LESEHORE
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Hymnus
Erwacht und singt in der Nacht;
es kommt das göttliche Wort, der Sohn,
der Himmel und Erde gemacht,
vom Thron in unsere Zeit und Niedrigkeit.
Erhebt euch, Menschen, und gebt ihm Ehr’,
der über das All ward gesetzt,
dem Kyrios Christ, der lebt im Jetzt
von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Hymnus
1. Antiphon
Ich bin müde vom Rufen, mir versagen die Augen, während ich warte auf meinen Gott.
Psalm 69.1, 2–13
Hilf mir, o Gott! ∗
Schon reicht mir das Wasser bis an die Kehle.
Ich bin in tiefem Schlamm versunken ∗
und habe keinen Halt mehr;
ich geriet in tiefes Wasser, ∗
die Strömung reißt mich fort.
Ich bin müde vom Rufen, ∗
meine Kehle ist heiser,
mir versagen die Augen, ∗
während ich warte auf meinen Gott.
Zahlreicher als die Haare auf meinem Kopf ∗
sind die, die mich grundlos hassen.
Zahlreich sind meine Verderber, meine verlogenen Feinde. ∗
Was ich nicht geraubt habe, soll ich erstatten.
Gott, du kennst meine Torheit, ∗
meine Verfehlungen sind dir nicht verborgen.
Wer auf dich hofft, Herr, du Herr der Heere, ∗
soll durch mich nicht scheitern;
wer dich sucht, Gott Israels, ∗
gerate durch mich nicht in Schande.
Denn deinetwegen erleide ich Schmach ∗
und Schande bedeckt mein Gesicht.
Entfremdet bin ich den eigenen Brüdern, ∗
den Söhnen meiner Mutter wurde ich fremd.
Denn der Eifer für dein Haus hat mich verzehrt; ∗
die Schmähungen derer, die dich schmähen, haben mich getroffen.
Ich nahm mich durch Fasten in Zucht, ∗
doch es brachte mir Schmach und Schande.
Ich ging in Sack und Asche, ∗
doch sie riefen Spottverse hinter mir her.
Man redet über mich in der Versammlung am Tor, ∗
von mir singen die Zecher beim Wein.
Ant.
Ich bin müde vom Rufen, mir versagen die Augen, während ich warte auf meinen Gott.
2. Antiphon
Sie gaben mir Galle als Speise und reichten mir Essig in meinem Durst.
Psalm 69.2, 14–22
Ich bete zu dir, ∗
Herr, zur Zeit der Gnade.
Erhöre mich in deiner großen Huld, ∗
Gott, hilf mir in deiner Treue!
$Entreiß mich dem Sumpf, ∗
$damit ich nicht versinke.
$Zieh mich heraus aus dem Verderben, ∗
$aus dem tiefen Wasser!
Lass nicht zu, dass die Flut mich überschwemmt, †
die Tiefe mich verschlingt, ∗
der Brunnenschacht über mir seinen Rachen schließt.
Erhöre mich, Herr, in deiner Huld und Güte, ∗
wende dich mir zu in deinem großen Erbarmen!
Verbirg nicht dein Gesicht vor deinem Knecht; ∗
denn mir ist angst. Erhöre mich bald!
Sei mir nah und erlöse mich! ∗
Befrei mich meinen Feinden zum Trotz!
Du kennst meine Schmach und meine Schande. ∗
Dir stehen meine Widersacher alle vor Augen.
Die Schande bricht mir das Herz, ∗
ganz krank bin ich vor Schmach;
umsonst habe ich auf Mitleid gewartet, ∗
auf einen Tröster, doch ich habe keinen gefunden.
Sie gaben mir Gift zu essen, ∗
für den Durst reichten sie mir Essig.
Ant.
Sie gaben mir Galle als Speise und reichten mir Essig in meinem Durst.
3. Antiphon
Ihr, die ihr Gott sucht: euer Herz lebe auf.
Psalm 69.3, 30–37
Ich bin elend und voller Schmerzen; ∗
doch deine Hilfe, o Gott, wird mich erhöhen.
Ich will den Namen Gottes rühmen im Lied, ∗
in meinem Danklied ihn preisen.
Das gefällt dem Herrn mehr als ein Opferstier, ∗
mehr als Rinder mit Hörnern und Klauen.
Schaut her, ihr Gebeugten, und freut euch; ∗
ihr, die ihr Gott sucht: euer Herz lebe auf!
Denn der Herr hört auf die Armen, ∗
er verachtet die Gefangenen nicht.
Himmel und Erde sollen ihn rühmen, ∗
die Meere und was sich in ihnen regt.
Denn Gott wird Zion retten, ∗
wird Judas Städte neu erbauen.
Seine Knechte werden dort wohnen und das Land besitzen, †
ihre Nachkommen sollen es erben; ∗
wer seinen Namen liebt, soll darin wohnen.
Ant.
Ihr, die ihr Gott sucht: euer Herz lebe auf.
Versikel
V: Herr, zeige uns deine Wege.
R: Auf deinen Pfaden wollen wir gehen.
Erste Lesung (3,11-18)
Warten auf den Tag Gottes
Wenn sich das alles in dieser Weise auflöst: wie heilig und fromm müsst ihr dann leben, den Tag Gottes erwarten und seine Ankunft beschleunigen! An jenem Tag wird sich der Himmel im Feuer auflösen und die Elemente werden im Brand zerschmelzen. Dann erwarten wir, seiner Verheißung gemäß, einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt.
Das Zeugnis der Paulusbriefe
Weil ihr das erwartet, liebe Brüder, bemüht euch darum, von ihm ohne Makel und Fehler und in Frieden angetroffen zu werden. Seid überzeugt, dass die Geduld unseres Herrn eure Rettung ist. Das hat euch auch unser geliebter Bruder Paulus mit der ihm geschenkten Weisheit geschrieben; es steht in allen seinen Briefen, in denen er davon spricht. In ihnen ist manches schwer zu verstehen und die Unwissenden, die noch nicht gefestigt sind, verdrehen diese Stellen ebenso wie die übrigen Schriften zu ihrem eigenen Verderben.
