Ende der Amtszeit von Toni Faber

Wiener Erzbischof bestätigt Leitungswechsel am Stephansdom

Veröffentlicht am 24.05.2026 um 08:45 Uhr – Lesedauer: 

Wien ‐ Wiens Erzbischof Josef Grünwidl hat die Neubesetzung der Dompfarrei bestätigt. Er sieht nach 30 Jahren eine "gute Zeit" für eine Neubesetzung. Langzeitpfarrer Toni Faber soll aber weiter am Stephansdom tätig bleiben.

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Der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl hat die Neubesetzung der Wiener Dompfarrei zum Sommer 2027 bestätigt. Als wesentlichen Grund nannte er im ORF-Hörfunk am Samstag die lange Amtszeit von Dompfarrer Toni Faber (64) sowie dessen Erreichen des Pensionsalters im kommenden Jahr. "Es gab in der Geschichte des Dompfarrers niemanden, der 30 Jahre dieses Amt ausgeübt hat", sagte Grünwidl. Faber habe damit "einen Rekord aufgestellt".

Zugleich betonte der Erzbischof, dass dies keinen Rückzug Fabers aus der Seelsorge oder vom Stephansplatz bedeute und dass er dessen Dienst sehr schätze. Faber sagte, er sei mit Grünwidl "seit 45 Jahren in guten Gesprächen". Beide betonten im ORF-Interview die langjährige persönliche Verbindung. "Wir wurden hier im Stephansdom am selben Tag zu Priestern geweiht", so Grünwidl. Faber sagte, er sehe als mögliche künftige Aufgabe etwa die City-Seelsorge.

Faber gehört zu den bekanntesten Persönlichkeiten der katholischen Kirche in Österreich. Seit fast 30 Jahren ist er hauptverantwortlich für die Seelsorge am Stephansdom. Landesweit bekannt ist er durch seine große mediale Präsenz, auch auf Promi-Events wie dem Wiener Opernball. Manche Katholiken fühlten sich aber auch durch Fabers glamouröses Auftreten vor den Kopf gestoßen. (KNA)