Auf Intervention des Vatikans reagiert

Melonis Gesicht von Engelsbild in Kirche entfernt

Veröffentlicht am 04.02.2026 um 13:21 Uhr – Lesedauer: 

Rom ‐ "Verbittert" zeigte sich ein Kardinal. Der Vatikan und Italiens Kulturminister schalteten sich ein. Grund der Aufregung: ein Engelsbild mit dem Gesicht von Giorgia Meloni in einer Kirche. Nun wurde es entfernt.

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Ein Engel ohne Gesicht: Nach den Kontroversen der vergangenen Tage wurde das Antlitz von Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni aus einer römischen Kirche entfernt. Er habe damit auf die Intervention des Vatikans reagiert, erklärte der Küster der Kirche San Lorenzo in Lucina im Zentrum Roms der Zeitung "La Repubblica" am Mittwoch. Nach eigener Aussage soll er für die ungenehmigte Überarbeitung des Engelsbildes verantwortlich sein.

In einer Seitenkapelle der Kirche, die gerade restauriert wird, war am Samstag ein Engel mit den Gesichtszügen der italienischen Regierungschefin entdeckt worden. Das Bistum Rom, dessen Bischof der Papst ist, distanzierte sich umgehend von der Abbildung der geflügelten Politikerin mit einer Schriftrolle in ihren Händen: Restaurationsarbeiten in der Kirche seien zwar bekannt gewesen, allerdings sollten sie "ohne Änderungen oder Ergänzungen" vollzogen werden.

Papst-Vertreter "verbittert"

Der Stellvertreter des Papstes im Bistum, Kardinalvikar Baldassare Reina, brachte in einer Erklärung seine "Verbitterung" über den Vorgang zum Ausdruck: "Unter Bekräftigung des Engagements der Diözese Rom für die Bewahrung des künstlerischen und spirituellen Erbes wird nachdrücklich betont, dass Bilder der sakralen Kunst und der christlichen Tradition nicht missbräuchlich verwendet oder instrumentalisiert werden dürfen, da sie ausschließlich dazu bestimmt sind, das liturgische Leben und das persönliche und gemeinschaftliche Gebet zu unterstützen."

Reina kündigte eine umgehende Untersuchung an, in die neben dem Bistum auch die staatliche Denkmalschutzbehörde einbezogen ist. Auf Anweisung von Italiens Kulturminister Alessandro Giuli werden derzeit Abbildungen des ursprünglichen Gemäldes recherchiert, um dem Engel sein eigentliches Gesicht zurückzugeben. (KNA)