Firmung: Vollendung der Taufe und letztes Sakrament?
Nach Taufe und Erstkommunion festigt die Firmung den Glauben in jungen Menschen – wenn sie sie denn mitmachen. Hier gibt es Hintergründe, Antworten auf wichtige Fragen und alle Informationen auf einen Blick.
Auf dieser Seite finden Sie alles auf einen Blick, egal ob für Jugendliche, Erwachsene, Eltern, Gläubige, Interessierte oder andere Neugierige: Nach Antworten auf die wichtigsten Fragen kommen Hintergründe und alles, was rund um die Firmung in der Kirche heute diskutiert wird.
Dieser Inhalt ist nur erlaubt, wenn Sie Cookies vom Typ "youtube" zulassen.
Was ist die Firmung?
Die Firmung wird neben der Taufe und der Erstkommunion als "Initiationssakrament" bezeichnet. Das bedeutet, dass man mit allen drei Sakramenten immer weiter in die christliche Glaubensgemeinschaft hineingeführt wird. Die Firmung ist ein einmaliges Sakrament, welches den Firmling in einer besonderen Weise mit dem Heiligen Geist beschenkt und ihn noch enger mit dem Glauben und der Kirche verbindet. Mehr Details gibt es hier.
Wann wird man gefirmt?
Weltweit gibt es sehr unterschiedliche Modelle, in welchem Alter man die Firmung erhält. In den deutschen Diözesen und Bistümern wird meist nach Jahrgängen gefirmt. Das bedeutet, dass man eingeladen wird, wenn man ein getauftes Kind im entsprechenden Alter hat. Alle weiteren Infos gibt es hier.
Zur Vorbereitung auf das Sakrament der Firmung gehört in einigen Pfarreien auch die Auswahl eines Firmspruchs: Der Firmling wählt einen Bibelvers aus, der ihn im Leben begleitet. Die schönsten Sprüche zur Firmung.
Welche Geschenke passen zur Firmung?
Welche Geschenke passen zur Firmung?
Ein besonderes Brief-Geschenk: Formulieren Sie aus den sieben Gaben des Heiligen Geistes heraus gute Wünsche für Ihr (Paten-)Kind. Ein Briefvorschlag.
Geschichte
Die Firmung bleibt theologisch umstritten. Das liegt an ihrer historischen Entwicklung auf der einen und der aktuellen Katechese auf der anderen Seite.
Viele junge Leute feiern noch die Firmung, gehen dann aber nicht mehr in die Kirche. Doch die Sache mit dem Glauben ist ihnen auch nicht unwichtig. Ein Jugendbuch versucht, Antworten zu geben.
Das Buch "Dein letzter Gottesdienst?" wendet sich an junge Christen
Die meisten Katholiken werden als Jugendliche in ihrer Pfarrei gefirmt. Doch Gläubige, die diese Möglichkeit verpasst haben, dürfen sich freuen: das ganze Leben lang kann das Firmsakrament empfangen werden
Zahlreiche Möglichkeiten zum Empfang des Sakraments
Messdienerin, Gruppenleiterin, Gospelchormitglied - die 19-jährige Vanessa Witte ist sehr engagiert. Ihre Firmung vor drei Jahren war ihr sehr wichtig:
Firmung ist keine Pflichtveranstaltung. Pastoralreferent Markus Gehling sagt seinen Fimlingen: "Firmung macht nur dann Sinn, wenn du wirklich dahinter stehst." Eine Reportage aus Voerde im Bistum Münster
"Auch die Schule kann ein Kirchort sein", sagt Michael Tomaszewski, Schulpfarrer am Theresianum in Mainz. Erstmals bot er einen Firmkurs für Schülerinnen und Schüler an. Der Anstoß dazu kam von einem 15-Jährigen
Mainzer Jugendliche besuchten ihren Firmunterricht in ihrer Schule
Die Pfadfinder in der Erzdiözese Freiburg luden Jugendliche zu einem siebentägigen Pilgerweg ein. Am Ziel, einem Berggipfel im Schwarzwald, wurde gefirmt. Ein Modell für die Firmkatechese der Zukunft?
Sechs Freiburger Pfadfinder wurden in Bergkapelle gefirmt
Als Jugendlicher entschied sich Philipp Teschke gegen die Firmung. Doch irgendwas in ihm sehnte sich nach dem Sakrament. Wie er die Firmung als Erwachsener erlebt hat, erzählt er im katholisch.de-Interview:
Während der Corona-Krise wurden Firmungen überall schwierig, die Vorbereitung war schwierig: Ein Projekt wollte Katechesen ins Digitale versetzen: im Open-World-Spiel "Minecraft":
Jugendliche sollen Bibelstellen in Blockwelt nachstellen
Ist die Firmung im Jugendalter eine sinnvolle Praxis? Ja, meint katholisch.de-Volontär Roland Müller. Das derzeitige Firmalter biete eine einmalige Chance. Kilian Martin widerspricht und fordert: Zurück zum Ursprung!
Macht es Sinn, die Firmung während der Pubertät zu spenden? Nein, sagt Religionspädagoge Georg Langenhorst. Er plädiert für ein radikales Umdenken – auch in Bezug auf die Reihenfolge der Sakramente.
Theologe Georg Langenhorst über Taufe, Firmung und Erstkommunion
Von der Idee seines Augsburger Kollegen Georg Langenhorst, die Firmung wieder zwischen Taufe und Erstkommunion zu spenden, hält Religionspädagoge Patrik Höring nichts. Er macht einen anderen Vorschlag.
Theologe Patrik Höring über das richtige Alter für die Firmung