Verbindung zur Terrororganisation Islamischer Staat

Jugendlicher soll Anschlag auf Kirche geplant haben

Jugendlicher soll Anschlag auf Kirche geplant haben
Bild: 500cx/Fotolia.com

Ein Jugendlicher soll einen Terroranschlag auf eine Kirche in Hamm geplant haben. Die Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf ermittelt wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung, wie Pressesprecherin Alexandra Wiese der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) mitteilte. Der 16-Jährige soll eine Verbindung zur Terrororganisation Islamischer Staat (IS) gehabt haben. Es bestehe dringender Tatverdacht. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung über den Fall berichtet.

Laut Wiese ermittelten die Behörden bereits seit Anfang 2025 gegen den Jugendlichen. Die Vorwürfe hätten sich zunächst auf Beiträge in Sozialen Medien sowie auf den möglichen Kontakt zu einem IS-Mitglied beschränkt. "Hinweise auf die konkreten Anschlagspläne haben sich erst Anfang April diesen Jahres ergeben", so die Oberstaatsanwältin. Am 2. April wurde der 16-Jährige festgenommen.

Verdächtiger soll Kirche beobachtet haben

Wiese bestätigte, dass er die Kirche bereits beobachtet haben soll. Um welche Kirche in Hamm es sich handelt, gab sie aufgrund der laufenden Ermittlungen und entgegenstehender schutzwürdiger Interessen nicht bekannt. Der Jugendliche soll zudem versucht haben, mithilfe einer Silvesterrakete einen Hochsitz anzuzünden. Ob es sich hier um eine Vorbereitung auf den geplanten Anschlag gehandelt haben könnte, werde noch ermittelt.

Der 16-Jährige befindet sich laut Oberstaatsanwältin derzeit in einer jugendforensischen Einrichtung. Einem Gutachten zufolge sei er eingeschränkt schuldfähig. (KNA)