Rund 40 Tote und 115 Verletzte

Trauer nach Brandkatastrophe in der Schweiz – Bischöfe kondolieren

Veröffentlicht am 02.01.2026 um 09:08 Uhr – Lesedauer: 

Bern/Berlin ‐ In einem beliebten Schweizer Ferienort begann das neue Jahr mit einem verheerenden Unglück: Bei einer Silvesterparty bricht ein Feuer aus – mit tödlichen Folgen. International herrscht Bestürzung, auch die Bischöfe des Landes trauern.

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Die Brandkatastrophe im Skiort Crans-Montana hat international Entsetzen und Anteilnahme ausgelöst. Wie die Schweizer Behörden bei einer Pressekonferenz am späten Donnerstagnachmittag mitteilten, kamen ungefähr 40 Menschen ums Leben, etwa 115 seien verletzt worden, die meisten schwer. Bundespräsident Guy Parmelin sprach von "einer der schlimmsten Tragödien, die es in unserem Land jemals gab". Die Untersuchungen zur Brandursache liefen auf Hochtouren.

Laut Behördenangaben war das Feuer während der Silvesterfeier in einer Kellerbar ausgebrochen. Die Identifizierung der Opfer gestalte sich schwierig. Viele Verletzte wurden mit schweren Verbrennungen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Unter den Opfern sind zahlreiche Touristen, vor allem junge Menschen, die in der Region ihren Urlaub verbrachten.

Freude verwandelt sich in Trauer 

"Was ein Moment der Freude sein sollte, verwandelte sich in der Nacht in Crans-Montana in eine Trauer, die die ganze Schweiz und das Ausland betrifft", erklärte Parmelin bereits am Vormittag. Seine geplante Neujahrsansprache wurde aus Respekt vor den Betroffenen verschoben. Auch die Bischöfe des Landes bekundeten ihre Anteilnahme. "Diese Nacht, die eigentlich ein Fest sein sollte, hat sich für Hunderte von Menschen zu einer schrecklichen Katastrophe entwickelt. Unsere Gedanken und Gebete gelten allen Betroffenen", hieß es in einer Erklärung der Schweizer Bischofskonferenz.

Auch Papst Leo XIV. drückte den Angehörigen sein Mitgefühl aus. In einem am Freitag veröffentlichten Telegramm an den Bischof von Sitten, Jean-Marie Lovey, heißt es, das Kirchenoberhaupt hoffe auf Trost aller von diesem Drama betroffenen Menschen.

Im Ausland herrscht ebenfalls Bestürzung. Mehrere europäische Staats- und Regierungschefs meldeten sich zu Wort. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) schrieb in einem Social-Media-Posting zur Katastrophe im Nachbarland: "Die Ereignisse dort erschüttern uns. Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen und ihren Angehörigen. Den Verletzten wünsche ich baldige und vollständige Genesung." (mal/KNA)

2.1., 12:40 Uhr: ergänzt um Beileidstelegramm von Papst Leo XIV.