Wunsch und Lobpreis
Ihr aber, liebe Brüder, sollt das im Voraus wissen und Acht geben, dass ihr euch nicht von dem Irrtum der Gottesverächter mitreißen lasst, euren Halt verliert und zu Fall kommt. Wachset in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus! Ihm gebührt die Herrlichkeit, jetzt und bis zum Tag der Ewigkeit. Amen.
Aus dem zweiten Petrusbrief.
Zweite Lesung
Wem die Herrlichkeit des Himmels in Aussicht steht, soll sich über seine Ausreise und sein Hinübergehen freuen
Wenn wir vorerst sterben, gehen wir durch den Tod in die Unsterblichkeit ein. Gäbe es das Scheiden von hier nicht, könnte auch die Folge nicht eintreten: das ewige Leben. Es ist kein Weggehen, sondern ein Hinübergehen. Es ist nach Durchmessen des irdischen Weges der Übergang zur Ewigkeit. Wer sollte nicht eilen, um zum Besseren zu gelangen? Wer sollte nicht wünschen, möglichst schnell verwandelt und umgeformt zu werden, zur Schönheit Christi und zur Würde himmlischer Herrlichkeit zu gelangen, da doch der Apostel verkündet: „Unsere Heimat ist im Himmel. Von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, als Retter, der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes.“
Diese Zukunft verheißt uns auch Christus, der Herr, da er für uns zum Vater betet, dass wir immer bei ihm sein, mit ihm auf den Thronen des Himmels sitzen und im Himmelreich glücklich sein dürfen: „Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin. Sie sollen meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, weil du mich schon geliebt hast vor der Erschaffung der Welt.“ Wer zum Thron Christi und zur Herrlichkeit des Himmels kommen soll, darf nicht klagen und trauern. Nach der Verheißung des Herrn und dem wahren Glauben soll er sich auf seine Abreise und sein Hinübergehen freuen.
Was liebst du die Welt, da sie doch den Christen hasst? Warum folgst du nicht lieber Christus, der dich erlöst hat und liebt? Johannes ruft in seinem Brief und mahnt uns, nicht irdischen Wünschen zu folgen und die Welt zu lieben: „Liebt nicht die Welt und was in der Welt ist! Wer die Welt liebt, hat die Liebe zum Vater nicht. Denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches, die Begierde der Augen und das Prahlen mit dem Besitz ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Die Welt und ihre Begierde vergeht. Wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit.“
Liebe Brüder, mit reinem Herzen, festem Glauben und starkem Mut lasst uns zu allem bereit sein, was Gott will. Ohne Schrecken vor dem Tod wollen wir an die Unsterblichkeit denken, die auf ihn folgt. So wollen wir zeigen, dass wir auch sind, was wir glauben. Meine Lieben, wir sollen bedenken und nicht vergessen, dass wir der Welt entsagt haben und vorerst als Gäste und Fremdlinge hier leben. Mit Freude wollen wir den Tag begrüßen, der einem jeden sein Heim zuweist, den Tag, der uns von hier wegnimmt, uns von den Fallstricken der Welt befreit und uns dem Paradies und dem Reich Gottes zurückgibt. Wer wollte nicht eilends in die Heimat zurückkehren, wenn er in der Fremde ist? Wir halten das Paradies für unsere Heimat. Dort erwartet uns die große Zahl der Lieben: Die stattliche Zahl der Eltern, Geschwister und Kinder wartet auf uns. Der eigenen Rettung sind sie schon sicher, aber sie sind wegen unseres Heils in Sorge. Wie groß ist unsere und ihre gemeinsame Freude, wenn wir einander wiedersehen und umarmen können! Wie groß ist dort das Glück des Himmelreiches ohne Furcht vor dem Tod! Welch höchste und ewige Seligkeit ist es, in Ewigkeit zu leben!
Cyprian von Karthago († 258) – Aus dem Buch „Über die Sterblichkeit“.
Oration
Gütiger Gott, du hast uns durch deinen Sohn erlöst und als deine geliebten Kinder angenommen. Sieh voll Güte auf alle, die an Christus glauben, und schenke ihnen die wahre Freiheit und das ewige Erbe.
ABSCHLUSS
V: Singet Lob und Preis.
R: Dank sei Gott, dem Herrn.
LAUDES
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Hymnus
Du Licht des Himmels, großer Gott,
der ausgespannt das Sternenzelt
und der es hält mit starker Hand,
du sendest Licht in unsre Welt.
Die Morgenröte zieht herauf
und überstrahlt das Sternenheer,
der graue Nebel löst sich auf,
Tau netzt die Erde segensschwer.
Das Reich der Schatten weicht zurück,
das Tageslicht nimmt seinen Lauf
und strahlend, gleich dem Morgenstern,
weckt Christus uns vom Schlafe auf.
Du Christus, bist der helle Tag,
das Licht, dem unser Licht entspringt,
Gott, der mit seiner Allmacht Kraft
die tote Welt zum Leben bringt.
Erlöser, der ins Licht uns führt
und aller Finsternis entreißt,
dich preisen wir im Morgenlied
mit Gott dem Vater und dem Geist. Amen.
Hymnus
1. Antiphon
Herr, gegen dich allein hab’ ich gesündigt; erbarme dich meiner.
Psalm 51
Erneuert euren Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an! (Eph 4,23.24)
Wasche ab meine Schuld
Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld, ∗
tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen!
Wasch meine Schuld von mir ab, ∗
und mach mich rein von meiner Sünde!
Denn ich erkenne meine bösen Taten, ∗
meine Sünde steht mir immer vor Augen.
Gegen dich allein habe ich gesündigt, ∗
ich habe getan, was dir missfällt.
So behältst du recht mit deinem Urteil, ∗
rein stehst du da als Richter.
