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Eine Taufschale wird mit Wasser gefüllt.

Die Taufe: Der Schritt in die Kirche

Wer sich taufen lässt, wird Christ und Teil der Kirche. Die Taufe ist das erste Sakrament. Doch was bedeutet das genau und wie läuft eine Taufe ab? Hier gibt es Antworten auf wichtige Fragen und alle Informationen auf einen Blick.

Auf dieser Seite finden Sie alles auf einen Blick, egal ob Eltern, Großeltern, Paten, Taufinteressierte oder andere Neugierige: Nach Antworten auf die wichtigsten Fragen kommen Hintergründe und alles, was rund um die Taufe für Diskussionen in der Kirche sorgt.

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Was ist die Taufe?

Durch die Taufe wird ein Mensch Christ und damit Teil einer Kirche. Vollzogen wird die Taufe, indem dem entsprechenden Menschen drei Mal geweihtes Wasser über den Kopf gegossen und die Taufformel gesprochen wird. Normalerweise ist eine Taufe Teil eines Gottesdienstes. Die Taufe ist im Christentum ein Sakrament, also eine Handlung, durch die Gottes Heilshandeln auf der Welt sichtbar werden soll. Alle Hintergründe finden Sie hier.

Wie läuft eine Taufe ab?

Der Ablauf ist in weiten Teilen der eines klassischen Wortgottesdienstes. Besonders ist dabei aber die Taufzeremonie, bei der dem Täufling Wasser über den Kopf gegossen wird. Doch neben dem Wasser spielen noch weitere Symbole eine Rolle. Den Ablauf mit allen Details gibt es hier.

Was für Taufsprüche gibt es?

Gebete, Lieder, Ansprachen, Fürbitten: Bei einer Tauffeier kann die Familie viele Teile des Gottesdienstes individuell auf sich zuschneiden. Textideen gibt es hier.

Wer darf Taufpate werden?

Taufpaten müssen mindestens 16 Jahre alt, katholisch, getauft und gefirmt sein sowie die Erstkommunion empfangen haben. Taufpaten spielen im Christentum eine besondere Rolle. Deshalb wird auch einiges von ihnen erwartet. Alles zu den Paten gibt es hier.

Wie feiert man die Taufe in der Familie?

Die Taufe ist ein Familienfest und damit oft eine gute Gelegenheit für alle Familienmitglieder, zusammen zu kommen. Das muss allerdings keine aufwendige Feier sein. Am besten organisiert die Familie den Tag gemeinsam. Empfehlungen dazu gibt es hier.

Was kann man zur Taufe schenken?

Oft bekommt ein Täufling auch Geschenke. Unbedingt dazu gehört eine Taufkerze, die das Licht des Glaubens symbolisiert. Doch auch ein Fotoalbum, ein Buch zum Namenspatron oder etwas Spirituelles sind möglich. Ideen gibt es hier.

Wer kann getauft werden?

Jeder Mensch hat ein Recht auf die Taufe, deshalb kann sie nicht verweigert werden. Wenn es um ein Baby geht, muss aber die begründete Hoffnung bestehen, dass das Kind auch im katholischen Glauben erzogen wird. Wenn etwa beide Eltern aus der Kirche ausgetreten sind, kann die Taufe verschoben werden, bis es eine Lösung gibt. Alle Einzelheiten gibt es hier.

Welche Formalien gibt es?

Eine Taufe anmelden kann man im Pfarrbüro der Ortsgemeinde. Die Mitarbeiter dort stellen den Kontakt zum leitenden Pfarrer oder zu den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern her, die die Taufvorbereitung durchführen. Alle weiteren Fragen zum Ablauf der Taufe oder zum zeitlichen Rahmen der Vorbereitung können dann mit diesen geklärt werden. Alle wichtigen Infos im Überblick gibt es hier.

