Niketius

3.10

Als Niketius um 525/26 Bischof von Trier wurde, war von der einst glänzenden römischen Stadt nicht mehr viel übrig – die Völkerwanderung hatte tiefe Spuren hinterlassen. Um das gepeinigte Christentum im Moselgebiet zu stärken, ernannte der fränkische König Theuderich den aus Limoges stammenden Mönch Niketius zum Bischof. Er erneuerte das Bistum äußerlich wie innerlich: Nikietius stellte verfallene Kirchen wieder her und ließ für den Wiederaufbau des Domes sogar italienische Handwerker anwerben. Nach innen bemühte er sich um die Reform von Klerus und Mönchtum. Selbst gegenüber den Mächtigen nahm Niketius kein Blatt vor den Mund: Er verteidigte die Rechte des einfachen Volkes gegen die Übergriffe des Adels und kritisierte die Sittenlosigkeit am Königshof. Dafür schickte ihn König Chlothar I. in die Verbannung. Erst unter König Sigibert I. durfte Niketius in seine Bischofsstadt zurückkehren. Sogar Kaiser Justinian I. erhielt Post von Niketius: Der Kaiser solle von Irrlehren und von der Verfolgung der Rechtgläubigen ablassen. Niketius starb 566/569 in Trier. Bereits sein Zeitgenosse Gregor von Tours (538-594) rühmte den Mut dieses Trierer Bischofs.

Niketius teilt den 3.10 mit: