Papst Leo XIV. sitzt Probe in neuem Elektro-Ferrari

Ob der päpstliche Segen hilft, einen von vielen prognostizierten Verkaufsflop abzuwenden? Der italienische Edel-Autohersteller Ferrari hat Papst Leo XIV. sein neues Elektromodell "Luce" präsentiert. Ferrari-Chef John Elkann und weitere Vertreter des Unternehmens trafen den Papst am Dienstag in Castel Gandolfo und erklärten ihm die technischen Details des Fahrzeugs. Videos von der Begegnung zeigen Leo XIV. auf dem Fahrersitz und mit den Händen am Lenkrad. Dieses bekam der Pontifex im Anschluss als Geschenk, wie Ferrari mitteilte.
Die Kult-Marke aus Maranello hatte den "Luce", mit dem sie sich zum ersten Mal auf den Markt der E-Autos im Luxussegment begibt, Anfang der Woche offiziell vorgestellt und rührt seither kräftig die Werbetrommel. So war die Ferrari-Führungsriege unmittelbar vor dem Besuch bei Leo beim italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella. Überzeugen soll das Modell mit vier Elektromotoren (je einem pro Rad), bis zu 1.040 PS und einer Spitzengeschwindigkeit von mehr als 310 Kilometer pro Stunde. Gerechnet wird mit einer Reichweite von 530 Kilometern. Entwickelt wurde das Modell gemeinsam mit dem früheren Apple-Designers Jony Ive. Der Verkaufspreis soll bei rund 550.000 Euro liegen.
Trotz aller Feinheiten sorgt der Wagen in der Fachwelt und bei Ferrari-Liebhabern für große Diskussionen bis hin zu Entsetzen. Gerade am Design, das nicht an einen klassischen Ferrari erinnert, gibt es viel Kritik und Spott. Der ehemalige Ferrari-Chef Luca di Montezemolo sagte etwa: "Es besteht die Gefahr, einen Mythos zu zerstören. Das tut mir sehr leid. Ich hoffe, dass das springende Pferd zumindest von diesem Auto entfernt wird. Das ist definitiv ein Auto, dass zumindest die Chinesen nicht kopieren werden." Auch an der Börse hat sich das neue Modell bisher nicht ausgezahlt: Die Ferrari-Aktie rutscht nach Präsentation des "Luce" deutlich ab. (mal)