ∗
Herr, sie gehen im Licht deines Angesichts.
Sie freuen sich über deinen Namen zu jeder Zeit, ∗
über deine Gerechtigkeit jubeln sie.
Denn du bist ihre Schönheit und Stärke, ∗
du erhöhst unsre Kraft in deiner Güte.
Ja, unser Schild gehört dem Herrn, ∗
unser König dem heiligen Gott Israels.
Ant.
Von deiner Huld, o Herr, will ich ewig singen, bis zum fernsten Geschlecht will ich laut deine Treue verkünden.
2. Antiphon
Der Sohn Gottes ist dem Fleische nach gekommen als Nachkomme Davids.
Psalm 89.2, 20–30
Einst hast du, Herr, in einer Vision zu deinen Frommen gesprochen: †
Einen Helden habe ich zum König gekrönt, ∗
einen jungen Mann aus dem Volk erhöht.
Ich habe David, meinen Knecht, gefunden ∗
und ihn mit meinem heiligen Öl gesalbt.
Beständig wird meine Hand ihn halten ∗
und mein Arm ihn stärken.
Kein Feind soll ihn täuschen, ∗
kein ruchloser Mensch kann ihn bezwingen.
Vor ihm will ich die Feinde zerschmettern, ∗
und alle, die ihn hassen, schlage ich nieder.
Meine Treue und meine Huld begleiten ihn, ∗
und in meinem Namen erhebt er sein Haupt.
Ich lege seine Hand auf das Meer, ∗
über die Ströme herrscht seine Rechte.
Er wird zu mir rufen: Mein Vater bist du, ∗
mein Gott, der Fels meines Heiles.
Ich mache ihn zum erstgeborenen Sohn, ∗
zum Höchsten unter den Herrschern der Erde.
Auf ewig werde ich ihm meine Huld bewahren, ∗
mein Bund mit ihm bleibt allzeit bestehen.
Sein Geschlecht lasse ich dauern für immer ∗
und seinen Thron, solange der Himmel währt.
Ant.
Der Sohn Gottes ist dem Fleische nach gekommen als Nachkomme Davids.
3. Antiphon
Ich habe David, meinem Knecht, geschworen: Sein Geschlecht soll bleiben auf ewig.
Psalm 89.3, 31–38
Wenn seine Söhne meine Weisung verlassen, ∗
nicht mehr leben nach meiner Ordnung,
wenn sie meine Gesetze entweihen, ∗
meine Gebote nicht mehr halten,
dann werde ich ihr Vergehen mit der Rute strafen ∗
und ihre Sünde mit Schlägen.
Doch ich entziehe ihm nicht meine Huld, ∗
breche ihm nicht die Treue.
Meinen Bund werde ich nicht entweihen; ∗
was meine Lippen gesprochen haben, will ich nicht ändern.
Eines hab’ ich geschworen, so wahr ich heilig bin, ∗
und niemals werde ich David belügen:
Sein Geschlecht soll bleiben auf ewig, ∗
sein Thron habe Bestand vor mir wie die Sonne;
er soll ewig bestehen wie der Mond, ∗
der verlässliche Zeuge über den Wolken.
Ant.
Ich habe David, meinem Knecht, geschworen: Sein Geschlecht soll bleiben auf ewig.
Versikel
V: Herr, deine Worte bringen Erleuchtung.
R: Den Unerfahrenen schenken sie Einsicht.
Erste Lesung (10,3 – 11,3)
Gottes Erbarmen nach dem Gericht
Gegen die Hirten ist mein Zorn entbrannt, die Leithammel ziehe ich zur Rechenschaft. Denn der Herr der Heere sieht nach seiner Herde, nach dem Haus Juda, er macht es zu seinem prächtigen Streitross. Aus dem Haus Juda kommt ein Edelstein, aus ihm ein Zeltpflock, aus ihm ein Kriegsbogen; aus ihm kommt jeder, der Macht hat. Sie alle werden wie Helden sein, die im Krieg den Feind in den Gassenkot treten. Sie werden kämpfen; denn der Herr ist mit ihnen. Dann müssen sich alle schämen, die auf Pferden reiten. Das Haus Juda will ich stark machen und das Haus Josef retten. Ich führe sie zurück; denn ich habe Erbarmen mit ihnen. Es wird sein, als ob ich sie nicht verstoßen hätte; denn ich bin Jahwe, ihr Gott; ich werde sie erhören. Die Söhne Efraims werden Helden sein. Sie werden sich freuen wie beim Wein. Ihre Kinder werden es sehen und sich freuen und ihr Herz wird jubeln über den Herrn. Ich werde ihnen pfeifen und sie zusammenholen; denn ich habe sie losgekauft. Sie werden so zahlreich sein, wie sie zahlreich waren. Ich habe sie unter die Völker gesät; doch in der Ferne werden sie an mich denken. Sie werden mit ihren Kindern am Leben bleiben und heimkehren. Ja, ich werde sie zurückführen aus Ägypten und aus Assur werde ich sie sammeln. Ich werde sie nach Gilead und zum Libanon bringen und es wird nicht genug Platz für sie da sein. Wenn sie aus dem Land der Not durch das Meer ziehen, wird der Herr die Wellen im Meer schlagen und die Tiefen des Nil werden austrocknen. Dann wird die Größe Assurs in den Staub getreten und das Zepter Ägyptens wird beseitigt. Ich mache sie stark durch den Herrn und sie werden in seinem Namen ihren Weg gehen – Spruch des Herrn. Öffne deine Tore, Libanon, damit das Feuer deine Zedern frisst. Klage, Zypresse! Denn die Zeder ist gefallen; ja, die Mächtigen wurden vernichtet. Klagt, ihr Eichen des Baschan, denn der undurchdringliche Wald ist dahingesunken. Horch, die Hirten klagen; denn ihre prächtige Weide ist vernichtet. Horch, die jungen Löwen brüllen; denn das Dickicht am Jordan ist vernichtet.
