Laufende Amtszeit des Gremiums endet im März

Erzbistum Köln sucht neue Mitglieder für Betroffenenbeirat

Erzbistum Köln sucht neue Mitglieder für Betroffenenbeirat
Bild: picture alliance / dpa / Oliver Berg

Der Betroffenenbeirat des Erzbistums Köln sucht neue Mitglieder. Die laufende Amtszeit des Gremiums, das sich 2019 bildete, endet zum 31. März nächsten Jahres, wie Deutschlands mitgliederstärkste Diözese am Montag mitteilte. Daher würden Betroffene gesucht, die in ihrer Kindheit in der katholischen Kirche sexualisierte Gewalt erfahren hätten und ihre Perspektive im Erzbistum Köln einbringen wollten.

Der neue Betroffenenbeirat soll sich im April 2022 konstituieren. Interessierte können sich unter www.erzbistum-koeln.de/betroffenenbeirat melden. Dann werde ein externer Beraterstab, der aus Fachleuten verschiedener Bereiche sowie weiteren Betroffenen bestehe, dem Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki eine Liste der zu ernennenden Mitglieder vorlegen.

Der Betroffenenbeirat bestand zunächst aus zehn Mitgliedern. Die beiden Sprecher Patrick Bauer und Karl Haucke verließen das Gremium, nachdem die Erzdiözese Ende Oktober 2020 ein Missbrauchsgutachten der Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl nicht wie zunächst angekündigt veröffentlichen lassen wollte. Als Begründung führte das Erzbistum äußerungsrechtliche Mängel ins Feld. Der Betroffenenbeirat bekundete zu diesem Schritt zunächst seine Zustimmung. Später erklärten Bauer und Haucke jedoch, sie seien überrumpelt worden. Auch andere Mitglieder verließen den Beirat. Sein derzeitiger Sprecher ist Peter Bringmann-Henselder. (KNA)

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