Vier Länder in zehn Tagen

Vatikan veröffentlicht Programm für Papstreise nach Afrika

Veröffentlicht am 16.03.2026 um 17:49 Uhr – Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ Als Ordensmann und Bischof war Leo XIV. sehr weltläufig. Nun knüpft der US-Amerikaner mit peruanischem Pass daran an: Im April geht es für ihn auf seine bis dahin längste Auslandsreise als Papst.

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Papst Leo XIV. reist Mitte April für zehn Tage auf den afrikanischen Kontinent. Dort besucht er vier Länder: Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea, wie aus dem am Montag veröffentlichten Programm des Vatikans hervorgeht. Afrika ist einer der Wachstumskontinente der katholischen Kirche, schon allein wegen des dortigen Bevölkerungswachstums. Die Ortskirchen emanzipieren sich in den vergangenen Jahrzehnten mehr und mehr von der einstigen kulturellen Prägung durch Europa. Immer wieder wird auch das Bild von einem ersten Papst aus Afrika befördert.

Auf dem Programm von Leo XIV. stehen jeweils Besuche bei den Präsidenten der vier Länder, Treffen mit Behörden, Zivilgesellschaft und Diplomatischem Corps sowie Besuche bei kirchlichen und sozialen Einrichtungen. In allen vier Ländern feiert der Papst zudem öffentliche Gottesdienste, zumeist unter freiem Himmel.

Moschee und heiliger Augustinus

Das Kirchenoberhaupt reist laut Programm am 13. April zunächst nach Algier. In dem heute muslimisch geprägten Land besucht Leo XVI. nicht nur die große Moschee von Algier und ein Mahnmal des Bürgerkriegs, sondern auch die archäologische Stätte von Hippo; eine Reminiszenz an den heiligen Augustinus, der dort in der Spätantike Bischof war. Der Papst gehört dem Augustinerorden an und leitete ihn bis 2013.

Von Algerien geht es am 15. April weiter nach Yaoundé, der Hauptstadt Kameruns, wo das Kirchenoberhaupt in den folgenden Tagen diverse Begegnungen absolviert. Nach der deutschen Kolonialherrschaft (1884-1916) wurde die Region zwischen Frankreich und Großbritannien aufgeteilt. Nach der Unabhängigkeit 1960/61 entstand ein Staat, der bis heute mit dem Erbe der Zweisprachigkeit und mit internen Konflikten zu kämpfen hat.

Am 18. April fliegt Leo XIV. dann nach Luanda in Angola im Südwesten Afrikas – wo als Erbe des Kolonialismus als Amtssprache Portugiesisch gesprochen wird. Letzte Station ist dann ab 21. April Äquatorialguinea mit der Hauptstadt Malabo in Zentralafrika. Äquatorialguinea ist einer der kleinsten Staaten Afrikas und wird seit 1979 diktatorisch regiert. Dort sind infolge der spanischen Kolonialherrschaft über 80 Prozent der Bevölkerung Katholiken. Am 23. April kehrt der als Ordensmann und Bischof sehr weltläufige Leo XIV. dann von seiner bis dahin längsten Auslandsreise als Papst nach Rom zurück. (KNA)