"Sehr bedauerlich"

Weißes Haus nicht erfreut über Vatikan-Nein zu "Friedensrat"

Veröffentlicht am 19.02.2026 um 15:21 Uhr – Lesedauer: 

Washington ‐ Donald Trumps "Friedensrat" ohne den Vatikan: Das Weiße Haus nennt das Fernbleiben des Heiligen Stuhls "sehr bedauerlich". Der Kardinalstaatssekretär führte für die Entscheidung Gründe an.

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Karoline Leavitt, Sprecherin des Weißen Hauses, ist nicht erfreut über die Absage des Vatikans an den von US-Präsident Donald Trump initiierten "Friedensrat". In einem Pressegspräch bezeichnete sie das Fernbleiben des Vatikans am Mittwoch als "sehr bedauerlich".

Leavitt ergänzte, natürlich wünsche sich die Regierung die Teilnahme aller Eingeladenen. "Der Friedensrat überwacht den Wiederaufbau eines Gebiets, das viel zu lange von Gewalt, Blutvergießen und Armut heimgesucht wurde." Trump habe einen "ehrgeizigen und mutigen" Plan und eine Vision für den Wiederaufbau des Gazastreifens. Den "Friedensrat" bezeichnete sie als "legitime Organisation, der dutzende von Ländern aus der ganzen Welt angehören". An anderer Stelle hatte sie von "mehr als zwanzig" am Rat teilnehmenden Ländern gesprochen.

Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hatte das vatikanische Fernbleiben mit der "besonderen Natur des Heiligen Stuhls" begründet, die sich von der anderer Staaten unterscheide. Zudem gebe es bei dem Projekt einige "ungeklärte Punkte". Im Übrigen sei der Vatikan der Meinung, dass vor allem die UN für derartige Dinge zuständig seien. Auch Deutschland verweist auf die Vereinten Nationen zur Lösung internationaler Konflikte. Ein hoher Beamter des Außenministeriums vertritt Deutschland in Trumps "Friedensrat" – als Beobachter. (KNA)