Aus Tolkiens "Herr der Ringe"

Leo XIV. zitiert Gandalf in neuem Lehrschreiben

Veröffentlicht am 26.05.2026 um 10:06 Uhr – Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ Ist Leo XIV. ein Fantasy-Nerd? In seinem ersten Lehrschreiben zitiert der Papst auch Gandalf aus Tolkiens "Herr der Ringe". Offenbar verbindet Zauberer und Kirchenoberhaupt mehr als nur die Kleiderfarbe.

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Beide ehrwürdige Herren treten ausschließlich in Weiß auf. Doch ist die Gewandfarbe offenbar nicht das einzige, was Papst Leo XIV. und Gandalf den Weißen, Zauberer aus dem "Herrn der Ringe", verbindet. In seinem am Pfingstmontag veröffentlichten Lehrschreiben ""Magnifica humanitas – über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz" zitiert das Kirchenoberhaupt direkt aus dem Fantasy-Epos des "katholischen Schriftstellers" John Ronald Reuel (J.R.R.) Tolkien.

Das im 213. Absatz der Enzyklika wörtlich übernommene Zitat aus dem dritten Band der Reihe, "Die Rückkehr des Königs", stammt - wenn auch im Lehrschreiben nicht namentlich erwähnt – von Gandalf: "Doch unsere Sache ist es nicht, die Welt durch alle Zeiten zu steuern, sondern in den Jahren, auf die wir beschränkt sind, zu tun, was wir können, um das Übel auf den uns bekannten Feldern auszujäten, damit jene, die nach uns kommen, einen guten Boden vorfinden."

Papst Leo sieht in dieser Äußerung aus dem Buch die Verantwortung der Kirche im Bezug auf den Umgang mit KI gut beschrieben. "Die Zivilisation der Liebe entsteht nicht aus einer einzigen, spektakulären Geste, sondern aus der Summe kleiner und beharrlicher Taten der Treue, die als Bollwerk gegen die Entmenschlichung dienen", heißt es im Lehrschreiben: "Deshalb lohnt es sich, innezuhalten und einige Aspekte zu betrachten, wie wir, ein jeder in seinem eigenen Bereich, an ihrem Aufbau mitwirken können." (KNA)