Denn ich bin in Schuld geboren; ∗
in Sünde hat mich meine Mutter empfangen.
Lauterer Sinn im Verborgenen gefällt dir, ∗
im Geheimen lehrst du mich Weisheit.
Entsündige mich mit Ysop, dann werde ich rein; ∗
wasche mich, dann werde ich weißer als Schnee.
Sättige mich mit Entzücken und Freude! ∗
Jubeln sollen die Glieder, die du zerschlagen hast.
Verbirg dein Gesicht vor meinen Sünden, ∗
tilge all meine Frevel.
Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz ∗
und gib mir einen neuen, beständigen Geist!
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, ∗
und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir!
Mach mich wieder froh mit deinem Heil, ∗
mit einem willigen Geist rüste mich aus!
Dann lehre ich Abtrünnige deine Wege, ∗
und die Sünder kehren um zu dir.
Befrei mich von Blutschuld, Herr, du Gott meines Heiles, ∗
dann wird meine Zunge jubeln über deine Gerechtigkeit.
Herr, öffne mir die Lippen, ∗
und mein Mund wird deinen Ruhm verkünden.
Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie dir geben, ∗
an Brandopfern hast du kein Gefallen.
Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist, ∗
ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen.
In deiner Huld tu Gutes an Zion, ∗
bau die Mauern Jerusalems wieder auf!
Dann hast du Freude an rechten Opfern, †
an Brandopfern und Ganzopfern, ∗
dann opfert man Stiere auf deinem Altar.
Ant.
Herr, gegen dich allein hab’ ich gesündigt; erbarme dich meiner.
2. Antiphon
Herr, wir erkennen unsere Schuld; wir haben gegen dich gesündigt.
Canticum: Jer 14,17b–21
Meine Augen fließen über von Tränen bei Tag und bei Nacht ∗
und finden keine Ruhe.
Denn großes Verderben brach herein †
über die Jungfrau, die Tochter meines Volkes, ∗
eine unheilbare Wunde.
Gehe ich aufs Feld hinaus – seht, vom Schwert Durchbohrte! ∗
Komme ich in die Stadt – seht, vom Hunger Gequälte!
Ja, auch Propheten und Priester werden verschleppt ∗
in ein Land, das sie nicht kennen.
Hast du denn Juda ganz verworfen, ∗
wurde dir Zion zum Abscheu?
Warum hast du uns so geschlagen, ∗
dass es für uns keine Heilung mehr gibt?
Wir hofften auf Heil, doch kommt nichts Gutes, ∗
auf die Zeit der Heilung, doch ach, nur Schrecken!
Wir erkennen, Herr, unser Unrecht, †
die Schuld unsrer Väter: ∗
Ja, wir haben gegen dich gesündigt.
Um deines Namens willen verschmähe nicht, †
verstoß nicht den Thron deiner Herrlichkeit! ∗
Gedenke deines Bundes mit uns und löse ihn nicht!
Ant.
Herr, wir erkennen unsere Schuld; wir haben gegen dich gesündigt.
3. Antiphon
Der Herr allein ist Gott; wir sind sein Volk, die Herde seiner Weide.
Psalm 100
Jauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde! †
Dient dem Herrn mit Freude! ∗
Kommt vor sein Antlitz mit Jubel!
Erkennt: Der Herr allein ist Gott. †
Er hat uns geschaffen, wir sind sein Eigentum, ∗
sein Volk und die Herde seiner Weide.
Tretet mit Dank durch seine Tore ein! †
Kommt mit Lobgesang in die Vorhöfe seines Tempels! ∗
Dankt ihm, preist seinen Namen!
Denn der Herr ist gütig, †
ewig währt seine Huld, ∗
von Geschlecht zu Geschlecht seine Treue.
Ant.
Der Herr allein ist Gott; wir sind sein Volk, die Herde seiner Weide.
Kurzlesung
2 Kor 12,9b–10
Ich will mich meiner Schwachheit rühmen, damit die Kraft Christi auf mich herabkommt. Deswegen bejahe ich meine Ohnmacht, alle Misshandlungen und Nöte, Verfolgungen und Ängste, die ich für Christus ertrage; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.
Lass mich am Morgen deine Huld erfahren, * denn auf dich vertraue ich. –
V: Zu dir erheb’ ich meine Seele; zeig mir den Weg, den ich gehen soll. * Denn auf dich vertraue ich.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. –
Benedictus
Der Herr hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen.
Gepriesen + sei der Herr, der Gott Israels! ∗
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;
er hat uns einen starken Retter erweckt ∗
im Hause seines Knechtes David.
So hat er verheißen von alters her ∗
durch den Mund seiner heiligen Propheten.
Er hat uns errettet vor unsern Feinden ∗
und aus der Hand aller, die uns hassen;
er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet †
und an seinen heiligen Bund gedacht, ∗
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;
er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, †
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit ∗
vor seinem Angesicht all unsre Tage.
Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; †
denn du wirst dem Herrn vorangehn ∗
und ihm den Weg bereiten.
Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken ∗
in der Vergebung der Sünden.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes ∗
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,
um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, ∗
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.
Bitten
Gepriesen sei Christus, der für uns gestorben und auferstanden ist. Zu ihm lasst uns beten:
Christe, eleison.
Du hast nicht gezögert, am Kreuz für uns dein Blut zu vergießen;
lass uns heute dankbar deines Leidens gedenken.
Du lässt die Deinen teilhaben an deinem Kreuz;
gib uns Kraft und Geduld, wenn wir leiden müssen.
Du hast uns das lebendige Wasser versprochen, das hinüberströmt ins ewige Leben;
gieße deinen Geist über uns aus.
Du hast deinen Jüngern aufgetragen, den Menschen das Evangelium zu bringen;
hilf uns, durch unser Leben die Botschaft vom Kreuz zu verkünden.