Theologie

Wer einmal getauft ist, kann das laut kirchlicher Lehre nicht mehr rückgängig machen. Denn sie ist ein untilgbares Prägemal. Was das theologisch genau bedeutet, erklärt der Münsteraner Liturgiewissenschaftler Clemens Leonhard in diesem Interview:

Geschichte

Die Taufe gibt es seit Beginn der Kirche. Doch sie ist keine Erfindung des Christentums – ihre Wurzeln reichen viel tiefer. Denn auch im Judentum spielt das Wasser eine herausgehobene Rolle:

Bibel

Die bekannteste Taufe der Bibel ist die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer im Jordan. Die Kirche feiert das sogar mit einem eigenen Fest. Das hat eine wechselvolle Geschichte, die je nach Konfession ganz anders verlaufen ist:

Noch mehr zur Taufe

Wer sich heute taufen lässt, kann auf ein altes Ritual zurückgreifen: Die Ganzkörpertaufe:

Teilweise dürfen auch Laien Taufen. Doch dabei gibt es in Deutschland einen Flickenteppich:

Die Lehre von der Erbsünde besagt, dass jeder Mensch in einen universalen Unheilszustand hineingeboren wird und daher erlösungsbedürftig ist – ein umstrittenes wie wirkmächtiges Konzept.

Die Taufkerze, das weiße Kleidchen, gesegnetes Wasser und kostbares Öl – all das sind wichtige Symbole dieses Sakraments. Ein Überblick:

Geschichten

Adrian Wallersheim hat sich in diesem Jahr taufen lassen. Für den Unternehmensberater aus Brühl erfüllte sich damit ein langer Herzenswunsch:

Milan Magand ist 18 Jahre alt, schwimmt regelmäßig, ist politisch engagiert – und lässt sich taufen.

Sandra Heimlich hat sich taufen lassen – und ihre beiden Kinder gleich mit.

"Der Glaube beschäftigt mich seit Jahren", sagt Gabriele Haberl, die im Alter von 43 Jahren getauft wurde.

Schon als Kind hatte die Iranerin Misha Mesgarian einen besonderen Traum, der ihre Sehnsucht nach Gott weckte.

Jannik Heroldt hat sich mit 28 Jahren per Ganzkörpertaufe taufen lassen.

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Debatte

Viele Familien wünschen sich einen Gottesdienst speziell für die Taufe ihres Kindes. Aber ist das so sinnvoll? Im Pro und Contra wägen wir die Argumente ab:

Auch, wenn beide Eltern gläubig sind, zögern manche, ihr Kind taufen zu lassen. Warum, erzählt Steffen Zimmermann:

Selbst wer in einem Gottesdienst getauft wird, hat oft keine Garantie, dass diese Taufe nach kirchlicher Lehre auch gültig ist. Denn es kommt auf den genauen Wortlaut an – vor allem auf ein "ich" statt einem "wir":

Genau diese Auseinandersetzung belastet auch die Ökumene – denn in anderen Konfessionen ist man beim Wortlaut deutlich entspannter als die Katholiken:

Ebenfalls viel diskutiert wird, ob und wann Laien taufen dürfen. In seinem Gastbeitrag fordert der Dogmatiker Oliver Wintzek ein Umdenken bei diesen Kategorien:

Immer weniger Menschen lassen ihre Kinder taufen. Das hat nicht zuletzt mit immer weniger Berührungspunkten mit der Kirche zu tun. Deshalb gibt es auch die Möglichkeit, ein Neugeborenes erst einmal segnen zu lassen.

Dazu gehört auch: In einigen Ländern lassen sich mehr und mehr Erwachsene taufen. In Deutschland gibt es diesen Trend (noch) nicht so ausgeprägt. Woran das liegt:

Die Vielfalt der Gesellschaft findet in Taufregistern oft noch nicht statt. Aber erste Schritte gibt es:

Mancher will sich aus dem Taufbuch auch löschen lassen:

Wer darf eigentlich welches Sakrament spenden? Eine Frage, die nicht leicht zu beantworten ist:

Ihnen fehlt etwas? Sie haben Ideen? Melden Sie sich unter erklaeren@katholisch.de

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