Erzbischof Burger schließt DBK-Vorsitz aus

Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger hat ausgeschlossen, neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) zu werden. Für dieses Amt sei eine enge Vernetzung in Rom von besonderer Bedeutung: "Da gibt es eine Reihe von Bischöfen mit entsprechenden Verbindungen", sagte Burger laut einem Bericht des "Schwarzwälder Boten" am Dienstag.
Nach Einschätzung Burgers zeichnet sich innerhalb der DBK derzeit noch kein Favorit für den Vorsitz ab. Der amtierende Vorsitzende Georg Bätzing steht seit 2020 an der Spitze der Bischofskonferenz, hatte jedoch vor der sechsten und abschließenden Synodalversammlung angekündigt, nicht für eine zweite Amtszeit zu kandidieren.
Bätzing hatte das Amt 2020 vom Münchner Erzbischof Reinhard Marx übernommen. In seiner Amtszeit prägte er maßgeblich den Reformprozess der katholischen Kirche in Deutschland und leitete den Synodalen Weg gemeinsam mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Burger selbst versteht sich ebenfalls als Befürworter des Reformprozesses. Zugleich betonte er, dass Reformen in verbindlicher Übereinstimmung mit Rom und der Weltkirche erfolgen müssten. Auf der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz vom 23. bis 26. Februar in Würzburg wollen die deutschen Bischöfe einen neuen Vorsitzenden für die kommenden sechs Jahre wählen. (mtr)