Nach Ernennung von Vermittler durch Vatikan

Goldenstein-Nonnen nun doch in Rom – Kritik an Vorgesetztem

Veröffentlicht am 29.04.2026 um 09:07 Uhr – Lesedauer: 

Rom/Salzburg ‐ Erst sagten die Goldenstein-Nonnen ihre Rom-Reise ab, dann meldete ihr Vorgesetzter ihr Verschwinden. Jetzt ist klar: Die drei Ordensfrauen sind in der Ewigen Stadt – mit scharfer Kritik im Gepäck.

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Die drei Augustiner-Chorfrauen aus dem österreichischen Kloster Goldenstein sind nun doch nach Rom gereist. Die Ordensfrauen werden am Mittwoch an der Generalaudienz von Papst Leo XIV. im Vatikan teilnehmen, wie ihre Helfer am selben Tag ankündigten.

Am Dienstag war bekanntgeworden, dass der Vatikan Erzabt Jakob Auer als Vermittler für den seit 2025 schwelenden Klosterstreit eingesetzt hat. In diesem Zuge teilten die Schwestern mit, ihre Reise abgesagt zu haben. Wenige Stunden später meldete der Vorgesetzte der Schwestern, Propst Markus Grasl, die betagten Nonnen seien aus ihrem Kloster verschwunden. Nun kritisieren die Schwestern die verbreitete Presseinformation: Sie entbehre jeder Grundlage, hieß es. Der neue vatikanische Vermittler sei über sämtliche Schritte der Schwestern informiert gewesen.

Das Schicksal der Goldenstein-Nonnen, die alle über 80 Jahre alt sind, hatte in den vergangenen Monaten international für Schlagzeilen gesorgt. Ihren Fall verfolgten auch tausende Interessierte auf Instagram. Anfang September waren sie gegen den Willen Grasls aus einem Seniorenheim in ihr früheres Kloster zurückgekehrt. Das Gebäude gehört seit 2022 dem Erzbistum Salzburg und dem Stift Reichersberg. Die Schwestern geben an, ihnen sei ursprünglich ein lebenslanger Verbleib zugesagt worden; nach Krankenhausaufenthalten mussten sie Ende 2023 dennoch in ein Heim übersiedeln. (KNA)