Deutschsprachige Dominikaner haben neuen Provinzial
Die deutschsprachige Dominikaner-Provinz des Hl. Albert hat einen neuen Leiter. Die Wahlversammlung hat den 49-jährigen Pater Elias H. Füllenbach OP am Freitag zum Provinzial gewählt, wie der Orden mitteilte. Sein Vorgänger, Pater Peter Kreutzwald OP, hatte das Amt aus gesundheitlichen Gründen im Frühjahr niedergelegt. Der Stellvertreter des Provinzials, Pater Christophe Holzer OP, bleibt im Amt.
Füllenbach wurde 1977 in Düsseldorf geboren und ist seit 1996 Dominikaner. 2006 wurde er zum Priester geweiht. Er stand von 2014 bis 2024 dem Düsseldorfer Dominikanerkonvent vor, danach war er Supprior des Konvents. Er arbeitete bis zu seiner Wahl in der Citypastoral der Dominikaner in der NRW-Hauptstadt. Zudem war er Archivar der deutschen Dominikanerprovinz und Leiter des "Instituts zur Erforschung der Geschichte des Dominikanerordens im deutschen Sprachraum" (IGDom). Als Wissenschaftler hat Füllenbach neben historischen Themen zur Ordensgeschichte vorrangig zum christlich-jüdischen Verhältnis sowie zur Zeit des Nationalsozialismus geforscht und publiziert.
Neu vereinigte Ordensprovinz
Die Dominikanerprovinz des Hl. Albert in Deutschland und Österreich vereint seit ihrer Gründung im Januar 2024 rund 130 Ordensmänner; ihr Provinzialat hat seinen Sitz in Mainz. Das Vikariat Ungarn gehört ebenfalls zur Provinz. Weltweit ist der Orden in 35 Provinzen und sechs Vize-Provinzen strukturiert. Provinzen sind geografisch-organisatorische Einheiten der Predigerbrüder, um gemäß ihrer Ordensregel gemeinschaftlich leben und arbeiten zu können.
Der Dominikanerorden gründete sich zu Beginn des 13. Jahrhunderts innerhalb der katholischen Kirche und gliedert sich in drei Zweige: Brüder, Schwestern und Laien. Sein offizieller Name lautet Ordo Praedicatorum (Orden der Prediger, abgekürzt OP). Dominikaner und Dominikanerinnen sind international tätig zum "Heil der Menschen", wie es in den Konstitutionen des Ordens heißt. (fxn)
