Ablass für Sündenstrafen weltweit möglich

Jubiläumsjahr des heiligen Franz von Assisi hat begonnen

Veröffentlicht am 12.01.2026 um 09:23 Uhr – Lesedauer: 

Assisi/Rom ‐ Das Heilige Jahr in Rom ist vorbei, das Jubiläumsjahr in Assisi wird eröffnet. 800 Jahre nach dem Tod des heiligen Franziskus dauert es bis zum 10. Januar 2027. Und wieder gibt es einen Ablass für die Sündenstrafen.

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In Assisi ist das Jubiläumsjahr aus Anlass des Todes des heiligen Franziskus vor 800 Jahren eröffnet worden. Wie das Portal "Vatican News" berichtet, waren an den dortigen Feierlichkeiten am Sonntag die Spitzen der franziskanischen Ordensgemeinschaften, der scheidende Bischof von Assisi, Domenico Sorrentino, sowie Vertreter staatlicher Institutionen beteiligt.

Bereits in den Jahren zuvor hatte es in Assisi und Umgebung erste Jubiläumsfeiern gegeben. So wurde 2023 die von Franziskus erfundene erste Krippe in Greccio gefeiert. 2024 gedachte man der wundersamen Stigmatisierung des Heiligen und 2025 seines berühmten Lobs auf die Schöpfung ("Sonnengesang").

Nationaler Feiertag

Aus Anlass des 800. Todesjahres von Italiens berühmtestem Heiligen stehen 2026 mehrere religiöse Feiern an. Höhepunkt ist der Todestag am 3. Oktober. Das Parlament in Rom hat vor drei Monaten mit großer Mehrheit den darauf folgenden Franziskus-Tag (4. Oktober) erneut auf Dauer zum gesetzlichen Feiertag für ganz Italien gemacht.

Bei der Eröffnungszeremonie des Jubiläumsjahres in der Kirche Santa Maria degli Angeli unterhalb von Assisi wurde am Sonntag eine Botschaft von Papst Leo XIV. an die Oberen der franziskanischen Ordensgemeinschaften verlesen. Darin betont der Papst die Aktualität der radikalen Friedensbotschaft des weltweit populären Heiligen. Ferner wurde bekanntgegeben, dass die zuständige Bußbehörde im Vatikan aus Anlass des Jubiläumsjahres einen vollkommenen Nachlass der Sündenstrafen (Ablass) gewährt. Er kann außer in Assisi weltweit in jeder Franziskus geweihten Kirche erlangt werden. (KNA)