Seit Wochen Spekulationen über Leos Reiseziele

Papstbotschafter kündigt Reise von Leo XIV. in diesem Jahr an

Veröffentlicht am 14.01.2026 um 09:24 Uhr – Lesedauer: 

Luanda ‐ Seit Papst Leo XIV. im Dezember angekündigt hat, Afrika stehe in diesem Jahr auf seiner Agenda, wird über konkrete Stationen und Details spekuliert. Nun scheint sich ein Reiseziel zu konkretisieren.

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Papst Leo XIV. will in diesem Jahr das südwestafrikanische Angola besuchen. Das teilte der dortige Papstbotschafter, Erzbischof Kryspin Dubiel, am Dienstag bei einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Luanda mit. Leo XIV. habe die Einladungen der Bischöfe Angolas und des angolanischen Präsidenten João Lourenço angenommen, Grundvoraussetzungen für den offiziellen Besuch eines Papstes. Derzeit werde die Afrikareise vorbereitet, so der Apostolische Nuntius für das christliche Land. "Details zum genauen Datum oder Programm stehen noch nicht fest, werden aber bekannt gegeben, sobald sie feststehen", sagte der aus Polen stammende Vatikandiplomat.

Seit Wochen Spekulationen über Leos Reiseziele

Nach seiner bislang ersten Papstreise in die Türkei und den Libanon hatte Leo XIV. im Dezember von Reiseplänen nach Afrika gesprochen. Als Mitglied des Augustinerordens wolle er unter anderem Algerien besuchen, wo der Kirchenvater Augustinus maßgeblich wirkte, so der seit Mai amtierende Papst. Doch stünden bisher weder Termine noch genaue Ziele einer Afrikareise fest, sagte Leo auf dem Rückflug von Beirut. Seitdem wird über Stationen des nächsten Papstbesuchs spekuliert.

Bei der Pressekonferenz am Dienstag dankte Erzbischof José Manuel Imbamba dem Papst für die Annahme der Einladung nach Angola. Die Bürger forderte der Präsident der Bischofskonferenz von Angola und São Tomé und Príncipe auf, in den Komitees mitzuarbeiten, die zur Vorbereitung des dritten Papstbesuchs eingerichtet werden. Johannes Paul II. besuchte das Land 1992, Benedikt XVI. im Jahr 2009.

450 Jahre Luanda

Luandas Erzbischof Filomeno do Nascimento Vieira Dias dankte der angolanischen Regierung für die "Öffnung der Türen" und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit religiösen Führern, um den Papstbesuch zu ermöglichen. Zudem begehe Angolas Hauptstadt Luanda in diesem Jahr 450 Jahre ihrer Gründung – "450 Jahre im Zeichen des Glaubens", so der Erzbischof.

Leo XIV. ist der erste Papst der modernen Geschichte mit persönlicher Afrikakenntnis. Als Chef des international tätigen Augustinerordens und Leiter des vatikanischen Bischofsdikasteriums besuchte er eine Reihe von Ländern des Kontinents, einige wie Kenia, Tansania und Nigeria sogar mehrfach. Zuletzt 2023 besuchte mit Franziskus (2013–2025) ein Papst den Kontinent. Er reiste in Angolas Nachbarland, die Demokratische Republik Kongo, und anschließend in den Südsudan. (KNA)