Warnung vor angeblichem "Bischof von Baden und Württemberg"

Wer einem angeblichen "Mönch Savvas, Ältester vom Berg Athos", oder einem "Paisios, Bischof von Baden und Württemberg", begegnet, hat Betrüger vor sich: Darauf weist die Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland in einem Schreiben vom Samstag hin, das von der Zeitung "Orthodox Times" veröffentlicht wurde. Laut der Metropolie ziehen die Männer "als angebliche Retter unseres orthodoxen Glaubens" durch Deutschland, verunglimpfen rechtmäßige orthodoxe Geistliche und verunsichern die Gläubigen.
Beide Männer waren zwar früher orthodoxe Geistliche, wurden aber von ihren Gemeinschaften ausgeschlossen. Laut der Metropolie von Deutschland steht heute keiner von ihnen in Gemeinschaft mit einer kanonischen orthodoxen Kirche. Jegliche von ihnen gespendete Sakramente seien ungültig.
Auch ein katholisches Problem
Bei Savvas handelt es sich um einen ehemaligen Mönch aus dem Kloster Megisti Lavra der Mönchsrepublik Athos, der aus seinem Kloster ausgeschlossen wurde. Dennoch habe er sich weiterhin als Mönch ausgegeben. Der angebliche "Bischof Paisios" ist in Wirklichkeit der ehemalige Priester Panagiotis Papadopoulos. Er wurde von der westmakedonischen Metropolie Florina, Prespai und Eordaia aus dem Klerikerstand entlassen. Weitere Details zu den Männern veröffentlichte die Metropolie von Deutschland nicht.
Auch die katholische Kirche warnt regelmäßig vor angeblichen Bischöfen. Im Januar konnte sich das Bistum Aachen gegen einen Mann vor Gericht durchsetzen, der eine Unterlassungsklage gegen die Diözese angestrengt hatte. Der sich selbst als Erzbischof bezeichnende Mann hatte erwirken wollen, dass das Bistum eine Warnung vor ihm zurücknehmen muss, mit der die Gemeinden darauf hingewiesen wurden, dass ihm die Nutzung von Kirchenräumen und die Mitwirkung an liturgischen Feiern untersagt ist. (fxn)