Gepriesen sei Christus, der für uns gestorben und auferstanden ist. Zu ihm lasst uns beten:
Christe, eleison.
Du hast nicht gezögert, am Kreuz für uns dein Blut zu vergießen;
lass uns heute dankbar deines Leidens gedenken.
Christe, eleison.
Du lässt die Deinen teilhaben an deinem Kreuz;
gib uns Kraft und Geduld, wenn wir leiden müssen.
Christe, eleison.
Du hast uns das lebendige Wasser versprochen, das hinüberströmt ins ewige Leben;
gieße deinen Geist über uns aus.
Christe, eleison.
Du hast deinen Jüngern aufgetragen, den Menschen das Evangelium zu bringen;
hilf uns, durch unser Leben die Botschaft vom Kreuz zu verkünden.
Christe, eleison.
VATER UNSER
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Oration
Allmächtiger Vater, komm in unser Herz und erleuchte es durch dein Licht, damit wir deine Weisungen erkennen und dir als unserem König folgen auf dem Weg, den du uns führst.
ABSCHLUSS
V: Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.
R: Amen.
TERZ
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Hymnus
Komm, Heil’ger Geist vom ew’gen Thron,
eins mit dem Vater und dem Sohn;
durchwirke unsere Seele ganz
mit deiner Gottheit Kraft und Glanz.
Erfüll mit heil’ger Leidenschaft
Geist, Zunge, Sinn und Lebenskraft;
mach stark in uns der Liebe Macht,
dass sie der Brüder Herz entfacht.
Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertrauen, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt. Amen.
Hymnus
1. Antiphon
Wir sahen ihn, den Verachteten, einen Mann voller Schmerzen, mit der Krankheit vertraut.
Psalm 22.1, 2–12
Jesus schrie laut: Eli, eli, lema sabachtani? (Mt 27,46)
Gottverlassenheit und Heilsgewissheit
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen, ∗
bist fern meinem Schreien, den Worten meiner Klage?
Mein Gott, ich rufe bei Tag, doch du gibst keine Antwort; ∗
ich rufe bei Nacht und finde doch keine Ruhe.
Aber du bist heilig, ∗
du thronst über dem Lobpreis Israels.
Dir haben unsre Väter vertraut, ∗
sie haben vertraut, und du hast sie gerettet.
Zu dir riefen sie und wurden befreit, ∗
dir vertrauten sie und wurden nicht zuschanden.
Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ∗
der Leute Spott, vom Volk verachtet.
Alle, die mich sehen, verlachen mich, ∗
verziehen die Lippen, schütteln den Kopf:
„Er wälze die Last auf den Herrn, ∗
der soll ihn befreien!
Der reiße ihn heraus, ∗
wenn er an ihm Gefallen hat.“
Du bist es, der mich aus dem Schoß meiner Mutter zog, ∗
mich barg an der Brust der Mutter.
Von Geburt an bin ich geworfen auf dich, ∗
vom Mutterleib an bist du mein Gott.
Sei mir nicht fern, denn die Not ist nahe ∗
und niemand ist da, der hilft.
Ant.
Wir sahen ihn, den Verachteten, einen Mann voller Schmerzen, mit der Krankheit vertraut.
2. Antiphon
Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand.
Psalm 22.2, 13–22
Viele Stiere umgeben mich, ∗
Büffel von Baschan umringen mich.
Sie sperren gegen mich ihren Rachen auf, ∗
reißende, brüllende Löwen.
Ich bin hingeschüttet wie Wasser, †
gelöst haben sich all meine Glieder. ∗
Mein Herz ist in meinem Leib wie Wachs zerflossen.
Meine Kehle ist trocken wie eine Scherbe, †
die Zunge klebt mir am Gaumen, ∗
du legst mich in den Staub des Todes.
Viele Hunde umlagern mich, †
eine Rotte von Bösen umkreist mich. ∗
Sie durchbohren mir Hände und Füße.
Man kann all meine Knochen zählen; ∗
sie gaffen und weiden sich an mir.
Sie verteilen unter sich meine Kleider ∗
und werfen das Los um mein Gewand.
Du aber, Herr, halte dich nicht fern! ∗
Du, meine Stärke, eil mir zu Hilfe!
Entreiße mein Leben dem Schwert, ∗
mein einziges Gut aus der Gewalt der Hunde!
Rette mich vor dem Rachen des Löwen, ∗
vor den Hörnern der Büffel rette mich Armen!
Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, ∗
inmitten der Gemeinde dich preisen.
Ant.
Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand.
3. Antiphon
Alle Stämme der Völker werfen sich nieder vor dem Herrn.
Psalm 22.3, 23–32
Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, ∗
inmitten der Gemeinde dich preisen.
Die ihr den Herrn fürchtet, preist ihn, †
ihr alle vom Stamm Jakobs, rühmt ihn; ∗
erschauert alle vor ihm, ihr Nachkommen Israels!
Denn er hat nicht verachtet, ∗
nicht verabscheut das Elend des Armen.
Er verbirgt sein Gesicht nicht vor ihm; ∗
er hat auf sein Schreien gehört.
Deine Treue preise ich in großer Gemeinde; ∗
ich erfülle meine Gelübde vor denen, die Gott fürchten.
Die Armen sollen essen und sich sättigen; †
den Herrn sollen preisen, die ihn suchen. ∗
Aufleben soll euer Herz für immer.
Alle Enden der Erde sollen daran denken †
und werden umkehren zum Herrn: ∗
Vor ihm werfen sich alle Stämme der Völker nieder.
Denn der Herr regiert als König; ∗
er herrscht über die Völker.
Vor ihm allein sollen niederfallen die Mächtigen der Erde, ∗
vor ihm sich alle niederwerfen, die in der Erde ruhen.
Meine Seele, sie lebt für ihn; ∗
mein Stamm wird ihm dienen.
Vom Herrn wird man dem künftigen Geschlecht erzählen, †
seine Heilstat verkündet man dem kommenden Volk; ∗
denn er hat das Werk getan.