Aus dem Buch Sacharja.
Zweite Lesung
Das Herz des Gerechten freut sich am Herrn
„Der Gerechte freut sich am Herrn und hofft auf ihn. Es rühmen sich alle, die redlichen Herzens sind.“ Das haben wir gewiss mit Stimme und Herz gesungen. Gewissen und Zunge des Christen sprechen so zu Gott: „Der Gerechte freut sich am Herrn“, nicht an der Welt, sondern am Herrn. Anderswo sagt er: „Licht erstrahlt den Gerechten, und Freude den Menschen mit redlichem Herzen.“ Du könntest fragen: Woher die Freude? Hier steht es: „Der Gerechte freut sich am Herrn“, anderswo: „Freu dich innig am Herrn! Dann gibt er dir, was dein Herz begehrt.“
Was wird euch da angekündigt? Was gegeben? Was befohlen? Was geschenkt? Dass wir uns freuen am Herrn. Wer wird sich an etwas freuen, das er nicht sieht? Oder sehen wir den Herrn vielleicht? Das ist uns als Zukunftsweissagung vorbehalten, jetzt aber „gehen wir unsern Weg glaubend, nicht schauend. Sobald wir in diesem Leib zu Hause sind, leben wir fern vom Herrn in der Fremde.“ „Im Glauben, nicht im Schauen“. Wann werden wir im Schauen sein? Wenn sich erfüllt, was Johannes schreibt: „Liebe Brüder, jetzt sind wir Kinder Gottes. Aber was wir sein werden, ist noch nicht offenbar geworden. Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.“
Dann also wird die Freude groß und vollkommen sein, das Glück vollendet, wenn uns nicht mehr die Hoffnung mit Milch nährt, sondern die Wirklichkeit mit fester Speise. Aber auch schon jetzt, ehe die Wirklichkeit selbst zu uns kommt, noch ehe wir zu der Wirklichkeit kommen, wollen wir uns am Herrn freuen. Nicht gering ist die Freude, die mit der Hoffnung verbunden ist, die später zur Wirklichkeit wird. Jetzt lieben wir in der Hoffnung. Darum heißt es: „Der Gerechte freut sich am Herrn“ und gleich danach, weil er noch nicht schaut: „und er hofft auf ihn“.
Wie können wir aber Freude am Herrn haben, wenn er fern von uns ist? Aber er soll nicht fern sein. Du machst, dass er fern ist. Liebe ihn, und er kommt dir nahe. Liebe, und er wohnt in dir. „Der Herr ist nahe, sorgt euch um nichts.“ Willst du wissen, wie nahe er ist, wenn du liebst? „Gott ist die Liebe.“ Du wirst mich fragen: Was ist die Liebe nach deiner Meinung? Die Liebe ist es, durch die wir eben lieben. Was lieben wir? Das unaussprechliche Gute, das Wohltuende, den guten Schöpfer alles Guten. Er selbst möge dich erfreuen, von dem du alles hast, was dich freut. Nicht von der Sünde sage ich das. Denn allein sie ist nicht von ihm. Außer ihr hast du alles andere von ihm.
Augustinus († 430) – Aus einer Predigt über den Glauben an die Gegenwart Gottes.
ABSCHLUSS
V: Singet Lob und Preis.
R: Dank sei Gott, dem Herrn.
LAUDES
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Hymnus
Nacht und Gewölk und Finsternis,
verworrenes Chaos dieser Welt,
entweicht und flieht! Das Licht erscheint,
der Tag erhebt sich: Christus naht.
