Leo XIV. verweist auf erste Worte nach seiner Wahl

Papst zu neuer Trump-Attacke: Kritisiert mich – aber mit der Wahrheit

Veröffentlicht am 06.05.2026 um 09:18 Uhr – Lesedauer: 

Castel Gandolfo ‐ Die Angriffe aus Washington auf Papst Leo XIV. reißen nicht ab. Auf eine neue Trump-Attacke hat das Kirchenoberhaupt nun reagiert – kurz vor einem Treffen mit US-Außenminister Rubio im Vatikan.

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Papst Leo XIV. hat auf die neuesten Attacken von US-Präsident Donald Trump reagiert. "Wenn mich jemand dafür kritisieren will, dass ich das Evangelium verkünde, soll er das mit der Wahrheit tun", sagte das Kirchenoberhaupt am Dienstagabend vor Journalisten in Castel Gandolfo.

Die Kirche spreche sich seit Jahren gegen alle Atomwaffen aus, daran gebe es keinen Zweifel, so Leo XIV. zur erneuten Behauptung Trumps, der Papst würde es in Ordnung finden, wenn der Iran über eine Atomwaffe verfüge. Der 70-jährige Pontifex verwies auf seine ersten Worte nach seiner Wahl zum Papst: "Ich habe gesagt: 'Friede sei mit euch', und die Mission der Kirche ist es, das Evangelium zu verkünden, den Frieden zu verkünden."

Serie von Attacken aus Washington

Die aktuelle Attacke ist Teil einer ganzen Serie von Angriffen aus Washington auf das Kirchenoberhaupt, das gebürtig aus den USA stammt. Mitte April hatte Trump dem Papst vorgeworfen, seinen Job nicht gut zu machen. Er sei "schwach bei der Kriminalitätsbekämpfung" und "furchtbar in der Außenpolitik", nachdem das Kirchenoberhaupt den Angriff der USA und Israels auf den Iran als "wahrlich inakzeptabel" verurteilt hatte. Schon damals behauptete Trump, Leo wolle dem Iran erlauben, Atomwaffen zu besitzen.

Leo XIV. selbst reagierte gelassen auf den Angriff: Er habe keine Angst vor der Trump-Regierung, wolle sich aber auch nicht auf eine Debatte mit dem US-Präsidenten einlassen. Am kommenden Donnerstag empfängt der Papst US-Außenminister Marco Rubio im Vatikan. (KNA)