Weltsynode plant weitere Schritte bis Oktober 2028
Das katholische Reformprojekt für mehr Mitwirkung aller Mitglieder am Leben der Kirche geht in die nächste Phase. Wie das Synodensekretariat im Vatikan am Freitag mitteilte, hat Papst Leo XIV. das Projekt "unterstützt und ermutigt". Das Treffen mit dem Papst stand am Abschluss mehrtägiger Beratungen, zu denen die kontinentalen Dachverbände der katholischen Bischofskonferenzen in dieser Woche in Rom zusammengekommen waren.
Beteiligt waren die Bischofsräte für Lateinamerika (CELAM), Europa (CCEE), Afrika (SECAM), Asien (FABC) und Ozeanien (FCBCO). Wichtigstes Thema waren die kommenden Versammlungen zur Umsetzung der Beschlüsse der Weltsynode im Vatikan vom Oktober 2024. Nach Versammlungen auf Ebene der Bistümer im Frühjahr 2027 unter dem Leitwort "Erinnern" sollen im Herbst 2027 die nationalen Bischofskonferenzen unter dem Motto "Interpretieren" beraten.
Im ersten Halbjahr 2028 werden Versammlungen auf kontinentaler Ebene einberufen, ihr Leitwort lautet "Orientieren". Den Abschluss der Umsetzungsphase soll im Oktober 2028 unter dem Motto "Feiern" eine allgemeine kirchliche Versammlung in Rom bilden. An ihr werden neben dem Papst und den Bischöfen auch nichtgeweihte Katholikinnen und Katholiken teilnehmen.
Umsetzung der Beschlüsse im Zentrum
Bei dem Vorbereitungstreffen in Rom wurde betont, dass die neue Phase der Weltsynode nicht einfach eine Fortsetzung der ersten Phase sein solle. Damals war es vor allem um Beratungen und Beschlüsse gegangen. Nun stehe die praktische Umsetzung im Vordergrund.
Beim Treffen der Kontinentalräte habe sich "das Bild einer kreativen und dynamischen Kirche" ergeben, so die Mitteilung. Trotz weitreichender kultureller Unterschiede arbeiteten alle Ortskirchen daran, das Prinzip der Synodalität "zu einer dauerhaften Dimension des kirchlichen Lebens zu machen". (KNA)
