Unesco-Chef im Vatikan: Schutz des kulturellen Erbes notwendig
Unesco-Generaldirektor Khaled El-Enany hat am Freitag im Vatikan Gespräche über den Schutz des kulturellen Erbes geführt. Zunächst traf der Politiker und Ägyptologe Papst Leo XIV., der den Hauptsitz der UN-Kulturorganisation bei seiner Frankreichreise im September besuchen wird. Anschließend sprach El-Enany mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und "Außenminister" Erzbischof Paul Richard Gallagher.
Die Männer tauschten sich über die Notwendigkeit aus, die ganzheitliche Entwicklung des Menschen durch Bildung zu fördern. Außerdem sprach man über Chancen und Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz. Dem Thema hatte der Papst kürzlich sein erstes universales Lehrschreiben gewidmet. Weiteres Thema war laut Vatikan die Bedeutung der Erziehung zum Dialog zwischen verschiedenen Kulturen als bevorzugter Weg zur Förderung des Friedens.
Am Sonntag (7. Juni) ist Unesco-Welterbetag in Deutschland. Er steht unter dem Motto "Gemeinsam für Frieden und Verständigung". Aus diesem Anlass bieten alle 55 deutschen Welterbestätten besondere Veranstaltungen an. Weltweit gibt es 1.248 Unesco-Welterbestätten in 170 Ländern. Dazu gehören Zeugnisse vergangener Kulturen, künstlerische Meisterwerke und besondere Naturlandschaften. Seit 1984 ist der gesamte Staat der Vatikanstadt Welterbe, ein weltweites Unikum. (KNA)