Ant.
Alle Stämme der Völker werfen sich nieder vor dem Herrn.
Kurzlesung
Röm 1,16b–17
Das Evangelium ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt, zuerst den Juden, aber ebenso den Griechen. Denn im Evangelium wird die Gerechtigkeit Gottes offenbart aus Glauben zum Glauben, wie es in der Schrift steht: Der aus Glauben Gerechte wird leben.
V: Am Herrn freut sich unser Herz.
Wir vertrauen auf seinen heiligen Namen.
Oration
Herr Jesus Christus, um die dritte Stunde wurdest du zur Kreuzigung geführt für das Heil der Welt. Wir bitten dich, vergib, was wir Böses getan haben und bewahre uns vor neuer Schuld.
SEXT
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Hymnus
O Gott, du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.
Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.
Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil’ger Geist. Amen.
Hymnus
1. Antiphon
Wir sahen ihn, den Verachteten, einen Mann voller Schmerzen, mit der Krankheit vertraut.
Psalm 22.1, 2–12
Jesus schrie laut: Eli, eli, lema sabachtani? (Mt 27,46)
Gottverlassenheit und Heilsgewissheit
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen, ∗
bist fern meinem Schreien, den Worten meiner Klage?
Mein Gott, ich rufe bei Tag, doch du gibst keine Antwort; ∗
ich rufe bei Nacht und finde doch keine Ruhe.
Aber du bist heilig, ∗
du thronst über dem Lobpreis Israels.
Dir haben unsre Väter vertraut, ∗
sie haben vertraut, und du hast sie gerettet.
Zu dir riefen sie und wurden befreit, ∗
dir vertrauten sie und wurden nicht zuschanden.
Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ∗
der Leute Spott, vom Volk verachtet.
Alle, die mich sehen, verlachen mich, ∗
verziehen die Lippen, schütteln den Kopf:
„Er wälze die Last auf den Herrn, ∗
der soll ihn befreien!
Der reiße ihn heraus, ∗
wenn er an ihm Gefallen hat.“
Du bist es, der mich aus dem Schoß meiner Mutter zog, ∗
mich barg an der Brust der Mutter.
Von Geburt an bin ich geworfen auf dich, ∗
vom Mutterleib an bist du mein Gott.
Sei mir nicht fern, denn die Not ist nahe ∗
und niemand ist da, der hilft.
Ant.
Wir sahen ihn, den Verachteten, einen Mann voller Schmerzen, mit der Krankheit vertraut.
2. Antiphon
Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand.
Psalm 22.2, 13–22
Viele Stiere umgeben mich, ∗
Büffel von Baschan umringen mich.
Sie sperren gegen mich ihren Rachen auf, ∗
reißende, brüllende Löwen.
Ich bin hingeschüttet wie Wasser, †
gelöst haben sich all meine Glieder. ∗
Mein Herz ist in meinem Leib wie Wachs zerflossen.
Meine Kehle ist trocken wie eine Scherbe, †
die Zunge klebt mir am Gaumen, ∗
du legst mich in den Staub des Todes.
Viele Hunde umlagern mich, †
eine Rotte von Bösen umkreist mich. ∗
Sie durchbohren mir Hände und Füße.
Man kann all meine Knochen zählen; ∗
sie gaffen und weiden sich an mir.
Sie verteilen unter sich meine Kleider ∗
und werfen das Los um mein Gewand.
Du aber, Herr, halte dich nicht fern! ∗
Du, meine Stärke, eil mir zu Hilfe!
Entreiße mein Leben dem Schwert, ∗
mein einziges Gut aus der Gewalt der Hunde!
Rette mich vor dem Rachen des Löwen, ∗
vor den Hörnern der Büffel rette mich Armen!
Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, ∗
inmitten der Gemeinde dich preisen.
Ant.
Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand.
3. Antiphon
Alle Stämme der Völker werfen sich nieder vor dem Herrn.
Psalm 22.3, 23–32
Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, ∗
inmitten der Gemeinde dich preisen.
Die ihr den Herrn fürchtet, preist ihn, †
ihr alle vom Stamm Jakobs, rühmt ihn; ∗
erschauert alle vor ihm, ihr Nachkommen Israels!
Denn er hat nicht verachtet, ∗
nicht verabscheut das Elend des Armen.
Er verbirgt sein Gesicht nicht vor ihm; ∗
er hat auf sein Schreien gehört.
Deine Treue preise ich in großer Gemeinde; ∗
ich erfülle meine Gelübde vor denen, die Gott fürchten.
Die Armen sollen essen und sich sättigen; †
den Herrn sollen preisen, die ihn suchen. ∗
Aufleben soll euer Herz für immer.
Alle Enden der Erde sollen daran denken †
und werden umkehren zum Herrn: ∗
Vor ihm werfen sich alle Stämme der Völker nieder.
Denn der Herr regiert als König; ∗
er herrscht über die Völker.
Vor ihm allein sollen niederfallen die Mächtigen der Erde, ∗
vor ihm sich alle niederwerfen, die in der Erde ruhen.
Meine Seele, sie lebt für ihn; ∗
mein Stamm wird ihm dienen.
Vom Herrn wird man dem künftigen Geschlecht erzählen, †
seine Heilstat verkündet man dem kommenden Volk; ∗
denn er hat das Werk getan.
Ant.
Alle Stämme der Völker werfen sich nieder vor dem Herrn.
Kurzlesung
Röm 3,21–22a
Jetzt ist unabhängig vom Gesetz die Gerechtigkeit Gottes offenbart worden, bezeugt vom Gesetz und von den Propheten: die Gerechtigkeit Gottes aus dem Glauben an Jesus Christus, offenbart für alle, die glauben.
V: Die Befehle des Herrn sind richtig, sie erfreuen das Herz.
Das Gebot des Herrn ist lauter, es erleuchtet die Augen.