Jäh reißt der Erde Dunkel auf,
durchstoßen von der Sonne Strahl,
der Farben Fülle kehrt zurück
im hellen Glanz des Taggestirns.
So soll, was in uns dunkel ist,
was schwer uns auf dem Herzen liegt,
aufbrechen unter deinem Licht
und dir sich öffnen, Herr und Gott.
Dich, Christus, suchen wir allein
mit reinem, ungeteiltem Sinn,
dir beugen willig wir das Knie
mit Bitten und mit Lobgesang.
Blick tief in unser Herz hinein,
sieh unser ganzes Leben an:
Noch manches Arge liegt in uns,
was nur dein Licht erhellen kann.
Dir, Christus, guter Herr und Gott,
dem ew’gen Vater, der uns liebt,
dem Heil’gen Geist, der bei uns ist,
sei Lob und Dank in Ewigkeit. Amen.
Hymnus
1. Antiphon
Herr, erfreue deinen Knecht: ich erhebe meine Seele zu dir.
Psalm 86
Gepriesen sei Gott … er tröstet uns in all unserer Not. (2 Kor 1,3.4)
Gott ist barmherzig und gnädig
Wende dein Ohr mir zu, erhöre mich, Herr! ∗
Denn ich bin arm und gebeugt.
Beschütze mich, denn ich bin dir ergeben! ∗
Hilf deinem Knecht, der dir vertraut!
Du bist mein Gott. Sei mir gnädig, o Herr! ∗
Den ganzen Tag rufe ich zu dir.
Herr, erfreue deinen Knecht, ∗
denn ich erhebe meine Seele zu dir.
Herr, du bist gütig und bereit zu verzeihen, ∗
für alle, die zu dir rufen, reich an Gnade.
Herr, vernimm mein Beten, ∗
achte auf mein lautes Flehen!
Am Tag meiner Not rufe ich zu dir, ∗
denn du wirst mich erhören.
Herr, unter den Göttern ist keiner wie du, ∗
und nichts gleicht den Werken, die du geschaffen hast.
Alle Völker kommen und beten dich an, ∗
sie geben, Herr, deinem Namen die Ehre.
Denn du bist groß und tust Wunder; ∗
nur du allein bist Gott.
Weise mir, Herr, deinen Weg; ∗
ich will ihn gehen in Treue zu dir.
Richte mein Herz darauf hin, ∗
allein deinen Namen zu fürchten!
Ich will dir danken, Herr, mein Gott, aus ganzem Herzen, ∗
will deinen Namen ehren immer und ewig.
Du hast mich den Tiefen des Totenreichs entrissen. ∗
Denn groß ist über mir deine Huld.
Gott, freche Menschen haben sich gegen mich erhoben, †
die Rotte der Gewalttäter trachtet mir nach dem Leben; ∗
doch dich haben sie nicht vor Augen.
Du aber, Herr, bist ein barmherziger und gnädiger Gott, ∗
du bist langmütig, reich an Huld und Treue.
Wende dich mir zu und sei mir gnädig, †
gib deinem Knecht wieder Kraft ∗
und hilf dem Sohn deiner Magd!
Tu ein Zeichen und schenke mir Glück! †
Alle, die mich hassen, sollen es sehen und sich schämen, ∗
weil du, Herr, mich gerettet und getröstet hast.
Ant.
Herr, erfreue deinen Knecht: ich erhebe meine Seele zu dir.
2. Antiphon
Selig, wer rechtschaffen lebt und die Wahrheit sagt.
Canticum: Jes 33,13–15a.16
Ihr in der Ferne, hört, was ich tue; ∗
ihr in der Nähe, erkennt meine Kraft!
Die Sünder in Zion beginnen zu zittern, ∗
ein Schauder erfasst die ruchlosen Menschen.
Wer von uns hält es aus neben dem verzehrenden Feuer, ∗
wer von uns hält es aus neben der ewigen Glut?
Wer rechtschaffen lebt und immer die Wahrheit sagt, †
der wird auf den Bergen wohnen, ∗
Felsenburgen sind seine Zuflucht;
man reicht ihm sein Brot, ∗
und seine Wasserquelle versiegt nicht.
Ant.
Selig, wer rechtschaffen lebt und die Wahrheit sagt.
3. Antiphon
Freut euch, jubelt und singt, jauchzt vor dem Herrn, dem König.
Psalm 98
Singet dem Herrn ein neues Lied, ∗
denn er hat wunderbare Taten vollbracht!
Er hat mit seiner Rechten geholfen ∗
und mit seinem heiligen Arm.
Der Herr hat sein Heil bekannt gemacht ∗
und sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker.
Er dachte an seine Huld ∗
und an seine Treue zum Hause Israel.
