"Wann sind Dinge entscheidungsreif?"

Bischof Jung kritisiert Zeitdruck bei Synodalem Weg

Veröffentlicht am 01.02.2026 um 10:22 Uhr – Lesedauer: 

Würzburg ‐ Zeitdruck statt gründlicher Debatte: Nach dem Ende des Synodalen Wegs kritisiert der Würzburger Bischof Franz Jung ein oftmals schnelles Fällen von Beschlüssen. Für gute Synodalität brauche es mehr Raum für Diskussion.

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Nach Abschluss des Synodalen Wegs kritisiert der Würzburger Bischof Franz Jung, dass bei dessen Versammlungen oftmals Entscheidungen unter hohem Zeitdruck gefällt worden seien. "Das war oft nicht gut, weil man den Eindruck hatte, es besteht noch Diskussionsbedarf", sagte Jung am Wochenende in Würzburg. Das Reformprojekt der katholischen Kirche in Deutschland war am Samstag in Stuttgart offiziell zu Ende gegangen.

Für gelingende Synodalität müsse auch der Faktor Zeit berücksichtigt werden, so Jung weiter. "Wie viel Zeit zur Diskussion ist? Wann sind Dinge tatsächlich entscheidungsreif?" Dennoch schaue er positiv in die Zukunft. Wenn die Deutsche Bischofskonferenz dem Satzungsentwurf für die Synodalkonferenz zustimme und Rom diesen anerkenne, könnte die Konferenz im November erstmals in Stuttgart zusammentreten: "Jetzt bin ich gespannt, wie das im November gut weitergeht."

Die Synodalkonferenz soll ein neues nationales Kirchengremium sein und aus Bischöfen und Laien bestehen. (KNA)