Nächste Auslandsreise von Papst Leo XIV. bestätigt
Leo XIV. hat offenbar ein Faible für Zwergstaaten: Am Vormittag des 22. August wird der Papst der Republik San Marino einen Pastoralbesuch abstatten, wie der Vatikan am Donnerstag mitteilte. Die damaligen Regierungschefs Matteo Rossi und Lorenzo Bugli hatten den Papst bei einem Besuch am 12. Januar im Vatikan in den drittkleinsten Staat der Welt eingeladen. Der letzte Papstbesuch erfolgte 2011 durch Benedikt XVI.
Wie bereits im Frühjahr vom Vatikan angekündigt, wird Leo am Nachmittag beim "Meeting" in Rimini sprechen, einer Art Katholikentag mit tausenden Teilnehmern. Der Papst, selbst Oberhaupt des kleinsten Staats der Welt, hatte im März die Nummer zwei unter den Miniländern Europas, das Fürstentum Monaco, besucht.
Zwei "Regierende Kapitäne"
Das von Italien umschlossene San Marino ist weit über tausend Jahre alt und zählt rund 34.000 Einwohner auf etwa 60 Quadratkilometern. Die beiden "Regierenden Kapitäne" werden vom Parlament gewählt, ihr Vorbild sind die Konsuln der antiken römischen Republik. Dieses Amt hatte Rossi (39), ehemaliger Fußballer und Sozialdemokrat, gemeinsam mit dem Christdemokraten Bugli (30) von Oktober 2025 bis April 2026 inne.
Die katholische Kirche ist in San Marino nicht Staatsreligion, dominiert aber klar. Mit der Abschaffung der Todesstrafe schrieb die kleine Republik 1865 europäische Rechtsgeschichte.
Nach seiner Reise in die Türkei und den Libanon im Spätherbst 2025, dem Monaco-Besuch am 1. März, der Reise in vier afrikanische Länder im April und der Spanienreise vom 6. bis 12. Juni wird es die fünfte Auslandsreise des seit einem Jahr amtierenden Papstes sein. Ebenfalls angekündigt ist ein Frankreichbesuch Ende September; auch steht eine Südamerikareise im November im Raum. (KNA)