Oration
Herr Jesus Christus, um die sechste Stunde kam Finsternis über die ganze Welt, als du unschuldig das Kreuz bestiegst, um uns von unserer Schuld zu erlösen. Erleuchte unsere Dunkelheit, damit wir zum ewigen Leben finden in deinem Licht.
NON
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Hymnus
Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.
Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
Führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.
Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil’ger Geist.
Hymnus
1. Antiphon
Wir sahen ihn, den Verachteten, einen Mann voller Schmerzen, mit der Krankheit vertraut.
Psalm 22.1, 2–12
Jesus schrie laut: Eli, eli, lema sabachtani? (Mt 27,46)
Gottverlassenheit und Heilsgewissheit
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen, ∗
bist fern meinem Schreien, den Worten meiner Klage?
Mein Gott, ich rufe bei Tag, doch du gibst keine Antwort; ∗
ich rufe bei Nacht und finde doch keine Ruhe.
Aber du bist heilig, ∗
du thronst über dem Lobpreis Israels.
Dir haben unsre Väter vertraut, ∗
sie haben vertraut, und du hast sie gerettet.
Zu dir riefen sie und wurden befreit, ∗
dir vertrauten sie und wurden nicht zuschanden.
Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ∗
der Leute Spott, vom Volk verachtet.
Alle, die mich sehen, verlachen mich, ∗
verziehen die Lippen, schütteln den Kopf:
„Er wälze die Last auf den Herrn, ∗
der soll ihn befreien!
Der reiße ihn heraus, ∗
wenn er an ihm Gefallen hat.“
Du bist es, der mich aus dem Schoß meiner Mutter zog, ∗
mich barg an der Brust der Mutter.
Von Geburt an bin ich geworfen auf dich, ∗
vom Mutterleib an bist du mein Gott.
Sei mir nicht fern, denn die Not ist nahe ∗
und niemand ist da, der hilft.
Ant.
Wir sahen ihn, den Verachteten, einen Mann voller Schmerzen, mit der Krankheit vertraut.
2. Antiphon
Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand.
Psalm 22.2, 13–22
Viele Stiere umgeben mich, ∗
Büffel von Baschan umringen mich.
Sie sperren gegen mich ihren Rachen auf, ∗
reißende, brüllende Löwen.
Ich bin hingeschüttet wie Wasser, †
gelöst haben sich all meine Glieder. ∗
Mein Herz ist in meinem Leib wie Wachs zerflossen.
Meine Kehle ist trocken wie eine Scherbe, †
die Zunge klebt mir am Gaumen, ∗
du legst mich in den Staub des Todes.
Viele Hunde umlagern mich, †
eine Rotte von Bösen umkreist mich. ∗
Sie durchbohren mir Hände und Füße.
Man kann all meine Knochen zählen; ∗
sie gaffen und weiden sich an mir.
Sie verteilen unter sich meine Kleider ∗
und werfen das Los um mein Gewand.
Du aber, Herr, halte dich nicht fern! ∗
Du, meine Stärke, eil mir zu Hilfe!
Entreiße mein Leben dem Schwert, ∗
mein einziges Gut aus der Gewalt der Hunde!
Rette mich vor dem Rachen des Löwen, ∗
vor den Hörnern der Büffel rette mich Armen!
Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, ∗
inmitten der Gemeinde dich preisen.
Ant.
Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand.
3. Antiphon
Alle Stämme der Völker werfen sich nieder vor dem Herrn.
Psalm 22.3, 23–32
Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, ∗
inmitten der Gemeinde dich preisen.
Die ihr den Herrn fürchtet, preist ihn, †
ihr alle vom Stamm Jakobs, rühmt ihn; ∗
erschauert alle vor ihm, ihr Nachkommen Israels!
Denn er hat nicht verachtet, ∗
nicht verabscheut das Elend des Armen.
Er verbirgt sein Gesicht nicht vor ihm; ∗
er hat auf sein Schreien gehört.
Deine Treue preise ich in großer Gemeinde; ∗
ich erfülle meine Gelübde vor denen, die Gott fürchten.
Die Armen sollen essen und sich sättigen; †
den Herrn sollen preisen, die ihn suchen. ∗
Aufleben soll euer Herz für immer.
Alle Enden der Erde sollen daran denken †
und werden umkehren zum Herrn: ∗
Vor ihm werfen sich alle Stämme der Völker nieder.
Denn der Herr regiert als König; ∗
er herrscht über die Völker.
Vor ihm allein sollen niederfallen die Mächtigen der Erde, ∗
vor ihm sich alle niederwerfen, die in der Erde ruhen.
Meine Seele, sie lebt für ihn; ∗
mein Stamm wird ihm dienen.
Vom Herrn wird man dem künftigen Geschlecht erzählen, †
seine Heilstat verkündet man dem kommenden Volk; ∗
denn er hat das Werk getan.
Ant.
Alle Stämme der Völker werfen sich nieder vor dem Herrn.
Kurzlesung
Eph 2,8–9
Aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft – Gott hat es geschenkt –, nicht aufgrund eurer Werke, damit keiner sich rühmen kann.
V: Herr, dein Weg werde auf Erden erkannt.
Dein Heil unter allen Völkern.
Oration
Herr Jesus Christus, um die neunte Stunde hast du dem reumütigen Schächer vom Marterpfahl des Kreuzes aus dein Reich versprochen. Wir bekennen dir, dass wir Sünder sind und bitten dich voll Vertrauen: Lass auch uns nach dem Tod bei dir im Paradiese sein.
VESPER
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Hymnus
Des Menschen Bildner, Gott und Herr,
nach deinem Plan entstand die Welt;
was auf der Erde lebt und west,
bringt sie auf dein Geheiß hervor.
Dein Wort gab aller Kreatur,
ob klein, ob groß, Gestalt und Art;
dass sie ihm diene, hast du sie
der Hand des Menschen unterstellt.
Vertreibe durch dein mächt’ges Wort,
was unser Herz befleckt und trübt,
was heimlich unsern Sinn verwirrt
und dreist sich drängt in unser Tun.
