"Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe!"

Bischof Bätzing: Fastenzeit ermutigt zu Perspektivenwechsel

Veröffentlicht am 22.02.2026 um 08:45 Uhr – Lesedauer: 

Limburg ‐ Der Limburger Bischof Bätzing ruft dazu auf, die Bußzeit vor Ostern als Anregung zu neuem Denken zu verstehen. Er wendet sich gegen Angst und Resignation und plädiert für Veränderung, Hoffnung und neues Denken.

  • Teilen:

Der Limburger Bischof Georg Bätzing hat in dem am Sonntag in allen Pfarreien des Bistums verlesenen Hirtenwort für einen mutigen Perspektivenwechsel geworben. Das Jesuswort "Kehrt um, denn das Himmelreich ist nahe!" (Matthäus 4,17) widerspreche Angst, Untergangsszenarien und Resignation, schreibt der Bischof laut Mitteilung des Bistums am Samstagabend. Der Ruf zur Buße oder Umkehr sei ein Antrieb für Veränderung, Hoffnung und neues Denken.

"Angst ist ein schlechter Ratgeber, wenn es um die Veränderung unserer Einstellungen und mehr noch unserer Lebensweisen geht", schreibt Bätzing. Jesu Ankündigung des kommenden Himmelreiches sei keine Vertröstung, sondern eine Kraft, die Menschen aufrichte, heile und neu ausrichte. "Ich will mich nicht ständig von den Unglückspropheten unserer Zeit beeinflussen lassen", schreibt Bätzing. "Ich will bewusst nach guten Nachrichten Ausschau halten, die Mut machen, weil da gute Saat aufgeht von denen, die etwas riskieren."

Jesu Ruf zur Umkehr bedeute einen Aufruf zu neuem Denken. "Wenn Gewohnheiten und Denkmodelle an Grenzen stoßen, wenn Vertrautes wegbricht und an ein Ende kommt, dann denkt um, denkt neu", legt der Bischof aus. Jesus wolle mit seinem Aufruf dazu bewegen, "die große Zukunft Gottes als Anreiz zu verstehen". Die vorösterliche Fastenzeit sei eine geschenkte Zeit, um neue Perspektiven einzuüben und "mutig neu zu denken", schreibt Bätzing. (epd)