Ein des sexuellen Missbrauchs beschuldigter Priester aus dem Bistum Eichstätt muss sich in einem kirchlichen Strafprozess verantworten. Der Vatikan habe die Diözese mit der Durchführung beauftragt, wie diese am Freitag mitteilte. Geplant sei, dafür einen Sondergerichtshof mit externen Kirchenrechtlern zu besetzen. Der Priester weise die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück.
Mit dem Fall des im Dekanat Ingolstadt tätigen Geistlichen hatte sich bereits die Staatsanwaltschaft befasst, ihre Ermittlungen aber eingestellt. Daraufhin wurde die kirchenrechtliche Voruntersuchung wieder aufgenommen. Im Oktober 2024 habe sich das zuständige Glaubensdikasterium im Vatikan der Empfehlung des Bistums angeschlossen, einen kirchlichen Strafprozess zu führen.
Der betroffene Priester war den Angaben zufolge nach dem Bekanntwerden von Vorwürfen umgehend vom Dienst suspendiert worden. Bis zum Abschluss des Verfahrens gelte für ihn die Unschuldsvermutung, betonte das Bistum. (KNA)
Service
Das Bistum bietet möglichen Betroffenen an, sich bei externen Ansprechpersonen oder dem Betroffenenbeirat zu melden:
- Werner Merkle, Facharzt für Psychiatrie, Innere Medizin und Psychotherapie, Westenstr. 27, 85072 Eichstätt, Telefon 08421-97070
- Felizitas Schweitzer, Bereichsleiterin Psychologie und weitere Dienste im Zentrum für Psychische Gesundheit, Krumenauerstr. 25, 85049 Ingolstadt, Telefon 0841-8803060, E-Mail: felizitas.schweitzer@klinikum-ingolstadt.de
- Kontaktperson im Betroffenenbeirat: Udo Holy, Telefon 0179-4650857