Falken-Nachwuchs am Speyerer Dom
Nachwuchs am Speyerer Dom! Ein Turmfalkenpaar hat erfolgreich gebrütet. Drei junge Turmfalken wurden jetzt erstmals beobachtet, nachdem ihre Eltern vor einigen Wochen bei der Paarung beobachtet wurden. "Wir freuen uns über den gefiederten Nachwuchs am Dom. Es ist schön zu sehen, dass die Falken die von uns geschaffene Brutstätte nutzen und erfolgreich Junge großziehen", erklärte die Dombaumeisterin Hedwig Drabik. Die Falken haben einen Brutkasten im Nordwestturm besiedelt, der eigentlich als Ausweichquartier für die Dom-Uhus gedacht war.
Die Nistkästen in den Osttürmen wurden in Vorbereitung der dort laufenden Sanierungsmaßnahmen entfernt. Dort hatten zuletzt 2022 Uhus drei Junge großgezogen. Von den drei Jungvögeln im Ostturm überlebte aber nur einer: Zwei junge Eulen wurden tot im Umfeld des Doms entdeckt, eine ertrank in einem Springbrunnen, bei der anderen ist die Todesursache ungeklärt. Seither hatte es am Dom keine erfolgreichen Brutversuche von Uhus mehr gegeben. Ein Turmfalkenpaar hat nun den Kasten im Westbau bezogen. Falken nisten regelmäßig am Dom, zuletzt im vergangenen Jahr in der Regenrinne der Apsis. Damals waren es zwei Küken.
Drohnen gefährden Vogel-Nachwuchs
Die Niststätten der Vögel sind ein Grund für das Drohnenflugverbot im Umkreis des Doms. Um die Brutpaare nicht aufzuschrecken, ist es wichtig, dass es eingehalten wird, erläutert die Dombaumeisterin. Ansonsten drohe eine Aufgabe des Nestes durch die Elternvögel. Schon 2023 wurde über Drohnenflüge als Ursache für den fehlenden Nachwuchs spekuliert, 2024 wurde eine Drohne unweit der Brutkästen geborgen.
Das Domkapitel unternimmt jedes Jahr große Anstrengungen, um den besonders streng geschützten Vögeln gute Nistbedingungen zu ermöglichen. Dazu gehören eine Absicherung der Turmaufgänge und eine Abstimmung von Bauarbeiten auf Brutzeiten. Die Überwachung des Luftraums sei aber kaum möglich: "Wer eine Drohne am Dom aufsteigen lässt, benötigt vorher die Zustimmung des Domkapitels als Grundstückseigentümer. Viele Menschen wissen das entweder nicht oder scheren sich nicht darum, wie die zahlreichen Drohnenfotos beweisen, die immer wieder im Netz auftauchen", erläuterte die Leiterin des Dom-Kulturmanagements, Friederike Walter, vor zwei Jahren. "Da das Gelände um den Dom riesig ist und wir auch nicht immer vor Ort sind, ertappen wir nur selten jemanden auf frischer Tat." (fxn)