Alle Enden der Erde ∗
sahen das Heil unsres Gottes.
Jauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde, ∗
freut euch, jubelt und singt!
Spielt dem Herrn auf der Harfe, ∗
auf der Harfe zu lautem Gesang!
Zum Schall der Trompeten und Hörner ∗
jauchzt vor dem Herrn, dem König!
Es brause das Meer und alles, was es erfüllt, ∗
der Erdkreis und seine Bewohner.
In die Hände klatschen sollen die Ströme, ∗
die Berge sollen jubeln im Chor
vor dem Herrn, wenn er kommt, ∗
um die Erde zu richten.
Er richtet den Erdkreis gerecht, ∗
die Nationen so, wie es recht ist.
Ant.
Freut euch, jubelt und singt, jauchzt vor dem Herrn, dem König.
Kurzlesung
Ijob 1,21; 2,10b
Nackt kam ich hervor aus dem Schoß meiner Mutter; nackt kehre ich dahin zurück. Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen; gelobt sei der Name des Herrn! Nehmen wir das Gute an von Gott, sollen wir dann nicht auch das Böse annehmen?
Zu deinen Geboten neige mein Herz, * deinem Gesetz will ich folgen. –
V: Belebe mich durch deine Weisung. * Deinem Gesetz will ich folgen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. –
Benedictus
Vollende an uns dein Erbarmen, o Herr, und denk an deinen heiligen Bund.
Gepriesen + sei der Herr, der Gott Israels! ∗
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;
er hat uns einen starken Retter erweckt ∗
im Hause seines Knechtes David.
So hat er verheißen von alters her ∗
durch den Mund seiner heiligen Propheten.
Er hat uns errettet vor unsern Feinden ∗
und aus der Hand aller, die uns hassen;
er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet †
und an seinen heiligen Bund gedacht, ∗
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;
er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, †
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit ∗
vor seinem Angesicht all unsre Tage.
Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; †
denn du wirst dem Herrn vorangehn ∗
und ihm den Weg bereiten.
Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken ∗
in der Vergebung der Sünden.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes ∗
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,
um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, ∗
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.
VATER UNSER
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
ABSCHLUSS
V: Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.
R: Amen.
TERZ
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Hymnus
Komm, Heil’ger Geist vom ew’gen Thron,
eins mit dem Vater und dem Sohn;
durchwirke unsere Seele ganz
mit deiner Gottheit Kraft und Glanz.
Erfüll mit heil’ger Leidenschaft
Geist, Zunge, Sinn und Lebenskraft;
mach stark in uns der Liebe Macht,
dass sie der Brüder Herz entfacht.
Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertrauen, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt. Amen.
Hymnus
1. Antiphon
Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wandelt nicht in Finsternis, sondern hat das Licht des Lebens.
Psalm 119.105, 105–112 XIV
Dies ist mein Gebot: Liebt einander. (Joh 15,12)
Lob des göttlichen Gesetzes
Herr, dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte, ∗
ein Licht für meine Pfade.
Ich tat einen Schwur, und ich will ihn halten: ∗
Ich will deinen gerechten Entscheidungen folgen.
Herr, ganz tief bin ich gebeugt. ∗
Durch dein Wort belebe mich!
Herr, nimm mein Lobopfer gnädig an ∗
und lehre mich deine Entscheide!
Mein Leben ist ständig in Gefahr, ∗
doch ich vergesse nie deine Weisung.
Frevler legen mir Schlingen, ∗
aber ich irre nicht ab von deinen Befehlen.
Deine Vorschriften sind auf ewig mein Erbteil, ∗
denn sie sind die Freude meines Herzens.
Mein Herz ist bereit, dein Gesetz zu erfüllen ∗
bis ans Ende und ewig.
Ant.
Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wandelt nicht in Finsternis, sondern hat das Licht des Lebens.
2. Antiphon
Herr, steh mir bei; denn ich bin arm und gebeugt.
Psalm 70
Gott, komm herbei, um mich zu retten, ∗
Herr, eile mir zu Hilfe!
In Schmach und Schande sollen alle fallen, ∗
die mir nach dem Leben trachten.
Zurückweichen sollen sie und vor Scham erröten, ∗
die sich über mein Unglück freuen.
Beschämt sollen sich alle abwenden, die lachen und höhnen ∗
und sagen: „Dir geschieht recht.“
Alle, die dich suchen, frohlocken; ∗
sie mögen sich freuen in dir.
Die dein Heil lieben, sollen immer sagen: ∗
„Groß ist Gott, der Herr.“
Ich aber bin arm und gebeugt. ∗
Eile, o Gott, mir zu Hilfe!
Meine Hilfe und mein Retter bist du. ∗
Herr, säume doch nicht!
Ant.
