Belorado: Exkommunikation von zwei Ex-Klarissen aufgehoben

Zwei von zehn verbliebenen Ex-Klarissen aus dem Kloster Belorado haben ihre schismatischen Aussagen widerufen. Am Aschermittwoch wurde die durch den Erzbischof von Burgos, Mario Iceta, ausgesprochene Exkommunikation aufgehoben, wie "Religión Digital" berichtet. In einem von dem Online-Magazin veröffentlichten Brief an die Klarissen-Föderation Unserer lieben Frau von Aránzu heißt es, dass die ehemaligen Schwestern Paz und Adriana die Aussagen des von ihnen unterzeichneten Manifests widerufen haben und in einem persönlichen Prozess der Umkehr begleitet wurden, "den sie in Demut und Dankbarkeit gemäß den ihnen und ihren geistlichen Begleitern gegebenen Anweisungen durchlaufen haben".
Nach Abschluss dieses Prozesses habe Iceta, der vom Vatikan als Apostolische Kommissar des Klosters Belorado bestellt wurde, die von ihm im Juni 2024 ausgesprochene Exkommunikation wegen Schismas aufgehoben. Zur Zukunft der beiden Frauen äußert sich der Brief nicht. Ob die beiden Frauen in ein anderes Klarissenkloster aufgenommen werden, ist noch nicht bekannt. Mit der Exkommunikation wurden sie auch aus dem Ordensstand und den damit verbundenen Gelübden entlassen.
Erste versöhnliche Entwicklung des Konflikts
Der Konflikt um die Klarissen von Belorado hat sich in den vergangenen Monaten immer weiter zugespitzt. Die Eskalation hatte 2024 mit dem von ihnen unterzeichneten Manifest begonnen, mit dem sie sich von der katholischen Kirche lossagten und erklärten, alle Päpste nach Pius XII. (1939–1958) nicht anzuerkennen. Im Laufe des Konflikts schlossen sie sich verschiedenen schismatischen angeblichen Bischöfen an und wurden aufgrund ihres Schismas exkommuniziert. Nach mehreren gescheiterten Schlichtungsversuchen des Päpstlichen Kommissars Iceta ist die Rückkehr der beiden Ex-Schwestern die erste versöhnliche Entwicklung.
Nach monatelangem Rechtsstreit steht im März die Räumung der acht verbliebenen Ex-Nonnen aus dem Kloster Belorado an. Außerdem müssen sich die ehemaligen Ordensfrauen vor Gericht verantworten, da ihnen unter anderem die Vernachlässigung von fünf älteren Ordensfrauen vorgeworfen wird, die den Gang ins Schisma nicht mitgemacht haben, aufgrund ihres Gesundheitszustands das Kloster aber nicht verlassen konnten. Die fünf Schwestern, von denen eine mittlerweile verstorben ist, wurden Mitte Dezember von der spanischen Polizei aus dem Kloster Orduña befreit, in das sie von den Ex-Klarissen gebracht wurden. (fxn)