Mach uns von Streit und Zwietracht frei
und schließ um uns des Friedens Band.
Lass uns in deiner Gnade stehn,
in deiner Freude selig ruhn.
Dies schenk uns, Vater voller Macht,
und du, sein Sohn und Ebenbild,
die ihr in Einheit mit dem Geist
die Schöpfung zur Vollendung führt. Amen.
Hymnus
1. Antiphon
Groß ist der Herr, unser Gott ist größer als alle Götter.
Psalm 135.1, 1–12
Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat. (vgl. 1 Petr 2,9)
Gottes Wirken in Schöpfung und Geschichte
Lobet den Namen des Herrn, ∗
lobt ihn, ihr Knechte des Herrn,
die ihr steht im Hause des Herrn, ∗
in den Vorhöfen am Haus unsres Gottes.
Lobt den Herrn, denn der Herr ist gütig! ∗
Singt und spielt seinem Namen, denn er ist freundlich!
Der Herr hat sich Jakob erwählt, ∗
Israel wurde sein Eigentum.
Ja, das weiß ich: Groß ist der Herr, ∗
unser Herr ist größer als alle Götter.
Alles, was dem Herrn gefällt, vollbringt er, ∗
im Himmel, auf der Erde, in den Meeren, in allen Tiefen.
Er führt Wolken herauf vom Ende der Erde, †
er lässt es blitzen und regnen, ∗
aus seinen Kammern holt er den Sturmwind hervor.
Er erschlug Ägyptens Erstgeburt, ∗
bei Menschen und beim Vieh.
Gegen dich, Ägypten, sandte er Zeichen und Wunder, ∗
gegen den Pharao und all seine Knechte.
Er schlug viele Völker nieder ∗
und tötete mächtige Könige:
Sihon, den König der Amoriter, †
Og, den König von Baschan, ∗
und alle Reiche Kanaans.
Ihr Land gab er Israel zum Erbe, ∗
zum Erbe Israel, seinem Volk.
Ant.
Groß ist der Herr, unser Gott ist größer als alle Götter.
2. Antiphon
Haus Israel, preise den Herrn, singt und spielt seinem Namen, denn er ist freundlich.
Psalm 135.2, 13–21
Herr, dein Name währt ewig, ∗
das Gedenken an dich, Herr, dauert von Geschlecht zu Geschlecht.
Denn der Herr verschafft Recht seinem Volk; ∗
er hat mit seinen Knechten Mitleid.
Die Götzen der Heiden sind nur Silber und Gold, ∗
ein Machwerk von Menschenhand.
Sie haben einen Mund und reden nicht, ∗
Augen und sehen nicht;
sie haben Ohren und hören nicht; ∗
auch ist kein Hauch in ihrem Mund.
Die sie gemacht haben, sollen ihrem Machwerk gleichen, ∗
alle, die den Götzen vertrauen.
Haus Israel, preise den Herrn! ∗
Haus Aaron, preise den Herrn!
Haus Levi, preise den Herrn! ∗
Alle, die ihr den Herrn fürchtet, preis+et den Herrn!
Gepriesen sei der Herr auf Zion, ∗
er, der thront in Jerusalem!
Ant.
Haus Israel, preise den Herrn, singt und spielt seinem Namen, denn er ist freundlich.
3. Antiphon
Alle Völker werden kommen und niederfallen vor dir, unserm Gott und Herrn.
Canticum: Offb 15,3–4
Groß und wunderbar sind deine Taten, ∗
Herr und Gott, du Herrscher über die ganze Schöpfung!
Gerecht und zuverlässig sind deine Wege, ∗
du König der Völker.
Wer wird dich nicht fürchten, Herr, ∗
wer wird deinen Namen nicht preisen?
Denn du allein bist heilig: †
Alle Völker kommen und beten dich an; ∗
denn offenbar geworden sind deine gerechten Taten.
Ant.
Alle Völker werden kommen und niederfallen vor dir, unserm Gott und Herrn.
Kurzlesung
Jak 1,2–4
Seid voll Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Versuchungen geratet! Ihr wisst, dass die Prüfung eures Glaubens Ausdauer bewirkt. Die Ausdauer aber soll zu einem vollendeten Werk führen; denn so werdet ihr vollendet und untadelig sein, es wird euch nichts mehr fehlen.
Christus hat uns geliebt, * uns durch sein Blut befreit von unsern Sünden. –
V: Er hat uns zu Königen gemacht und zu Priestern für den Dienst vor Gott. * Uns durch sein Blut befreit von unsern Sünden.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. –
Magnificat
Der Herr nimmt sich seiner Kinder an und denkt an sein Erbarmen.
Meine Seele + preist die Größe des Herrn, ∗
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. ∗
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, ∗
und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht ∗
über alle, die ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; ∗
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;
er stürzt die Mächtigen vom Thron ∗
und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben ∗
und lässt die Reichen leer ausgehn.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an ∗
und denkt an sein Erbarmen,
das er unsern Vätern verheißen hat, ∗
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
Fürbitten
Lasst uns beten zu Jesus Christus, den der Vater um unserer Sünden willen in den Tod gegeben hat:
Herr, erbarme dich.
Wir haben viel gesündigt, doch du hast dich unser erbarmt;
schenke den Sündern die Gnade der Bekehrung.
Habe Nachsicht mit denen, die ihre Sünden bekennen;
gewähre ihnen Verzeihung und Frieden.
Erbarme dich aller, die um deines Namens willen verfolgt werden,
und vergib denen, die ihnen Unrecht tun.
Richte auf die Kranken und Schwachen;
tröste die Einsamen und vom Leid Geprüften.
Du hast dem Schächer das Paradies geöffnet, weil er dich als Heiland bekannt hat;
öffne unseren Verstorbenen die Pforten des Himmels.
Lasst uns beten zu Jesus Christus, den der Vater um unserer Sünden willen in den Tod gegeben hat:
Herr, erbarme dich.
