Bisher gab es 70

Künftig nur noch neun Pfarreien im Bistum Speyer

Veröffentlicht am 15.06.2026 um 19:00 Uhr – Lesedauer: 

Speyer ‐ Die kirchlichen Strukturen sind in Bewegung. Im Bistum Speyer herrscht nun Klarheit, wo sich das kirchliche Leben künftig abspielen wird. Leitungsposten werden zudem nur noch auf Zeit vergeben.

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Im Bistum Speyer wird es künftig nur noch 9 Pfarreien statt bisher 70 geben. Am Wochenende segnete die Diözesanversammlung in Neustadt einstimmig die Grundpfeiler der neuen Seelsorgestrukturen ab. Die Grenzen der Pfarreien orientieren sich weitgehend an denen der bisherigen Dekanate. Bischof Karl-Heinz Wiesemann sprach von einem "großen Einschnitt", für den es großen Mut brauche. Dankbar zeigte er sich für den erzielten Konsens.

Bis 31. Oktober soll die Bistumsverwaltung einen Plan aufstellen, wie und wann die Reform umgesetzt werden soll. Die neuen Pfarreien werden von einem Vorstand aus drei Personen geleitet: einem leitenden Pfarrer, einer Pfarreireferentin oder einem -referenten sowie einer Pfarramtsleitung. Für den leitenden Pfarrer und den Referenten gilt, dass sie maximal für zwei Mal sechs Jahre ernannt werden können. Danach müssen sie wechseln.

Gemeinsam mit dem hauptamtlichen Vorstand wird nach Bistumsangaben ein Pfarrsynodalrat die Leitungsverantwortung übernehmen. Die Vermögensverwaltung der Pfarreien kommt in die Hände eines Verwaltungsrats. In einer Pfarrei werden jeweils mehrere Gemeinden zusammengefasst. Bisherige Pfarreien können sich in eine Gemeinde verwandeln oder mit mehreren anderen eine solche mit neuen Grenzen bilden. In den Gemeinden soll kirchliches Leben erfahrbar werden, das auf Pfarrebene koordiniert wird. (KNA)