"Angesichts der aktuellen Bedrohungslage..."

Militärbischof äußert Verständnis für steigende Verteidigungsausgaben

Veröffentlicht am 08.07.2026 um 11:40 Uhr – Lesedauer: 

Berlin ‐ Im kommenden Jahr will die Bundesregierung 109,7 Milliarden Euro für Verteidigung ausgeben – ein Drittel mehr als im Haushalt des laufenden Jahres. Militärbischof Overbeck wirbt für eine differenzierte Sicht.

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Der deutsche Militärbischof Franz-Josef Overbeck äußert Verständnis für steigende Verteidigungsausgaben. "Niemand kann sich darüber freuen, dass wir heute wieder über Aufrüstung sprechen müssen", sagte der Bischof von Essen am Mittwoch der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). "Doch angesichts der aktuellen Bedrohungslage kann es ethisch geboten sein, in die Verteidigungsfähigkeit unseres Landes und Europas zu investieren, wenn dies dem Schutz von Menschen und der Bewahrung des Friedens dient." Gleichzeitig müsse alles dafür getan werden, um Krieg zu verhindern und Frieden durch Dialog und Verständigung zu sichern, fügte Overbeck hinzu.

Die Bundesregierung hatte am Montag den Entwurf für den Bundeshaushalt 2027 und die Finanzplanung bis 2030 beschlossen. Demnach sind im Verteidigungsetat Ausgaben von rund 109,7 Milliarden Euro geplant – ein Drittel mehr als im Budget 2026. Bis 2030 soll dieser Posten auf 183,7 Milliarden Euro wachsen. (KNA)