Nicht nur äußere, sondern auch innere Übereinstimmung bei Kardinälen

Gänswein zu Konklave 2013: Scola als Papst hätte wohl vielen gefallen

Veröffentlicht am 29.03.2023 um 16:04 Uhr – Lesedauer: 

Mailand ‐ Medien hatten vor dem Konklave 2013 Kardinal Angelo Scola als einen Favoriten gehandelt. "Ich glaube, dass nicht wenige Kardinäle gut damit hätten leben können, wenn Scola Papst geworden wäre", sagt nun Erzbischof Georg Gänswein – und erläutert das.

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Der langjährige Privatsekretär von Papst Benedikt XVI., Erzbischof Georg Gänswein, hat sich im Abstand von zehn Jahren zur Wahl des Nachfolgers Franziskus im März 2013 geäußert. Der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" (Mittwoch) sagte Gänswein, viele hätten damals erwartet, dass der Mailänder Kardinal Angelo Scola Papst würde. Zwischen Scola und Benedikt XVI. habe es menschliche Sympathie und theologische Übereinstimmung gegeben.

Weiter sagte Gänswein: "Ich glaube, dass nicht wenige Kardinäle gut damit hätten leben können, wenn Scola Papst geworden wäre." Auf Nachfrage sagte Gänswein, er meine damit, dass sie "nicht nur in äußerer, sondern auch in innerer Übereinstimmung" mit Scola als Papst gelebt hätten. Scola (81) war von 2011 bis 2017 Erzbischof von Mailand. Italienische Medien hatten ihn vor der Wahl 2013 als einen Favoriten gehandelt.

Gänswein (66) war bis zu dessen Tod an Silvester Privatsekretär des emeritierten Papstes Benedikt XVI. Seither wartet er auf eine neue Aufgabe. Zuletzt hatte es Gerüchte gegeben, nach denen der Erzbischof neuer Apostolischer Nuntius in Costa Rica werden soll. Eine Entscheidung von Papst Franziskus steht noch aus. (tmg/KNA)