Uni Münster streicht vier Lehrstühle an Katholischer Fakultät
Die Sparpläne der Universität Münster treffen auch die dortige Theologie. Vier von 22 Professuren an der Katholisch-Theologischen Fakultät (KTF) fallen bis 2031 weg, wie das Online-Portal kirche-und-leben.de am Mittwoch berichtete. Zusammen mit der Evangelisch-Theologischen Fakultät müsse die KTF etwa 1,5 Millionen Euro sparen. Die neu gegründete Islamisch-Theologische Fakultät sei von den Kürzungen ausgenommen.
Die KTF zählt weltweit zu den katholisch-theologischen Fakultäten mit den meisten Studierenden. Laut kirche-und-leben.de werden folgende Professuren nach den Emeritierungen der bisherigen Lehrstuhlinhaber nicht nachbesetzt:
- Missionswissenschaftlicher Lehrstuhl von Norbert Hintersteiner
- Religionspädagogischer Lehrstuhl von Judith Könemann
- Lehrstuhl für Ökumenische Theologie von Dorothea Sattler
- Lehrstuhl für Systematische Theologie und ihre Didaktik (bereits seit 2022 vakant, zuletzt war Reinhard Hoeps Lehrstuhlinhaber)
Die Ökumenische Theologie soll dem Bericht zufolge nach 2031 – falls möglich – wiederbesetzt werden. Mit den Lehrstühlen verbundene Projekte wie die Arbeitsstelle für Theologische Genderforschung oder das Ökumenische Institut blieben erhalten.
Berichte: Uni streicht 36 Lehrstühle
Der Dekan der Fakultät, Oliver Dyma, verwies gegenüber kirche-und-leben.de auf enge Vorgaben der Universitätsleitung sowie auf kirchliche Maßstäbe. "Durch beides hatten wir kaum Flexibilität, welche Professuren entfallen", sagte er. Es handele sich um strukturelle Entscheidungen. Der Wegfall einer Professur bedeute "keinerlei Urteil über die Qualität der geleisteten Arbeit der entsprechenden Person".
Die Uni Münster muss sparen. Laut Medienberichten will die Hochschule deshalb bis 2036 insgesamt 36 von fast 460 Professuren streichen. So sollen die Kosten um rund zehn Millionen Euro sinken. (KNA)
