Theologe lehrte unter anderem in Würzburg und München

Neutestamentler Hans-Josef Klauck gestorben

Veröffentlicht am 31.03.2025 um 13:35 Uhr – Lesedauer: 3 MINUTEN

München ‐ Der Franziskaner Hans-Josef-Klauck folgte einst als Neutestamentler Theologen wie Rudolf Schnackenburg und Joachim Gnilka auf deren Lehrstühlen nach. Nun ist der anerkannte Wissenschaftler im Alter von 78 Jahren gestorben.

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Der lange Jahre in Würzburg und München lehrende Neutestamentler Hans-Josef Klauck ist tot. Der Franziskaner starb im Alter von 78 Jahren am 27. März in Folge einer schweren Blutvergiftung in einem Münchner Krankenhaus, wie der Orden auf seiner Internetseite mitteilte. Zuvor habe er bereits mehrere schwere Krankheiten durchstehen müssen. Der Theologe gehörten zu den bekanntesten Erforschern des Neuen Testamtens. Er schrieb zahlreiche Bücher zu den verschiedensten in diesem Wissenschaftsbereich angesiedelten Themen.

Der 1946 in Hermeskeil bei Trier geborene Klauck trat 1966 in den Franziskanerorden ein. Er studierte Theologie und Philosophie in Münster und München; 1972 weihte ihn Bischof Heinrich Tenhumberg in Münster zum Priester. 1977 folgte die Promotion zum Doktor der Theologie, 1980 die Habilitation. 1981 übernahm der Ordensmann eine Professur in Bonn. Ein Jahr später wurde er zum Nachfolger von Professor Rudolf Schnackenburg an die Universität Würzburg berufen, wo er von 1982 bis 1998 Inhaber des Lehrstuhls für Neutestamentliche Exegese war.

1998 wechselte Klauck an die Universität München, wo er seinem früheren Lehrer Joachim Gnilka folgte. 2001 erhielt der Franziskaner schließlich einen Ruf an die University of Chicago, Divinity School, und lehrte dort bis zu seiner Emeritierung 2016. Im November 2022 kehrte Klauck nach Deutschland zurück. (KNA)