Schaden am Kiewer Höhlenkloster auf 40 Millionen Euro geschätzt
Die durch russischen Beschuss verursachten Schäden am berühmten Kiewer Höhlenkloster werden auf insgesamt 40 Millionen Euro geschätzt. Das berichtet der österreichische Sender ORF am Mittwoch. Bei ausreichender Finanzierung könnten die Reparaturarbeiten noch 2027 abgeschlossen sein.
Die Arbeiten dürften keinen Tag ruhen, "denn die Frage des kulturellen Erbes und der Erhalt unserer Heiligtümer sind Teil des psychologischen Krieges, den Russland gegen die Ukraine führt", wurde Maksym Ostapenko, Direktor der zuständigen Behörde, zitiert. Eine provisorische Abdeckung der zum Komplex gehörenden, schwer beschädigten Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale sei fast fertig, hieß es aus dem Kulturministerium. Es sei vorgesehen, die Anlage schrittweise wieder für Besucher und Gläubige zu öffnen.
Das 1051 gegründete Höhlenkloster in Kiew gilt als Wiege des ostslawischen orthodoxen Christentums und als Wahrzeichen der Stadt Kiew. Es steht seit 1990 auf der Welterbe-Liste der Unesco. Bei russischen Luftangriffen auf die Ukraine war in der Nacht zum 15. Juni vor allem die Hauptkirche in Brand geraten. (KNA)