Herr, steh mir bei; denn ich bin arm und gebeugt.
3. Antiphon
Gott richtet nicht nach dem Augenschein, sondern nach Gerechtigkeit und Recht.
Psalm 75
Wir preisen dich, Gott, wir preisen dich; ∗
dein Name ist denen nahe, die deine Wunder erzählen.
„Ja, zu der Zeit, die ich selbst bestimme, ∗
halte ich Gericht nach meinem Recht.
Die Erde mit allen, die auf ihr wohnen, mag wanken; ∗
doch ich selbst habe ihre Säulen auf festen Grund gestellt.“
Ich sage zu den Stolzen: Seid nicht so vermessen!, ∗
und zu den Frevlern: Brüstet euch nicht mit eurer Macht!
Brüstet euch nicht stolz mit eurer Macht, ∗
redet nicht so überheblich daher!
Denn weder vom Osten noch vom Westen ∗
noch aus der Wüste kommt die Erhöhung.
Nein, der Richter ist Gott; ∗
den einen erniedrigt er, den andern erhöht er.
Ja, in der Hand des Herrn ist ein Becher: ∗
herben, gärenden Wein reicht er dar;
ihn müssen alle Frevler der Erde trinken, ∗
müssen ihn samt der Hefe schlürfen.
Ich aber werde jubeln für immer; ∗
dem Gott Jakobs will ich singen und spielen.
„Ich schlage die ganze Macht der Frevler nieder; ∗
doch das Haupt des Gerechten wird hoch erhoben.“
Ant.
Gott richtet nicht nach dem Augenschein, sondern nach Gerechtigkeit und Recht.
Kurzlesung
1 Kor 13,4–7
Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.
V: Die dich suchen, Herr, sollen sich freuen und jubeln.
Sie sollen immerdar sprechen: Gepriesen sei der Herr.
SEXT
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Hymnus
O Gott, du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.
Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.
Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil’ger Geist. Amen.
Hymnus
1. Antiphon
Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wandelt nicht in Finsternis, sondern hat das Licht des Lebens.
Psalm 119.105, 105–112 XIV
Dies ist mein Gebot: Liebt einander. (Joh 15,12)
Lob des göttlichen Gesetzes
Herr, dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte, ∗
ein Licht für meine Pfade.
Ich tat einen Schwur, und ich will ihn halten: ∗
Ich will deinen gerechten Entscheidungen folgen.
Herr, ganz tief bin ich gebeugt. ∗
Durch dein Wort belebe mich!
Herr, nimm mein Lobopfer gnädig an ∗
und lehre mich deine Entscheide!
Mein Leben ist ständig in Gefahr, ∗
doch ich vergesse nie deine Weisung.
Frevler legen mir Schlingen, ∗
aber ich irre nicht ab von deinen Befehlen.
Deine Vorschriften sind auf ewig mein Erbteil, ∗
denn sie sind die Freude meines Herzens.
Mein Herz ist bereit, dein Gesetz zu erfüllen ∗
bis ans Ende und ewig.
Ant.
Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wandelt nicht in Finsternis, sondern hat das Licht des Lebens.
2. Antiphon
Herr, steh mir bei; denn ich bin arm und gebeugt.
Psalm 70
Gott, komm herbei, um mich zu retten, ∗
Herr, eile mir zu Hilfe!
In Schmach und Schande sollen alle fallen, ∗
die mir nach dem Leben trachten.
Zurückweichen sollen sie und vor Scham erröten, ∗
die sich über mein Unglück freuen.
Beschämt sollen sich alle abwenden, die lachen und höhnen ∗
und sagen: „Dir geschieht recht.“
Alle, die dich suchen, frohlocken; ∗
sie mögen sich freuen in dir.
Die dein Heil lieben, sollen immer sagen: ∗
„Groß ist Gott, der Herr.“
Ich aber bin arm und gebeugt. ∗
Eile, o Gott, mir zu Hilfe!
Meine Hilfe und mein Retter bist du. ∗
Herr, säume doch nicht!
Ant.
Herr, steh mir bei; denn ich bin arm und gebeugt.
3. Antiphon
Gott richtet nicht nach dem Augenschein, sondern nach Gerechtigkeit und Recht.
Psalm 75
Wir preisen dich, Gott, wir preisen dich; ∗
dein Name ist denen nahe, die deine Wunder erzählen.
„Ja, zu der Zeit, die ich selbst bestimme, ∗
halte ich Gericht nach meinem Recht.
Die Erde mit allen, die auf ihr wohnen, mag wanken; ∗
doch ich selbst habe ihre Säulen auf festen Grund gestellt.“
Ich sage zu den Stolzen: Seid nicht so vermessen!, ∗
und zu den Frevlern: Brüstet euch nicht mit eurer Macht!
