Noch am Silvestertag trafen 257 Pilger in Santiago ein

Neues Rekordjahr für den Jakobsweg – 500.000er-Marke geknackt

Veröffentlicht am 01.01.2026 um 18:34 Uhr – Lesedauer: 

Santiago de Compostela  ‐ Der Zulauf auf dem Jakobsweg sorgt für einen weiteren Rekord. 2025 kamen zum ersten Mal mehr als eine halbe Million Pilger in Santiago de Compostela an. Ein Ende des Booms ist nicht in Sicht.

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Der Jakobsweg setzt seine Rekordgeschichte fort: Das vergangene Pilgerjahr hat alle bisherigen Höchstmarken übertroffen; erstmals ist die Marke von einer halben Million Ankünfte geknackt worden.

Wie aus der Statistik des Pilgerbüros in Santiago de Compostela hervorgeht, bekamen 530.987 Ankömmlinge ihr Diplom. Der Anteil der Frauen lag bei 53,4 Prozent, was fast 35.000 mehr Pilgerinnen als Pilgern entsprach. Bei den Nationalitäten hatten - wie immer - die Spanier die Nase vorn (228.527), mit weitem Abstand gefolgt von US-Amerikanern (43.980), Italienern (26.680) und Deutschen (24.356). Noch am Silvestertag trafen 257 Pilger in Santiago ein, was zum Trend des Winterpilgerns passt, um den Massen in den zulaufstarken milderen Monaten aus dem Weg zu gehen.

Trend dürfte anhalten

2026 dürfte sich der Boom fortsetzen und 2027 abermals steigern. Dann nämlich beginnt das nächste heilige Jakobusjahr, was immer dann ansteht, wenn der Jakobustag am 25. Juli auf einen Sonntag fällt.

Die Jakobswege zum in Santiago verehrten Grab des Apostels Jakobus waren bereits im Mittelalter stark frequentiert. Zahlen dazu gibt es allerdings nicht. Die Wiederentdeckung des Jakobswegs begann in den 1980er Jahren, auf Betrieben von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) und des Europarates. Damals begann es mit lediglich einigen tausend Pilgern pro Jahr. (KNA)