Wir haben viel gesündigt, doch du hast dich unser erbarmt;
schenke den Sündern die Gnade der Bekehrung.
Herr, erbarme dich.
Habe Nachsicht mit denen, die ihre Sünden bekennen;
gewähre ihnen Verzeihung und Frieden.
Herr, erbarme dich.
Erbarme dich aller, die um deines Namens willen verfolgt werden,
und vergib denen, die ihnen Unrecht tun.
Herr, erbarme dich.
Richte auf die Kranken und Schwachen;
tröste die Einsamen und vom Leid Geprüften.
Herr, erbarme dich.
Du hast dem Schächer das Paradies geöffnet, weil er dich als Heiland bekannt hat;
öffne unseren Verstorbenen die Pforten des Himmels.
Herr, erbarme dich.
Oration
Herr, heiliger Vater, du hast deinen Sohn Jesus Christus zum Lösegeld für unser Heil gemacht. Hilf uns, so zu leben, dass wir durch die Teilnahme an seinem Leiden die Kraft seiner Auferstehung erfahren.
KOMPLET
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
SCHULDBEKENNTNIS
V: Der allmächtige Gott erbarme sich unser,
er lasse uns die Sünden nach
und führe uns zum ewigen Leben.
R: Amen.
Hymnus
Bevor des Tages Licht vergeht,
o Herr der Welt, hör dies Gebet:
Behüte uns in dieser Nacht
durch deine große Güt’ und Macht.
Hüllt Schlaf die müden Glieder ein,
lass uns in dir geborgen sein
und mach am Morgen uns bereit
zum Lobe deiner Herrlichkeit.
Dank dir, o Vater, reich an Macht,
der über uns voll Güte wacht
und mit dem Sohn und Heil’gen Geist
des Lebens Fülle uns verheißt. Amen.
Hymnus
1. Antiphon
Herr, du Gott meines Heils, zu dir schreie ich am Tag und bei Nacht.
Psalm 88
Herr, du Gott meines Heils, ∗
zu dir schreie ich am Tag und bei Nacht.
Lass mein Gebet zu dir dringen, ∗
wende dein Ohr meinem Flehen zu!
Denn meine Seele ist gesättigt mit Leid, ∗
mein Leben ist dem Totenreich nahe.
Schon zähle ich zu denen, die hinabsinken ins Grab, ∗
bin wie ein Mann, dem alle Kraft genommen ist.
Ich bin zu den Toten hinweggerafft ∗
wie Erschlagene, die im Grabe ruhen;
an sie denkst du nicht mehr, ∗
denn sie sind deiner Hand entzogen.
Du hast mich ins tiefste Grab gebracht, ∗
tief hinab in finstere Nacht.
Schwer lastet dein Grimm auf mir, ∗
all deine Wogen stürzen über mir zusammen.
Die Freunde hast du mir entfremdet, †
mich ihrem Abscheu ausgesetzt; ∗
ich bin gefangen und kann nicht heraus.
Mein Auge wird trübe vor Elend. †
Jeden Tag, Herr, ruf’ ich zu dir; ∗
ich strecke nach dir meine Hände aus.
Wirst du an den Toten Wunder tun, ∗
werden Schatten aufstehn, um dich zu preisen?
Erzählt man im Grab von deiner Huld, ∗
von deiner Treue im Totenreich?
Werden deine Wunder in der Finsternis bekannt, ∗
deine Gerechtigkeit im Land des Vergessens?
Herr, darum schreie ich zu dir, ∗
früh am Morgen tritt mein Gebet vor dich hin.
Warum, o Herr, verwirfst du mich, ∗
warum verbirgst du dein Gesicht vor mir?
Gebeugt bin ich und todkrank von früher Jugend an, ∗
deine Schrecken lasten auf mir, und ich bin zerquält.
Über mich fuhr die Glut deines Zorns dahin, ∗
deine Schrecken vernichten mich.
Sie umfluten mich allzeit wie Wasser ∗
und dringen auf mich ein von allen Seiten.
Du hast mir die Freunde und Gefährten entfremdet; ∗
mein Vertrauter ist nur noch die Finsternis.
Ant.
Herr, du Gott meines Heils, zu dir schreie ich am Tag und bei Nacht.
Kurzlesung
Jer 14,9b
Du bist in unsrer Mitte, Herr, und dein Name ist über uns ausgerufen; verlass uns nicht, Herr, unser Gott!
Höre, Israel! Jahwe, unser Gott, Jahwe ist einzig. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft. Diese Worte, auf die ich dich heute verpflichte, sollen auf deinem Herzen geschrieben stehen. Du sollst sie deinen Söhnen wiederholen. Du sollst von ihnen reden, wenn du zu Hause sitzt und wenn du auf der Straße gehst, wenn du dich schlafen legst und wenn du aufstehst.
Sie werden sein Angesicht schauen, und sein Name ist auf ihre Stirn geschrieben. Es wird keine Nacht mehr geben, und sie brauchen weder das Licht einer Lampe noch das Licht der Sonne. Denn der Herr, ihr Gott, wird über ihnen leuchten, und sie werden herrschen in alle Ewigkeit.
Herr, auf dich vertraue ich, * in deine Hände lege ich mein Leben. –
V: Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * In deine Hände lege ich mein Leben.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. –
Nunc dimittis
Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen, damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden.
Nun + lässt du, Herr, deinen Knecht, ∗
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.
Denn meine Augen haben das Heil gesehen, ∗
das du vor allen Völkern bereitet hast,
ein Licht, das die Heiden erleuchtet, ∗
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.
Oration
Allmächtiger Gott, wir haben heute das Geheimnis der Auferstehung unseres Herrn gefeiert. Am Abend rufen wir zu dir: Bewahre uns in dieser Nacht vor allem Bösen. Lass uns in deinem Frieden ruhen und morgen den neuen Tag mit deinem Lob beginnen.