Brüstet euch nicht stolz mit eurer Macht, ∗
redet nicht so überheblich daher!
Denn weder vom Osten noch vom Westen ∗
noch aus der Wüste kommt die Erhöhung.
Nein, der Richter ist Gott; ∗
den einen erniedrigt er, den andern erhöht er.
Ja, in der Hand des Herrn ist ein Becher: ∗
herben, gärenden Wein reicht er dar;
ihn müssen alle Frevler der Erde trinken, ∗
müssen ihn samt der Hefe schlürfen.
Ich aber werde jubeln für immer; ∗
dem Gott Jakobs will ich singen und spielen.
„Ich schlage die ganze Macht der Frevler nieder; ∗
doch das Haupt des Gerechten wird hoch erhoben.“
Ant.
Gott richtet nicht nach dem Augenschein, sondern nach Gerechtigkeit und Recht.
Kurzlesung
1 Kor 13,8–9.13
Die Liebe hört niemals auf. Prophetisches Reden hat ein Ende, verzückte Rede verstummt, Erkenntnis vergeht. Denn Stückwerk ist unser Erkennen, Stückwerk unser prophetisches Reden; Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.
V: Deine Güte, o Herr, lass über uns walten.
Denn nach dir schauen wir aus.
NON
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Hymnus
Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.
Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
Führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.
Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil’ger Geist.
Hymnus
1. Antiphon
Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wandelt nicht in Finsternis, sondern hat das Licht des Lebens.
Psalm 119.105, 105–112 XIV
Dies ist mein Gebot: Liebt einander. (Joh 15,12)
Lob des göttlichen Gesetzes
Herr, dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte, ∗
ein Licht für meine Pfade.
Ich tat einen Schwur, und ich will ihn halten: ∗
Ich will deinen gerechten Entscheidungen folgen.
Herr, ganz tief bin ich gebeugt. ∗
Durch dein Wort belebe mich!
Herr, nimm mein Lobopfer gnädig an ∗
und lehre mich deine Entscheide!
Mein Leben ist ständig in Gefahr, ∗
doch ich vergesse nie deine Weisung.
Frevler legen mir Schlingen, ∗
aber ich irre nicht ab von deinen Befehlen.
Deine Vorschriften sind auf ewig mein Erbteil, ∗
denn sie sind die Freude meines Herzens.
Mein Herz ist bereit, dein Gesetz zu erfüllen ∗
bis ans Ende und ewig.
Ant.
Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wandelt nicht in Finsternis, sondern hat das Licht des Lebens.
2. Antiphon
Herr, steh mir bei; denn ich bin arm und gebeugt.
Psalm 70
Gott, komm herbei, um mich zu retten, ∗
Herr, eile mir zu Hilfe!
In Schmach und Schande sollen alle fallen, ∗
die mir nach dem Leben trachten.
Zurückweichen sollen sie und vor Scham erröten, ∗
die sich über mein Unglück freuen.
Beschämt sollen sich alle abwenden, die lachen und höhnen ∗
und sagen: „Dir geschieht recht.“
Alle, die dich suchen, frohlocken; ∗
sie mögen sich freuen in dir.
Die dein Heil lieben, sollen immer sagen: ∗
„Groß ist Gott, der Herr.“
Ich aber bin arm und gebeugt. ∗
Eile, o Gott, mir zu Hilfe!
Meine Hilfe und mein Retter bist du. ∗
Herr, säume doch nicht!
Ant.
Herr, steh mir bei; denn ich bin arm und gebeugt.
3. Antiphon
Gott richtet nicht nach dem Augenschein, sondern nach Gerechtigkeit und Recht.
Psalm 75
Wir preisen dich, Gott, wir preisen dich; ∗
dein Name ist denen nahe, die deine Wunder erzählen.
„Ja, zu der Zeit, die ich selbst bestimme, ∗
halte ich Gericht nach meinem Recht.
Die Erde mit allen, die auf ihr wohnen, mag wanken; ∗
doch ich selbst habe ihre Säulen auf festen Grund gestellt.“
Ich sage zu den Stolzen: Seid nicht so vermessen!, ∗
und zu den Frevlern: Brüstet euch nicht mit eurer Macht!
Brüstet euch nicht stolz mit eurer Macht, ∗
redet nicht so überheblich daher!
Denn weder vom Osten noch vom Westen ∗
noch aus der Wüste kommt die Erhöhung.
Nein, der Richter ist Gott; ∗
den einen erniedrigt er, den andern erhöht er.
Ja, in der Hand des Herrn ist ein Becher: ∗
herben, gärenden Wein reicht er dar;
ihn müssen alle Frevler der Erde trinken, ∗
müssen ihn samt der Hefe schlürfen.
Ich aber werde jubeln für immer; ∗
dem Gott Jakobs will ich singen und spielen.
