Motto zur 103. Ausgabe stammt aus Psalm 37

Nächster Katholikentag 2024 in Erfurt hat ein Leitwort

Aktualisiert am 21.10.2022  –  Lesedauer: 

Berlin/Erfurt ‐ Jeder Katholikentag steht unter einem Leitwort, das die programmatische Richtschnur des Treffens vorgibt. Nun hat auch die 103. Auflage des Formats ein Motto – es stammt aus dem Alten Testament, geht aber auf eine sehr aktuelle Thematik ein.

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Der 103. Deutsche Katholikentag 2024 in Erfurt soll unter dem Leitwort "Zukunft hat der Mensch des Friedens" stehen. Der Hauptausschuss des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) stimmte am Freitag in Berlin einem entsprechenden Vorschlag der Katholikentagsleitung zu. Das ZdK als Veranstalter und das gastgebende Bistum Erfurt steigen damit in eine intensive Phase der Vorbereitung für das Treffen ein, das vom 29. Mai bis 2. Juni 2024 in der thüringischen Landeshauptstadt stattfindet.

Die Katholikentagsleitung will mit dem biblischen Psalm 37 daran erinnern, dass Frieden heute eine zentrale Herausforderung sei und einer Haltung der Offenheit und Redlichkeit bedürfe. Die Zdk-Präsidentin und Vorsitzende der Katholikentagsleitung, Irme Stetter-Karp, erklärte: "Der Krieg in der Ukraine hat uns mitten in Europa kalt erwischt." Das Leitwort mahne, dass mit Gewalt und Zerstörung keine Zukunft zu gewinnen sei.

Christen seien zum Friedenstiften aufgerufen

Sie erinnerte daran, dass kriegerische Auseinandersetzungen weltweit zu Hungersnöten, Energiekrisen und Massenflucht führten. Christen seien aufgerufen, Frieden zu stiften – zwischen den Generationen, in den Familien, in einer vielschichtigen Gesellschaft – und auch den Frieden zwischen Mensch und Natur.

Der Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr betonte, Psalm 37 beschreibe sehr realistisch, dass Eigennutz, Gewalt und Ungerechtigkeit unter Menschen schnell die Oberhand behielten. "Der Psalm weiß um die Erfahrung, dass Gerechte und Unschuldige oft den Kürzeren ziehen." Gerade deshalb provoziere die Bibelstelle zum Nachdenken darüber, ob Friede tatsächlich einen Weg in die Zukunft eröffne.

ZdK-Generalsekretär Marc Frings betonte, der Auftrag, Frieden zu stiften, gehöre auch zur Debatte um kirchliche Reformen in Deutschland und auf Ebene der Weltkirche. In Erfurt, wo Kirchenmitglieder in der Minderheit seien, gehe es aber auch darum, dass Christen in die Gesellschaft hineinwirkten und zum Dialog bereit seien. (KNA)