„Ich schlage die ganze Macht der Frevler nieder; ∗
doch das Haupt des Gerechten wird hoch erhoben.“
Ant.
Gott richtet nicht nach dem Augenschein, sondern nach Gerechtigkeit und Recht.
Kurzlesung
Kol 3,14–15
Liebt einander, denn die Liebe ist das Band, das alles zusammenhält und vollkommen macht. In eurem Herzen herrsche der Friede Christi; dazu seid ihr berufen als Glieder des einen Leibes. Seid dankbar!
V: Die Armen erben das Land.
Sie genießen Glück in Fülle.
VESPER
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Hymnus
Du Gott des Himmels, heil’ger Herr,
du hast das hohe Firmament
durch der Gestirne lichte Zier
mit feuerfarbnem Glanz geschmückt.
Du schufst am vierten Schöpfungstag
der Sonne goldnes Flammenrad,
du gabst dem Monde sein Gesetz,
den Sternen wiesest du die Bahn.
Und wie die Sonne steigt und sinkt,
so wird es Tag, so wird es Nacht;
und Mond und Sterne machen kund
den Wechsel und das Maß der Zeit.
Erleuchte, Herr, auch unser Herz.
Wir sind befleckt; mach du uns rein.
Zerbrich die Ketten unsrer Schuld
und nimm von uns des Bösen Last.
Dies schenk uns, Vater voller Macht,
und du, sein Sohn und Ebenbild,
die ihr in Einheit mit dem Geist
die Schöpfung zur Vollendung führt. Amen.
Hymnus
1. Antiphon
Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten.
Psalm 126
Wir sind sicher, dass ihr mit uns nicht nur an den Leiden teilhabt, sondern auch am Trost. (2 Kor 1,7)
Heimkehr aus der Gefangenschaft
Als der Herr das Los der Gefangenschaft Zions wendete, ∗
da waren wir alle wie Träumende.
Da war unser Mund voll Lachen ∗
und unsere Zunge voll Jubel.
Da sagte man unter den andern Völkern: ∗
„Der Herr hat an ihnen Großes getan.“
Ja, Großes hat der Herr an uns getan. ∗
Da waren wir fröhlich.
Wende doch, Herr, unser Geschick, ∗
wie du versiegte Bäche wieder füllst im Südland.
Die mit Tränen säen, ∗
werden mit Jubel ernten.
Sie gehen hin unter Tränen ∗
und tragen den Samen zur Aussaat.
Sie kommen wieder mit Jubel ∗
und bringen ihre Garben ein.
Ant.
Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten.
2. Antiphon
Herr, erbaue uns das Haus und bewache die Stadt.
Psalm 127
Wenn nicht der Herr das Haus baut, ∗
müht sich jeder umsonst, der daran baut.
Wenn nicht der Herr die Stadt bewacht, ∗
wacht der Wächter umsonst.
Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht ∗
und euch spät erst niedersetzt,
um das Brot der Mühsal zu essen; ∗
denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf.
Kinder sind eine Gabe des Herrn, ∗
die Frucht des Leibes ist sein Geschenk.
Wie Pfeile in der Hand des Kriegers, ∗
so sind Söhne aus den Jahren der Jugend.
Wohl dem Mann, der mit ihnen den Köcher gefüllt hat! ∗
Beim Rechtsstreit mit ihren Feinden scheitern sie nicht.
Ant.
Herr, erbaue uns das Haus und bewache die Stadt.
3. Antiphon
Er ist der Erstgeborene der ganzen Schöpfung, in allem hat er den Vorrang.
Canticum: Kol 1,12–20
Dankt dem Vater mit Freude! ∗
Er hat euch fähig gemacht, Anteil zu haben am Los der Heiligen, die im Licht sind.
Er hat uns der Macht der Finsternis entrissen ∗
und aufgenommen in das Reich seines geliebten Sohnes.
Durch ihn haben wir die Erlösung, ∗
die Vergebung der Sünden.
Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, ∗
der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.
Denn in ihm wurde alles erschaffen ∗
im Himmel und auf Erden,
das Sichtbare und das Unsichtbare, †
Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten; ∗
alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen.
Er ist vor aller Schöpfung, ∗
in ihm hat alles Bestand.
Er ist das Haupt des Leibes, ∗
der Leib aber ist die Kirche.
Er ist der Ursprung, †
der Erstgeborene der Toten; ∗
so hat er in allem den Vorrang.
Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen, ∗
um durch ihn alles zu versöhnen.
Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen, ∗
der Frieden gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut.
Ant.
Er ist der Erstgeborene der ganzen Schöpfung, in allem hat er den Vorrang.
Kurzlesung
Eph 3,20–21
Gott, der durch die Macht, die in uns wirkt, unendlich viel mehr tun kann, als wir erbitten oder uns ausdenken können, er werde verherrlicht durch die Kirche und durch Christus Jesus in allen Generationen, für ewige Zeiten. Amen.
Herr, auf dich vertraue ich, * erlöse mich und sei mir gnädig. –
V: Raff mich nicht hinweg mit den Sündern, lass mich nicht zu Grunde gehn. * Erlöse mich und sei mir gnädig.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. –
Magnificat
Großes hat an mir getan der Mächtige, sein Name ist heilig.
Meine Seele + preist die Größe des Herrn, ∗
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. ∗
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, ∗
und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht ∗
über alle, die ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; ∗
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;
er stürzt die Mächtigen vom Thron ∗
und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben ∗
und lässt die Reichen leer ausgehn.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an ∗
und denkt an sein Erbarmen,
das er unsern Vätern verheißen hat, ∗
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
KOMPLET
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
SCHULDBEKENNTNIS
V: Der allmächtige Gott erbarme sich unser,
er lasse uns die Sünden nach
und führe uns zum ewigen Leben.
R: Amen.
Hymnus
Bevor des Tages Licht vergeht,
o Herr der Welt, hör dies Gebet:
Behüte uns in dieser Nacht
durch deine große Güt’ und Macht.
Hüllt Schlaf die müden Glieder ein,
lass uns in dir geborgen sein
und mach am Morgen uns bereit
zum Lobe deiner Herrlichkeit.
Dank dir, o Vater, reich an Macht,
der über uns voll Güte wacht
und mit dem Sohn und Heil’gen Geist
des Lebens Fülle uns verheißt. Amen.
Hymnus
1. Antiphon
Sei mir ein schützender Fels, eine feste Burg, die mich rettet.
Psalm 31.4, 2–6
Herr, ich suche Zuflucht bei dir. †
Lass mich doch niemals scheitern; ∗
rette mich in deiner Gerechtigkeit!
Wende dein Ohr mir zu, ∗
erlöse mich bald!
Sei mir ein schützender Fels, ∗
eine feste Burg, die mich rettet.
Denn du bist mein Fels und meine Burg; ∗
um deines Namens willen wirst du mich führen und leiten.
Du wirst mich befreien aus dem Netz, das sie mir heimlich legten; ∗
denn du bist meine Zuflucht.
In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist; ∗
du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.
Ant.
Sei mir ein schützender Fels, eine feste Burg, die mich rettet.
2. Antiphon
Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir.
Psalm 130
Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir: ∗
Herr, höre meine Stimme!
Wende dein Ohr mir zu, ∗
achte auf mein lautes Flehen!
Würdest du, Herr, unsere Sünden beachten, ∗
Herr, wer könnte bestehen?
Doch bei dir ist Vergebung, ∗
damit man in Ehrfurcht dir dient.
Ich hoffe auf den Herrn, es hofft meine Seele, ∗
ich warte voll Vertrauen auf sein Wort.
Meine Seele wartet auf den Herrn ∗
mehr als die Wächter auf den Morgen.
Mehr als die Wächter auf den Morgen ∗
soll Israel harren auf den Herrn!
Denn beim Herrn ist die Huld, ∗
bei ihm ist Erlösung in Fülle.
Ja, er wird Israel erlösen ∗
von all seinen Sünden.
Kurzlesung
Eph 4,26–27
Lasst euch durch den Zorn nicht zur Sünde hinreißen! Die Sonne soll über eurem Zorn nicht untergehen. Gebt dem Teufel keinen Raum!
Höre, Israel! Jahwe, unser Gott, Jahwe ist einzig. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft. Diese Worte, auf die ich dich heute verpflichte, sollen auf deinem Herzen geschrieben stehen. Du sollst sie deinen Söhnen wiederholen. Du sollst von ihnen reden, wenn du zu Hause sitzt und wenn du auf der Straße gehst, wenn du dich schlafen legst und wenn du aufstehst.
Sie werden sein Angesicht schauen, und sein Name ist auf ihre Stirn geschrieben. Es wird keine Nacht mehr geben, und sie brauchen weder das Licht einer Lampe noch das Licht der Sonne. Denn der Herr, ihr Gott, wird über ihnen leuchten, und sie werden herrschen in alle Ewigkeit.
Herr, auf dich vertraue ich, * in deine Hände lege ich mein Leben. –
V: Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * In deine Hände lege ich mein Leben.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. –
Nunc dimittis
Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen, damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden.
Nun + lässt du, Herr, deinen Knecht, ∗
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.
Denn meine Augen haben das Heil gesehen, ∗
das du vor allen Völkern bereitet hast,
ein Licht, das die Heiden erleuchtet, ∗
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.